Salsa, span. „Soße“, ist eine Form der lateinamerikanischen Musik.
siehe auch: Liste der Salsa-Interpreten
Mit der kubanischen Revolution 1959 und der darauffolgenden amerikanischen Blockadepolitik kam die fruchtbare musikalische Verbindung mit Kuba zu einem jähen Ende. Viele Kubaner flohen in die USA, kubanische Musik in den USA erlebte Anfang der 60er Jahre eine letzte Hoch-Zeit. Die USA versuchten ab 1962, den kulturellen Einfluss Kubas zurückzudrängen, der legendäre Tanzpalast Palladium in New York musste schließen. Rhythmen aus Brasilien, wie der Bossa Nova und die Samba sollten die entstandene Lücke schließen. 1964 kam eine Gruppe nach New York, die die Musikwelt international revolutionierte: Die Beatles. Der Einfluss der Rockmusik war nicht mehr aufzuhalten. Die großen lateinamerikanischen Tanzorchester waren unmodern und unökonomisch geworden und lösten sich 1963/64 auf. Die lateinamerikanische Musik schien dem nichts entgegensetzen zu können. Dann entstand eine neue Fusion von lateinamerikanischen Rhythmen und Rockmusik unter dem Vorbild des Twists: der Boogaloo. Er hatte seine kurze Blütezeit von 1966 bis 69 und war musikgeschichtlich der direkte Vorläufer der Salsa. Der andere gewichtige musikalische Strang hin zur Salsa stammt aus dem Latin-Jazz.
Man hat danach aus dem Rückblick versucht, den Ursprung des Begriffs „Salsa“ als Bezeichnung für die Musik zurückzuverfolgen: 1933 schrieb der kubanische Komponist Ignacio Piñerio den Son Échale Salsita. Der Begriff verselbstständigte sich im Laufe der Zeit zum Anfeuerungsruf für die Tänzer (ähnlich wie „azúcar“). Beny Moré eröffnete in den 50er-Jahren seine Shows oft mit der Begrüßung „Hola, Salsa!“. 1962 gab es erste Lieder, die den Begriff „Salsa“ auch im Titel trugen: Salsa y Bembé in Joe Cuba Sextet's LP „Steppin' Out“ und Pupi Legarreta's Debut-LP „Salsa Nova“. Und nicht zu vergessen: Salsa y Dulzura von Ray Barretto (auf dem Album: „El Ray Criollo“): ein Son montuno, jedoch mit einem erweiterten Posaunen- und Trompetensatz (=„charanga moderna“). 1963 brachte der Pianist Charlie Palmieri mit seinem Orchester ein ganzes Album unter dem Titel „Salsa Na' Ma'“ heraus. Man darf dies jedoch nicht verwechseln. „Salsa Na' Ma'“ war eine typische Charanga-LP mit traditionellen kubanischen Rhythmen – das gleichnamige Stück Salsa Na' Ma' war ein Son montuno mit der klassischen Violinen- und Flötenbesetzung. Dies alles hatte mit „Salsa“ im heutigen Sinne nicht viel gemein.
Dennoch entstand der von Fania propagierte Begriff „Salsa“ als Bezeichnung für die neue Musikrichtung nicht aus dem luftleeren Raum heraus: 1967 publizierten Ricardo Ray und Bobby Cruz ihr Lied Salsa y Control. Dies war eine Mischform, oft als „Salsa-Boogaloo“ bezeichnet. 1970 gab es eine Cover-Version der Lebron Brothers unter dem Fania-Label, die dann in die Salsa-Geschichte einging: plötzlich entstanden in den 70er-Jahren in den USA eine Vielzahl von Clubs und Tanzschulen, die sich „Salsa y Control“ nannten. Zudem hatten lateinamerikanische Musikgruppen traditionell eine enge Bindung zu Venezuela. Venezuela war damals das Land mit den größten Karnevals-Feierlichkeiten im karibischen Raum. Jährliche Tourneen nach Caracas gehörten daher zum festen Programm für lateinamerikanische Musiker. 1966 veröffentlichte „Federico y su Combo“ in Venezuela den Titel Llegó la Salsa. 1967 strahlte der venezolanische Radiomoderator Phidias Danilo Escalona sein Radioprogramm „La hora del sabor, la salsa y el bembé“ aus. Gruppen wie die von Ricardo Ray stellten 1967 den Boogaloo in Venezuela vor (Caracas feierte gerade die 400-jährige Jubiläumsfeier zur Stadtgründung) und diskutierten mit Escalona über die neue Musik in Interviews, so dass nicht mehr genau auszumachen ist, ob der Begriff „Salsa“ nun in New York oder Caracas geprägt worden ist (siehe dazu auch: Bobby Cruz). Auch Johnny Pacheco, Musikdirektor von Fania, und die Musiker der frühen Salsa-Ära sind 1974 zum Karneval nach Venezuela gereist und sollen von dort die Bezeichnung „Salsa“ mit zurück nach New York genommen haben.
