Salto di Quirra ist die Bezeichnung eines militärischen Sperrgebietes (Poligono Interforze Salto di Quirra-PISQ) in der Nähe von Perdasdefogu auf Sardinien. Der Truppenübungsplatz (116 km²) mit seinen wehrtechnischen Dienststellen und einem Raketenstartplatz an der Küste (Geografische Lage: Capo San Lorenzo , 11 km²) wird von allen italienischen Teilstreitkräften und u.a. auch von NATO-Streitkräften genutzt. Daneben kann das Gelände und seine Einrichtungen auch von wehrtechnischen Unternehmen und anderen zivilen Stellen zu Forschungszwecken verwendet werden (z. B. Start von Skylark-Raketen zur Erforschung der Hochatmosphäre). Das Seegebiet und der Luftraum östlich von Salto di Quirra bzw. von Capo San Lorenzo wird regelmäßig weiträumig gesperrt (über 28.000 km²).
Die italienische Armee testet in Salto di Quirra u.a. komplexe Waffensysteme, insbesondere von Fahrzeugen, Flugzeugen und Schiffen abgefeuerte Raketen. Die wehrtechnischen Dienststellen verfügen neben eigenen Hubschraubern, Flugzeugen und Drohnen über ein aufwendiges Sensorensystem. Manchmal wird das Gelände auch als Truppenübungsplatz verwendet.
Die Menschen in der Umgebung des Sperrgebiets haben wiederholt gegen militärische Übungen und Experimente protestiert. Ein von der italienischen Armee und der Regionalregierung Sardiniens paritätisch besetztes Gremium versucht seit einiger Zeit, die Nutzung der Truppenübungsplätze und der sonstigen militärischen Einrichtungen auf der Insel auf eine für alle Beteiligten akzeptable Weise zu regulieren.
Raketenstartplatz | Sardinien | Militärische Einrichtung (Italien) | Salto di Quirra
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