| Sagopalme | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Commelinaähnliche (Commelinidae) |
| : | Einkeimblättrige (Liliopsida) |
| : | Palmenartige (Arecales) |
| : | Palmengewächse (Arecaceae) |
| : | Sagopalme |
Sagopalmen werden bis 12 m hoch und haben einen Stamm mit 150-100 cm Durchmesser. Die teilweise stachelige Rinde ist etwa 6 cm dick. Die nach innen folgende Gefäßbündelschicht umschließt ein bis 80 cm dickes stärkehaltiges Mark, aus dem das Sago gewonnen wird.
Die Sagopalmen sind hapaxanth, d. h. sie blühen nur einmal am Ende ihres Lebens mit einem endständigen armleuchterartigen Blütenstand. Die Rispe trägt zahlreiche Blüten. Werden sie nicht genutzt und damit gefällt bildet die Palme pflaumengroße Früchte.
An der Sproßspitze tragen sie eine Rosette mit 4-6 m langen Fiederblättern mit schenkelstarken Stielen. An der Stammbasis sind ausläuferartige, Schößlinge ausgebildet, die Wurzeln austreiben. Diese Schößlinge dienen der vegetativen Vermehrung.
Neben M. sagu gibt es weitere Sagopalmen, aus denen Stärke gewonnen wird, die jedoch geringere Qualität aufweist:
Zwei Arten von Palmfarnen, die nicht mit den echten Sagopalmen verwandt sind, werden ebenfalls genutzt:
Danach spaltet man die Rinde längs auf und hebt sie vom weißen Zentralmark ab. Die Rinde dient anschließend als Unterlage für die Gewinnung des Markes.
In tagelanger Arbeit zerkleinern die Eingeborenen das Mark mit Meißelhämmern zu einem Pulver. Dieses wird dann mit Wasser ausgeknetet. Die Stärke, die in milchiger Flüssigkeit suspendiert, fließt in den kahnartigen Rindenwannen ab und setzt sich als Rohsago der anschließend in Palmenblättern zu Bündeln verpackt und über Feuer getrocknet wird. Das auf diese Art gelagerte Rohsago kann über viele Wochen aufbewahrt werden.
In dieser Form decken die Eingeborenen ihren Eigenbedarf an Stärke, auch wenn deren Anteil am Rohsago nur 50 % beträgt. Der Rest besteht aus Zellwandbestandteilen und wirkt als Ballaststoff bei der Ernährung. Rohsago wird von den Eingeborenen auch als Ware getauscht. Aus einem Palmenstamm können ca. 200 kg Rohsago gewonnen werden.
Für den Export wird der Rohsago mehrfach gewaschen, an der Sonne getrocknet, zerkleinert und zu runden Sagokörnern verarbeitet. In manchen Betrieben streicht man dazu den feuchten Stärketeig durch Siebe bestimmter Porenweite. Die durchtretenden Partikel fallen auf heiße Platten, die sich ständig schaukelnd bewegen und so die Partikel zu rundlichen Körnern rollen und gleichzeitig trocknen.
Im Handel wird zwischen mehreren Sagosorten unterschieden:
Sagopalmen dienen auch als Baumaterial. Aus den Blattstielen werden auf manchen Inseln Wände gebaut, mit den Blattwedeln werden Dächer gedeckt, die bis zu 5 Jahre dicht bleiben sollen. Die Samen werden als Knöpfe verwendet.
Siehe auch: Sago
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