Mit nachhaltiger Begeisterung aufgenommen wurde der Boogaloo auch in Kolumbien, wo er gegenüber der Cumbia vor allem durch seinen schnellen Rhythmus bestach. Bis in die Gegenwart wird der Boogaloo in Kolumbien noch geschätzt (Sonora Carruseles, Grupo Galé). Auf diese Weise erklärt sich, wie die Salsa ungefähr zeitgleich Ende der 60er-Jahre in den verschiedenen Zentren der USA, Puerto Ricos, Kolumbiens und Venezuelas entstehen konnte.
Die 60er-Jahre war die Zeit der politischen Umbrüche (Kennedy-Attentat, Vietnam-Krieg, die Proteste der schwarzen Bürgerrechtsbewegungen und Rebellion der Beatniks). In New York formierten sich puerto-ricanische Jugendliche zu den Young Lords, die bei ihrem Kampf um Gleichstellung und Anerkennung auch vor Gewalt nicht zurückschreckten. Allgemein litt die Latino-Gemeinschaft als Minderheit in New York unter Identitätsproblemen: die angloamerikanische Kultur schien übermächtig, puerto-ricanische Familien lebten nun schon in der 2.Generation in New York und die Kinder/Jugendlichen übernahmen selbstverständlich die amerikanischen Lebensgewohnheiten, insbesondere die englische Sprache. Die amerikanische Rockmusik dominierte die Medien. Die Salsa setzte in dieser Situation einen Kontrapunkt und schaffte einen Raum kultureller Identität ausgehend von der eigenen Herkunft und den besonderen Lebensumständen im “Barrio”. Das “Barrio” in New York, insbesondere Spanish Harlem und die South Bronx, war hauptsächlich von Puerto-Ricanern bewohnt. Sie nahmen Salsa selbstverständlich als eigene Musik auf. Aber auch die lateinamerikanische Gemeinde im New York der 60er-Jahre war bereits im Wandel begriffen und veränderte sich zusehends durch die Migranten aus Kuba, Panama und der Dominikanischen Republik. Sie alle wirkten an der Entstehung der neuen Musik mit.
Zur Verbreitung der Musik im karibischen Raum hat beigetragen, dass sich die sozialen Konflikte in den städtischen Ballungsgebieten New Yorks auch auf andere Städte Lateinamerikas übertragen lassen. Zudem war auch außerhalb der USA der Einfluss der englischsprachigen Rockmusik enorm: Venezuela am Ende der 60er Jahre war ein musikalisch gespaltenes Land: im Osten widmeten sich die Jugendlichen fast ausschließlich dem ”Surf” (=venezolanischer Ausdruck für die Rockmusik aus den USA), im Westen der “Salsa”. Salsa zu hören bedeutete zugleich immer auch eine Hinwendung zu den eigenen Traditionen und der eigenen Kultur. Eng verbunden war damit nicht nur die spanische Sprache, sondern auch die Liedtexte an sich bekamen eine größere Bedeutung für die Musik (etwa im Gegensatz zum Mambo, wo die Musikstücke reihenweise ganz ohne Text auskamen). "If you can't get into the lyrics you're missing at least 75% of it's significance." (Willie Colon).
Die politische Bedeutung ging streckenweise noch weiter: für Rubén Blades ist die Salsa eine Probe für die wundervollen Dinge, die Lateinamerikaner zu leisten vermögen. Sie ist die musikalische Identität des einen "Gran Colombia". Der Wunschtraum Simón Bolívars nach einem Zusammenschluss aller lateinamerikanischer Länder aufgrund der gemeinsamen Sprache und der kulturellen Wurzeln kam in der Salsa immer mal wieder zum Vorschein (etwa in Rubén Blades Plástico oder Gloria Estefans Hablemos el mismo idioma), gleichwie die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte mit ihrer Diskriminierung und dem Rassismus.
Das Kabelfernsehen erreichte Anfang der 80er Puerto Rico und damit die MTV-Ära mit Rock, Pop, Metal und New Wave. Das Angebot an musikalischen Alternativ-Rhythmen vervielfältigte sich schlagartig und verdrängte die Salsa zunehmend aus den Medien. Stattdessen füllte ein anderer karibischer Rhythmus die Lücke: der Merengue! Puerto Rico erfuhr seit einiger Zeit eine zunehmende Einwanderungswelle von Dominikanern, die vor den Unruhen auf die Nachbarinsel flohen und den Merengue mitbrachten. Begleitet wurde die Welle insbesondere von einem Sänger: Wilfrido Vargas, der 1983 mit El Africano den Auftakt für eine ganze Reihe Merengue-Hits setzte und ihn damit international populär machte.
