Saint-Louis (Ndar) ist eine Stadt an der nordwestlichen Küste Senegals an der Mündung des Flusses Senegal. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen senegalischen Region und hat ungefähr 140.000 Einwohner.
Saint-Louis war bis 1902, als sie von Dakar abgelöst wurde, Hauptstadt von Französisch-Westafrika. Die Stadt grenzt an Mauretanien und gilt als kulturelles Zentrum des Senegals, die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Fischerei und Landwirtschaft.
Die Place de Faidherbe, um den sich die "Rognard-Kaserne" und die arkandengesäumte "Gouvernance" gruppieren, teilt die Stadt in einen Nord- und einen Südteil. Im Süden siedelten sich die Europäer zuerst an, dort befindet sich auch die 1828 als erste Kirche Westafrikas eingeweihte Kathedrale. Über eine weitere Brücke gelangt man zu einem dicht besiedelten Stadtteil, der auf der 25 km langen und nur 100 Meter breiten Landzunge Langue de Barbarie liegt. Im alten Stadtkern auf der Insel kann man keine Armut erkennen.
Der tägliche Überlebenskampf spielt sich im Stadtviertel Guet N'Dar ab, geprägt von Wellblechhütten. Dort ist ein maurischer Friedhof sowie der Fischmarkt zu finden. Unweit dieses Marktes startet 1930 Jean Mermoz, ein französischer Postflieger, den ersten Flug von Afrika nach Südamerika.
Nördlich der Langue de Barbarie befinden sich Vogelschutzgebiete wie der 16.000 Hektar große Parc National du Djoudj mit Tausenden von Brutplätzen von Kormoranen und Flamingos - 360 Arten von Zugvögeln können von Oktober bis Mai beobachtet werden.
Ort in Senegal | Weltkulturerbe (Afrika)
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