| Daten im Jahr 1910 | ||
|---|---|---|
| Landeshauptstadt: | Meiningen | |
| Fläche: | 2468 km² | |
| Einwohner: | 278.762 | |
| Bevölkerungsdichte: | 113 Einwohner/km² | |
| Stimmen im Bundesrat : | 1 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SM | |
| Karte | ||
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Sachsen-Meiningen war ein sog. ernestinisches Herzogtum im heutigen Thüringen, das 1681 durch Teilung des Herzogtums Sachsen-Gotha unter den Söhnen Herzog Ernsts I. "des Frommen" von Sachsen-Gotha (1601–1675) entstand.
Seit 1815 war Sachsen-Meiningen Mitglied des Deutschen Bundes. 1833 wurde es im Zoll- und Handelsverein der Thüringischen Staaten Mitglied des Deutschen Zollvereins. Das Herzogtum Sachsen-Meiningen erhielt 1829 eine eigene Verfassung.
Im Deutschen Krieg 1866 stand Sachsen-Meiningen auf der Seite Bayerns, so dass eine preußische Kriegserklärung am 11. Juli erfolgte. Nach der Niederlage Bayerns und dem späten Austritt am 26. Juli aus dem Deutschen Bund ersuchte Herzog Bernhard II. um die Aufnahme in den Norddeutschen Bund. Dieses wurde ihm nur unter der Bedingung der Abdankung zu Gunsten seines damals preußenfreundlichen Sohnes Georg II. zugesagt. Nach langwierigen Verhandlungen über einen Auseinandersetzungsvertrags mit seinem Sohn sowie dem Einrücken eines preußischen Infanterieregimentes in Meiningen dankte der Herzog schließlich am 20. September zu Gunsten des Erbprinzen Georg ab. So konnte am 8. Oktober ein Friedensvertrag geschlossen werden, der nur gegen Abtretung des Dorfes Altlöbnitz bei Camburg, ohne weitere Kriegsentschädigungen, die Aufnahme in den Norddeutschen Bund ermöglichte.
1871 wurde das Herzogtum Mitglied des Deutschen Reiches, das den Norddeutschen Bund ersetzte. Im Bundesrat in Berlin ließ es sich durch das Königreich Bayern vertreten und nicht wie die meisten anderen thüringischen Staaten durch das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Herzogliche Residenz und Landeshauptstadt war die heutige Kreisstadt Meiningen (Schmalkalden-Meiningen). Die Sommerresidenz der Meininger Herzöge befand sich in Bad Liebenstein, heute Wartburgkreis.
Nach der Abdankung des Herzogs 1918 wurde das Herzogtum Sachsen-Meiningen ein Freistaat. Dieser verhielt sich aufgrund der traditionell starken Bindungen zu Franken bezüglich des Zusammenschlusses mit den anderen Thüringische Staaten zunächst abwartend, erklärte sich aber, im Gegensatz zum Freistaat Coburg, Ende 1919 für Thüringen. Allerdings bestand man in einer Denkschrift auf einer Reihe von Vorbehalten und Sonderwünschen, welche vom Staatsrat Thüringens akzeptiert wurden. Insbesondere wollte man nicht, dass die Schulden der anderen Staaten Gemeinschaftsschulden des neuen Landes wurden und forderte das Zusammenbleiben aller meiningschen Landesteile. Außerdem sollte die Handels- und Gewerbekammer Sonnebergs bestehen bleiben und ausgebaut werden. Mitte 1920 ging der Freistaat schließlich, trotz der in weiten Kreisen Sachsen-Meiningens vorhandenen Bestrebung "Los von Thüringen", im neuen Land Thüringen auf.
Größte Städte über 5.000 Einwohner; 1910
- bgcolor="#FFDEAD" | Stadt | Einwohner 1. Dez. 1910 |
|---|---|
| Meiningen | 17.131 |
| Sonneberg | 15.878 |
| Saalfeld | 14.347 |
| Pößneck | 12.430 |
| Hildburghausen | 7.708 |
| Steinach | 7.557 |
| Lauscha | 5.821 |
| Bad Salzungen | 5.134 |
Familie Sachsen-Meiningen, 1901.jpg]]
Siehe auch: Genealogisches Handbuch des Adels, Sachsen-Ernestinischer Hausorden
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