Das Interesse an der Salsa-Musik ließ dagegen allgemein nach. Um sie wieder in das Mainstream-Radio zu bringen begann man ältere Lieder, Balladen, etc. umzuarrangieren und mit Salsa-Rhythmen zu versehen. Salsa-Stücke wurden auf diese Weise zu Liebesliedern, oft mit einem frivolen Anklang. Das Thema “Sex” in den Texten wurde bewusst zum kommerziellen Erfolg eingesetzt. Was man persönlich nie zu sagen gewagt hätte, konnte in der Musik ganz offen besungen werden: sexuelles Verlangen, Aufforderung zur Untreue, Aufforderung zum Liebesspiel, usw. Damit hatte die Salsa ihre erste Sub-Kategorie: die “salsa erótica” war geboren. Die bekanntesten Vertreter dieser Ära sind Eddie Santiago in Puerto Rico (Tú me quemas, Tú me haces falta, Todo empezó) und der aus New Jersey stammende Frankie Ruiz (Desnúdate mujer, La rueda, Primero fui yo, Tú con él, Esta cobardía, etc.). Weitere bekannte Salsa-Erfolge waren Héctor Tricoches Lobo domesticado, David Pabon’s Aquel viejo motel oder der Klassiker Ven devórame otra vez von Lalo Rodgríguez. Jedoch der mit Abstand populärste Song, omnipräsent und anscheinend zeitlos beliebt, ist Lluvia von Eddie Santiago. Natürlich lässt sich Musik schlecht in Schablonen pressen: das 1986 am meisten in den US-Latino-Charts gespielte Salsa-Stück war El gran varón von Willie Colón. Es ist eine Erzählung über die sozialen Folgen des damals kürzlich entdeckten AIDS-Virus mit dem Aufruf zur Vorsicht vor der tödlichen Krankheit. 1987 suchte ein junger, bis dahin unbekannter Trobador aus Nicaragua den Kontakt zu Eddie Santiago in Puerto Rico und leitete nach einer kurzen, aber sehr fruchtbaren Zusammenarbeit mit ihm (1989-91) das Ende der “salsa erótica” ein: Luis Enrique. Er wandte sich ruhigeren und sanfteren Tönen in der Salsa zu, die er als bewusstes Gegenkonzept zur “salsa vieja” verstand (siehe auch: Luis Enrique). Dieser Salsa-Stil fand als “salsa romántica” Eingang in die Salsa-Geschichte und hält bis in die Gegenwart an. Der zurzeit kommerziell erfolgreichste Salsa-Sänger und zugleich Vertreter der “salsa romántica” ist Marc Anthony.
Salsa-Bands wurden gegenüber den Charanga-Orchestern drastisch reduziert, meistens auf eine Besetzung von maximal acht/neun Musikern. Neben dem Bass, dem Piano und dem Sänger wurde insbesondere ein Blechbläsersatz von zwei Posaunen oder zwei Trompeten aufgenommen. Manchmal findet man auch eine Mischung aus Posaunen und Trompeten, jedoch fast nie Saxophone, die mit ihrem weichen Klang später in größeren Bands höchstens zur Verstärkung der Blechbläser herangezogen werden. Posaunen bilden seitdem einen Eckpfeiler der Salsa-Musik – und das war ungewöhnlich. Komplettiert wird die Instrumentalisierung durch eine Rhythmus-Sektion von drei Musikern: Tumbao (=Congas), Bongos und Timbales. Dieses Trio wird manchmal durch Güiro, Maracas und Clave ergänzt. Letztere gehören aber zu den Rhythmus-Instrumenten, die nur gelegentlich eingesetzt werden – der Sänger nimmt etwa den Güiro zur Hand, während er singt.
Alle Rhythmus-Instrumente unterlegen die Musik gleichzeitig mit verschiedenen Schichten und spielen so in einer Polyrhythmik zusammen (den sog. "Patterns"). Der klassische Salsa-Sound entsteht dabei aus dem untrennbaren Zusammenspiel “tumba-bongó”. Beide Rhythmus-Instrumente betonen in der Tradition des Swing die 4. Zähleinheit im 4/4-Takt bei leichter Nebenbetonung des 2.Schlages. Der Gesang und alle Musikinstrumente betonen dagegen nach der europäischen Tradition die erste Zähleinheit, bei leichterer Nachbetonung des 3.Schlages. Auf diese Weise entsteht in der Salsa-Musik eine andauernde rhythmische Spannung zwischen Melodie und Musikbegleitung auf der einen Seite und den Rhythmus-Instrumenten auf der anderen Seite, was aber das besondere “Salsa-Feeling” ausmacht.
Liebhaber der kubanischen Musik betonen des Weiteren die Bedeutung der Clave. Sie markiert eine Rhythmus-Einheit über zwei Takte nach dem Schema des kubanischen Son (siehe Bild).
