1.) ''' Fluss in Süd-Türkei (Provinz Antalya, Konya, Karaman und Mersin)
Der Göksu (Coxon, Saleph) ist ein Fluss in West-Kilikien (Süd-Türkei). Er hat einen nördlichen und einen südlichen Quellfluss.Sowohl der nördliche als auch der südliche Teil entspringen im Geyik-Dağları (=Hirsch-Berge) im Taurus-Gebirge, zwischen Gündoğmuş (Provinz Antalya, ca.50 km nördlich von Alanya) und Hadım (Provinz Konya). Sie vereinigen sich südlich von Mut zum Göksu. Sein antiker Name war Kalykadnos.
Der Fluss ist 260 Kilometer lang und mündet zwischen Taşucu und Silifke ins Mittelmeer. Das Delta des Göksu mit den Lagunen bei Akgöl (Weißer See) und Paradeniz (Geldmeer) ist eines der wichtigsten Brutgebiete im Nahen Osten; über 300 Vogelarten hier wurden beobachtet. Unter anderem brüten hier Flamingos, Reiher, Bienenfresser, Eisvögel, Lachmöwen, Nachtigallen und Baumläuferwaldsänger (Mniotilta varia). Die vom Aussterben bedrohte Seeschildkröte (Caretta caretta) und die Blaukrabbe (Callinectes Sapidus) legen hier ihre Eier ab. Es gibt weltweit nur noch wenige Nistplätze dieser Tierarten.
Der Kaiser Friedrich Barbarossa ertrank 1190 auf dem Dritten Kreuzzug im Göksu, der damals Saleph hieß.
2.) Zufluss vom Seyhan in Mittelanatolien, West-Kilikien (Provinz Kayseri und Adana)
Der andere Göksu ist neben Zamantı der zweite Arm vom Seyhan. Der Göksu entspringt im Tahtalı Gebirge, in der Nähe der Quelle des Hauptarms (Zamantı) von Seyhan im Provinz Kayseri, Kreis Pinarbaşı und trifft ca. 80 km vor der Stadt Adana nahe Provinzkreis Aladağ mit dem Hauptarm Zamantı zusammen und bildet so den Fluss Seyhan, der später bei Tarsus in das Mittelmeer mündet.