Der
Sachsendreier ist eine der bekanntesten
Briefmarken Deutschlands.
Die korrekte Bezeichnung lautet
Sachsen, Drei Pfennig rot. Die Briefmarke wurde bereits am
29. Juni 1850 ausgegeben, war aber erst ab dem
1. Juli des Jahres gültig. Damit war dieses Postwertzeichen das erste des
Königreich Sachsen. Sie war zur Frankatur von Druckerzeugnissen, speziell Zeitungen, im Streifband vorgesehen. Dabei wurde gewöhnlicherweise die Briefmarke jeweils zur Hälfte auf das Streifband und die Drucksache geklebt, so dass ein Herausrutschen der Zeitungen unmöglich war. Beim Abtrennen der Streifbänder, welche die Adresse angaben, wurden oftmals die Briefmarken beschädigt. So sind heute nur sehr wenige Ausgaben dieser Marke unbeschädigt zu erhalten.
Die Briefmarke verdankt ihre Bekanntheit vielen abenteuerlichen Entdeckungsgeschichten und wurde vielfach gefälscht. Einzelmarken werden im aktuellen
Michel-Katalog mit 4000,00 bis 18.000,00 € bewertet.
Die Briefmarke wurde im
Buchdruckverfahren durch die Druckerei
J. B. Hirschfeld aus
Leipzig in einer Gesamtauflage von 500.000 Stück hergestellt. Dieser Bestand wurde in acht Auflagen auf insgesamt 25.000 Bogen zu fünf mal vier Briefmarken herausgegeben. Davon wurden 463.118 Stück offiziell verkauft, der Restbestand wurde verbrannt.
Briefmarken