Son-Clave-3-2.png | Son-Clave_2-3.png
Phrase: 1 . 2 . 3 . 4 . | 5 . 6 . 7 . 8 .
In den USA findet sich Salsa seit Anbeginn vor allem in New York; hier findet auch jährlich das "Salsa-Festival" im Madison Square Garden statt.
Aufgrund der vielen Exilkubaner, die nach der kubanischen Revolution 1959 nach Florida geflohen sind, hat sich Miami nach New York zur zweiten großen Hochburg der Salsa in den USA entwickelt. Die kubanischen Einwanderer ließen sich vorwiegend in einem Stadtteil Miamis nieder, der "La pequeña Habana" genannt wird. Jedes Jahr fiebert man dort dem "Carnaval en la Calle Ocho" im März entgegen. 1978 wurde er zum ersten Mal gefeiert - mittlerweile verläuft er über 23 Avenidas und hat sich zum größten Straßenfest in den USA gesteigert. Seit 1988 findet dort auch das Musikfestival "Premio Lo Nuestro" statt, älter als der "Latin Grammy" und der bedeutendste Wettbewerb lateinamerikanischer Musik in den USA.
Der Karneval in Miami ist zugleich politisch ausgerichtet. Kubanische Emigranten hegen oft einen tiefen Groll gegen das Castro-Regime. Viele Künstler sind in Menschenrechtsbewegungen aktiv. Man gibt sich konservativ. Musik-Gruppen aus Kuba, bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit der kubanischen Regierung in Verbindung stehen oder staatlich gefördert wurden, werden zum Karneval nicht eingeladen. Hier ist die Salsa Ausdruck der Sehnsucht nach einem freien Kuba ohne Fidel Castro.
Die bekannteste Salsa-Sängerin aus Miami ist sicherlich Gloria Estefan. Mit ihrem Album Mi tierra (1993) traf sie genau die melancholische Stimmung der Exil-Kubaner und machte kubanische Salsa in den USA populär. Auch Celia Cruz ist der kubanischen Gemeinde in Miami immer verbunden geblieben.
Vor diesem Hintergrund ist Miami beliebter Anziehungsmagnet lateinamerikanischer Salsa-Musiker, insbesondere kubanischer Emigranten (Willy Chirino, Manuel Gonzalez, u.a.). Auch die legendäre kolumbianische Salsaband Grupo Niche hat ihren Wohnsitz inzwischen in Miami.
Puerto Rico stand auch in den 70er-Jahren noch unter dem Stern der Altmeister Rafael Cortijo und Ismael ("Maelo") Rivera. 1975 trafen sie sich zu einem Konzert im "Coliseo Roberto Clemente" in San Juan, Puerto Rico, und legten gemeinsam ihre alten Hits wieder auf (El bombón de Elena, Quítate de la vía Perico, Oriza, El negro bombón, Maquinolandera, u.a.). Mit dabei: Rafael Ithier am Piano, Roberto Roena an den Bongos, Cortijo selbst an den Timbales und Rivera Gesang. Die Wiedervereinigung hatte jedoch keinen Bestand, die Musiker trennten sich und kehrten zu ihren alten Gruppen zurück: Cortijo zu seiner Combo, Ithier zu El Gran Combo, Roena zu "El Apollo Sound" und Rivera zu seinen "Cachimbos".
"Cortijo y su Combo" blieb der kommerziell durchschlagende Erfolg versagt. El Gran Combo mit den Sängern Pellín Rodriguez und Andy Montañez wurde das Gegenstück zu Fania in New York und wuchs zur bedeutendsten Salsa-Gruppe Puerto Ricos heran. Sie arbeiteten unabhängig unter dem "Coco"-Label. 1973 stieg Rodriguez aus der Gruppe aus und wurde durch Charlie Aponte ersetzt. Das Duo Aponte/Montañez sang dann auch zu der berühmten Eröffnung in New York 1973 im Yankee Stadion vor 50.000 Zuschauern. 1977 verließ Montañez überraschend "EGC", um nach Venezuela zum Salsa-Orchester "Dimensión Latina" zu wechseln. Für ihn kam schließlich Jerry Rivas.
Neben El Gran Combo und "Cortijo y su Combo" sind Roberto Roena und "El Apollo Sound", Bobby Valentin (mit den Leadsängern Marvin Santiago und Luigi Texidor), Ricardo Ray & Bobby Cruz und nicht zuletzt die berühmte Gruppe La Sonora Ponceña von Papo Lucca die Salsa-Stars der 70er-Jahre in Puerto Rico.
Seit 1952 gilt Puerto Rico als „assoziierter Freistaat“ der USA, was Puerto-Ricaner de facto zu amerikanischen Staatsbürgern (ohne Wahlrecht) macht. Dies hat einen regen musikalischen Austausch zwischen der Insel und dem Festland zur Folge. Puerto-ricanische Einwanderer, wie der in New Jersey geborene Salsa-Sänger Domingo Quiñones kehren nach Puerto Rico zurück oder umgekehrt, in Puerto Rico geborene Sänger suchen den Erfolg in den USA (Cheo Feliciano, Tito Nieves, u.a.). Zudem war Puerto Rico traditionell immer Anziehungspunkt für lateinamerikanische Emigranten, insbesondere für dominikanische (José –El Canario- Alberto) und neuerdings auch wieder für kubanische (Rey Ruiz). Puerto Rico ist ebenfalls bekannt für seine Salsa-Sängerinnen, in Puerto Rico (Choco Orta), aber vor allem in den USA (La India, Brenda K. Starr, Helena Santiago).
In den 80er-Jahren hat sich das Zentrum der Salsa von New York weg hin nach Puerto Rico verschoben, insbesondere um die damals sehr populären Eddie Santiago und Frankie Ruiz.
Gilberto Santa Rosa und die Newcomer der 90er-Jahre, Jerry Rivera und Victor Manuelle, zählen aktuell zu den bekanntesten Salsa-Sängern Puerto Ricos.
Kuba in den 70er-Jahren als "Salsa-Zentrum" bezeichnen zu wollen wäre verfrüht. Salsa wurde außerhalb Kubas entwickelt und wird bis in die Gegenwart zum weitaus größten Teil auch außerhalb Kubas gemacht. Trotz der Blockadepolitik der USA gelangte die Salsa über Puerto Rico relativ schnell nach Kuba - El Gran Combo war auch in Kuba bekannt. Dennoch waren Musiker in Kuba auf sich selbst gestellt. Es war bis in die 80er-Jahre hinein so gut wie unmöglich, ein Reise-Visum zu bekommen, ein Austausch mit dem Ausland fand nicht statt. Von Musik-Gruppen im Ausland erwirtschaftete Gewinne wurden einfach wegbesteuert. Das änderte sich erst Anfang der 90er-Jahre, als mit dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes und der Auflösung der Sowjetunion auch die Wirtschaftshilfe für Kuba wegfiel. Dies zwang die kubanische Regierung zu einer Liberalisierung des Musikmarktes. Kubanische Musiker genießen neuerdings bedingte Reisefreiheit und dürfen ihre Musik zum Teil selbst vermarkten. Zudem hat in den 90er-Jahren ein regelrechter Musik-Tourismus nach Kuba eingesetzt.
Der große Übervater kubanischer Salsa-Musik ist Juan Formell mit seiner Gruppe "Los Van Van" (1969). Ihm gelang, was nur wenigen kubanischen Musikern in den 70er-Jahren möglich war: er durfte Kuba verlassen und mit seiner Gruppe nach Peru reisen. Von dort brachte er den Surfrock und den Reggae mit. Im Anschluss scheute er sich nicht, E-Gitarre, E-Bass und Drum Set in seine Gruppe mit aufzunehmen (ein Synthesizer war in Kuba zu dieser Zeit unerschwinglich). Die neuen Rock- und Reggae-Klänge vermischt mit der traditionellen kubanischen Charanga-Musik nannte er Songo. Die große Zeit für Juan Formell y Los Van Van kam aber erst in den 90er-Jahren. Zusammen mit der kubanischen Gruppe Irakere mischten sie vermehrt Jazz-Elemente in ihre Arrangements und nannten die Musik fortan Timba. Der neue Stil schlug international wie eine Bombe ein (Te pone la cabeza mala Aqui llegó Van Van, Temba Tumba, Timba [1998) und traf die Salsa-Szene der Welt an einem sensiblen Punkt. Von den USA und Puerto Rico ausgehend befand sich die „salsa romántica“ auf ihrem Höhenflug. Doch die neue kubanische Musik zeigte einen deutlich anderen Weg: Salsa ist nicht nur sanft und romantisch, sondern auch schnell und lebendig. Passend zur „Timba-Musik“ gab es auch einen eigenen Tanz-Stil gegen Hüftsteifheit: Despelote. Seit der Jahrtausendwende widmet sich Juan Formell dem Aufbau einer „Cuban All Star“-Musiker-Truppe in besonderer Zusammenarbeit mit der Gruppe NG La Banda. Deren Ex-Sänger Isaac Delgado hat mittlerweile eine erfolgreiche Solokarriere gestartet und sogar einen Vertrag bei einem US-Label.
Gleichwie Juan Formell y Los Van Van profitierten mehrere kubanische Salsa-Gruppen in den 90er-Jahren von der neuen Freiheit. Bekanntes Beispiel ist der Pianist Manolo Simonet, der 1993 seine Gruppe Manolito y su Trabuco gründete. Neben der typischen Posaunen- und Trompeten-Sektion nahm er auch die klassischen Charanga-Instrumente Flöte, Violine und Cello mit in seine Band auf. Der größte Erfolg der Gruppe war 1998 Marcando la distancia.
Weitere neue kubanische Salsa-Gruppen sind Bamboleo (1995), Orlando Valle, gen. „Maraca“ (1995), Ex-Flötist von Irakere, die Formation Charanga Habanera (1996) oder Azúcar negra (1997).
Federico Betancourt mit seiner Combo und die Gruppe "Sexteto Juventud" waren in Venezuela die Wegbereiter der Salsa in den 60er-Jahren. Angefangen hat alles 1966, als Federico seinen Titel Llegó la salsa veröffentlichte. Doch die Gruppen fanden aus sich heraus noch nicht das entsprechende Echo, um einen wirklichen Boom karibischer Musik in Venezuela erzeugen zu können.
1972 entstand die Gruppe Dimensión Latina nach puerto-ricanisch/newyorkinischem Vorbild mit einem Posaunen-Satz als einzigen Führungsinstrumenten. Mit dabei als Bassist und als Sänger war Oscar D'León. Innerhalb von 2 Jahren stieg "Dimensión Latina" zur führenden Salsa-Band Venezuelas auf. Mit beigetragen dazu hat sicherlich auch der Besuch von Fania zum Karneval 1974. Es kam zum gegenseitigen Austausch, 1975 besuchte El Gran Combo den Karneval von Caracas, Dimensión Latina besuchte 1976 New York zum Salsa-Festival im Madison Square Garden. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolgs verließ Oscar D'León 1976 überraschend die Gruppe und gründete seine eigene Formation "La Salsa Mayor". Dimensión Latina erholte sich von diesem Schlag erst, als 1977 der Sänger Andy Montañez von "El Gran Combo de Puerto Rico" nach Venezuela wechselte. Mit ihm setzte die Gruppe im Anschluss zwar noch deutlich Akzente in der Salsa-Musik, konnte aber den langsamen Niedergang nicht wirklich aufhalten. Später, im Jahre 1978, wechselte noch ein zweiter bekannter Sänger von El Gran Combo nach Venezuela und verstärkte "La Salsa Mayor", nachdem diese sich ebenfalls mit Oscar D'León zerstritten hatte: Pellìn Rodriguez. Der Wechsel puerto-ricanischer Sänger nach Venezuela ist dabei kein Zufall gewesen: Venezuela, damals durch seine Erdölvorkommen für lateinamerikanische Verhältnisse ungewöhnlich wohlhabend, war ab Mitte der 70er-Jahre der führende Weltmarkt für Salsa-Musik. Nach dem Vorbild der Fania All Stars und der Puerto Rico All Stars versuchte der Perkussionist und Arrangeur Alberto Naranjo auch in Venezuela 1977 eine Vereinigung von Salsa-Musikern zu bewirken, genannt "Trabuco Venezolano", doch nur mit bedingtem Erfolg.
Zur venezolanischen Salsa-Legende stieg dagegen Oscar D'León auf. Wie kein anderer hat er die venezolanische Salsa geprägt und sein Ruhm wirkt bis in die Gegenwart hinein: Oscar D'León, der „Salsa-Teufel“, der „Salsa-Löwe“, der „König der Musiker“ (1992) und der „Welt-Musiker“ ("sonero del mundo", 1996). Sein Mythos hat ihn fast zum alleinigen Salsa-Vertreter Venezuelas gemacht, aus dessen Schatten es für andere Gruppen, wie "Los Dementes", "Federico y su Combo", "Los Satélites", "Billo’s Caracas Boys", "Watusi", "Grupo Mango" und viele andere trotz des Salsa-Booms fast unmöglich war, herauszutreten.
Erschwerend kam hinzu, dass Venezuela ab 1983 in eine anhaltend schwere Wirtschaftskrise geriet. Hyperinflation, Überschuldung und politische Unruhen blieben auch auf die Salsa-Szene nicht ohne Auswirkung. Wer konnte, suchte den Erfolg im Ausland.
Zu den Gruppen, denen dies gelungen ist, gehörte sicherlich in den 80er-Jahren "Naty y su Orquesta" (Josè Natividad Martínez), zudem die 18-köpfige Gruppe Guaco, die in den 90er-Jahren unter ihrem Sänger und Leiter Gustavo Aguado international bekannt geworden ist. Zwei jugendliche venezolanische Salsa-Gruppen, die in der jüngeren Gegenwart auf sich aufmerksam gemacht haben, sind Adolescent’s Orquesta (1994) unter der Leitung des Pianisten „Porfi“ Baloa. Daraus hervorgegangen sind nach internen Streitereien das Orquesta Pasión Juvenil (mit Sänger Wilmer Lozano, 1997).
Der aus Medellín stammende Julio Ernesto Estrada Rincón reiste 1968 mit der Cumbia-Gruppe „Los Corraleros de Majagual“ nach New York, wo er den neuen Salsa/Boogaloo-Rhythmen begegnete. Daraufhin gründete er 1970 die Gruppe Fruko y sus Tesos, die erste Salsa-Band Kolumbiens. In der Anfangszeit spielten sie die Lieder von Fania nach und waren mit eigenen Arrangements noch wenig erfolgreich; es dauerte einige Jahre, bis „Fruko“ mit seinen Tesos zur führenden Salsa-Band Kolumbiens aufstieg. 1976 gründete Estrada daneben eine zweite Salsa-Band: The Latin Brothers. Mit ihren zwei Posaunen sollte sie an die Erfolge der großen Salsa-Orchester von Willie Colón und Oscar D’León anknüpfen. Als Leadsänger übernahm er den aus Cartagena stammenden Joe Arroyo, der seit 1973 bereits bei „Fruko y sus Tesos“ sang. 1981 machte dieser sich selbstständig, gründete seine eigene Gruppe „La verdad“ und wurde eine der großen Salsa-Legenden Kolumbiens. Zu den berüchtigten Salsa-Bands dieser Zeit gehören auch La octava dimensión (1974) und La misma gente (1978).
1980 gründete Jairo Varela Martínez aus Bogotá seine Formation Grupo Niche. Es sollte Kolumbiens beliebteste und erfolgreichste Salsa-Gruppe werden. Viele bekannte Musiker wirkten bei Grupo Niche mit, bevor sie sich selbstständig machten und eigene Gruppen gründeten. Alberto Barros (Posaunist und Arrangeur) gründete 1982 „Los Titanes“. Ab 1986 sang Tito Gómez bei Grupo Niche, Ex-Sänger von Sonora Ponceña, mit dabei auch der puerto-ricanische Pianist Israel Tannenbaum. 1986 stieg Komponist und Arrangeur Alexis Lozano aus und gründete seine eigene Gruppe Orquesta Guayacán. 1987 teilte sich Grupo Niche auf und die meisten der damaligen Band-Mitglieder formierten sich neu im „Orquesta Internacional Los Niches“ (kurz: „Los Niches“). Um den Verlust auszugleichen holte sich Varela u.a. den bekannten kubanischen Bassisten Israel „Cachao“ López und den Perkussionisten Diego Galé aus Medellín. Letzterer gründete Jahre später die Gruppen Sonora Carruseles (1995), Grupo Galé (1997) und Quinto Mayor (2000). Tito Gómez verließ 1990 Grupo Niche, ihm folgte der Sänger Charlie Cardona nach - sechs Jahre später startete er eine Solokarriere in den USA.
Obwohl im Laufe der Zeit so viele Musiker wechselten, ist Grupo Niche für viele Lateinamerikaner das Vorbild, mit dem der typische Klang von Salsa-Musik identifiziert wird.
Die schwere Wirtschaftskrise Venezuelas führten in den 80er-Jahren zum musikalischen Aufstieg des Nachbarn: Cali verstand sich fortan als die heimliche Hauptstadt der Salsa, an der Karibikküste Kolumbiens entstanden die neuen Hochburgen der Salsa: Barranquilla und Cartagena. „El Carnaval de Barranquilla“ gilt heute als der zweitgrößte Karneval der Welt, verbunden mit dem jährlichen Salsa-Wettbewerb „festival de orquestas“. Allein Joe Arroyo konnte ihn acht Mal gewinnen, Grupo Niche fünf Mal.
Kolumbien hat neben dem Karneval eine reiche Folklore-Tradition (gaita, porro, fandango, chandé, currulao und jalaito). Die bekanntesten Rhythmen sind die Cumbia und der Vallenato. Diese Stile sind in die Salsa-Musik eingeflossen. Zur Folklore gehört aber immer auch der Tanz, was Kolumbien zu einem der originalsten und eigenständigsten Ursprungsland der Salsa werden ließ, nicht nur in Bezug auf die Musik, sondern auch was den Tanzstil angeht. Wie in vielen karibischen Ländern findet Musik in Kolumbien draußen statt. Durch die Folklore und den Karneval wurde die Salsa auf die Straße getragen. Natürlich gibt es auch Tanzlokale und Nachtclubs, aber der Tanz beginnt oft schon am Tage auf öffentlichen Plätzen in sog. Matineen.
Dieser musikalische Hintergrund macht das Land zu einer fast unerschöpflichen Quelle von Salsa-Gruppen und –Musikern, mit so bekannten Namen wie Jorge Herrera (Ex-Bassist von „La misma gente“), Galy Galiano, Kike Harvey, Jerry Galante, der Frauen-Salsaband Orquesta Canela, der Salsera Yolanda Rayo, den Gruppen Wganda Kenya, La Cali Charanga, Grupo Caneo, La Gran Banda Caleña, Son de Cali (mit Willy García + Javier Vásquez, Ex-Sängern von Grupo Niche), La Orquesta D’Cache, Las estrellas del ayer (mit Alvaro del Castillo, Ex-Sänger von Niche), den Wahl-Kolumbianern Alfredo de la Fé und Luis Felipe Gonzalez und den Nachwuchsmusikern Grupo Raices (2000), Jimmy Saa (2003), Grupo Cupido (2005) und Paquito Barón (2005).
Dies hat in Japan zu einem großen Schub lateinamerikanischer Kultur geführt und Japan zu einer bedeutenden Enklave der Salsa-Musik gemacht.
Die älteste japanische Salsa-Gruppe ist Orquesta del Sol (1978), die ihren Zuhörern Anfang der 80er-Jahre eigene Salsa-Arrangements vorstellte, von denen sie anfänglich einige sogar auf Japanisch sangen. In den nächsten 20 Jahren spielten sie monatlich in diversen Musikclubs in Tokio, bauten so langsam eine Salsa-Szene auf und bereiteten den Weg für andere Gruppen vor. Der Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens lag in den 90er-Jahren. 1985 kam die Frauen-Salsagruppe „Chica Boom“ hinzu, die von 1988 bis 1992 jährlich den Karneval in Havanna besuchte und 1992 dann auch ihr erstes Album mit japanischer Salsa vorstellte. Ein weitere Frauen-Salsagruppe aus der jüngeren Vergangenheit sind „Son Reinas“ (1994), die dann aber ab 1997 ihren Erfolg mehr in den Clubs von New York gesucht haben.
Die mit Abstand erfolgreichste japanische Salsa-Band ist Orquesta de la Luz, die 1990 bis 1995 jährlich ein neues Salsa-Album veröffentlichte. Leadsängerin Nora Suzuki machte auch nach der Auflösung der Gruppe weiter; 1999 formierte sie kurzzeitig die neue Salsa-Gruppierung „Estrellas del Japón“. Der Klassiker unter vielen Erfolgen von „Orquesta de la Luz“ ist das Lied I am a piano (1991): Salsa auf Spanisch und Japanisch!
Parallel zu den zunehmenden Auftritten von Salsa-Bands in Deutschland etablierten sich Schallplattenversand Firmen, welche die damals in Deutschland nur schwer erhältliche Musik importierte. In Frankfurt am Main war „Musica Latina“ von Wolfgang Gihr 1984 der erste Latin-Music Versand. Zusätzlich entstanden in verschiedenen Städten die ersten „Salsa Discos“. In München legte DJ Chuck Herrmann bereits seit 1976 im „Popclub“ und im „Cadillac“ Salsa auf. Der große Publikumsandrang erfolgte jedoch ab 1984 (im „Domicil“ und später „Max-Emaunuel-Brauerei“).
Als Katalysator für die weitere Entwicklung und Popularität der Salsa-Musik in Deutschland waren in den 1980er Jahren verschiedene Festivals wie im Tanzbrunnen in Köln oder im Zirkus-Krone-Bau in München. In Berlin spielten 1982 beim Horizonte-Festival Machito, Tito Puente, Mongo Santamaria, Celia Cruz, Willie Colón und Ruben Blades vor 12.000 Leuten.
Ab Mitte der 1980er war die Salsa-Musik in fast allen deutschen Großstädten präsent. Den Rang die „heimliche Hauptstadt des Salsa“ in Deutschland zu sein, wurde lange Zeit zwischen den Salsa-Bands aus Berlin, München und Köln ausgetragen. Weil sich im Rheinland Ende der 1980er Jahre die Latino-Szene konzentrierte, wurde es schließlich Köln. Nach verschiedenen Festivals und Auftritten blieben Musiker mit ihren Bands in Köln oder gründeten neue Salsa-Bands. So z.B. der peruanische Sänger Manuel Ramirez mit seiner Band „Yambequé“, der venezolanische Percussionist Felipe „Mandingo“ Rengifo mit seiner Band „Kimbiza“, der kolumbianische Sänger Jorge Bazan Cuero, der in Köln „Bazan y la verdad“ gründete, der kolumbianische Komponist und Arrangeur Francisco Zumaque (spielte mit Eddi Palmieri), der in Köln-Bonn die Band „Macumbia“ reorganisierte oder der Ex-Timbalero von Carlos Santana Nicky Marrero. Treffpunkt der Musikszene waren und sind bis heute die Übungsräume des Kulturzentrums Stollwerck in Köln-Süd.
Parallel mit der Erschließung der Karibik für den Massentourismus in den 1990er Jahren, wurde die Salsa-Musik in Deutschland flächendeckend populär.
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