Sachsen-Coburg-Saalfeld war ein ernestinisches Herzogtum mit dem oberfränkischen Ort Coburg als Residenzstadt.
Das neue Fürstentum, das keine volle Landeshoheit besaß, sondern bei den Regierungsgeschäften von den Oberbehörden in Gotha abhängig war, bestand aus den Ämtern Saalfeld, Gräfenthal und Probstzella. Saalfeld war von 1680 bis 1735 Residenzstadt.
Als Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg 1699 ohne überlebende Nachkommen starb, ergaben sich Erbstreitigkeiten, insbesondere mit Bernhard I. von Sachsen-Meiningen, die erst 1735 beigelegt wurden. Der größte Teil von Sachsen-Coburg kam endgültig zur jüngsten ernestinischen Linie Sachsen-Saalfeld, das Fürstentum Sachsen-Coburg-Saalfeld war entstanden. Allerdings mussten die Ämter Sonneberg und Neuhaus nach Sachsen-Meiningen und Sonnefeld nach Sachsen-Hildburghausen abgegeben werden. 1/3 des Amtes Römhild und 5/12 des Amtes Themar verblieben bei Sachsen-Coburg.
Herzog Franz Friedrich, der nur sechs Jahre von 1800 bis 1806 regierte, sorgte für eine Erneuerung des maroden Herzogtums und 1805 vertraglich zwischen Coburg und Saalfeld für ein einheitliche Staatswesen mit einer Landesverwaltung des Fürstentums, dem 1806 mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches die volle Souveränität zufiel.
Insbesondere die Kinder des Herzog Franz Friedrichs sorgten für den dynastischen Erfolg des Coburger Hauses. Durch den Ruhm von Prinz Friedrich Josias kam es 1796 zur Hochzeit zwischen der Tochter Prinzessin Julie (später Großfürstin Anna Feodorowna) mit dem russischen Großfürsten Constantin. Tochter Prinzessin Marie Luise Viktoria heiratete 1818 Edward, den Herzog von Kent, und wurde Mutter der englischen Königin Victoria. Der jüngste überlebende Sohn, Prinz Leopold, wurde 1831 als Leopold I. König der Belgier. Der fünf Jahre ältere Bruder Prinz Ferdinand heiratete 1816 Marie Antonie Prinzessin von Koháry, aus einer der reichsten Aristokratenfamilie Ungarns stammend, und gründete die katholische Line Sachsen-Coburg-Koháry. Der gleichnamige Sohn Prinz Ferdinand wurde 1837 als Dom Fernando II. König von Portugal und der andere Sohn Prinz August war Vater von Ferdinand I. 1887 Fürst und 1908 Zar von Bulgarien. Außerdem war Thronfolger Herzog Ernst I. Vater von Prinz Albert, "the Prince Consort", der 1840 Ehemann der britischen Königin Victoria, seiner Cousine, wurde.
Trotz Beitritts zum Rheinbund im Jahre 1806 stand das Fürstentum vom November 1806 bis zum Tilsiter Frieden im Juli 1807 unter französischer Verwaltung. Herzog Ernst I., der ab Dezember 1806 regierte, konnte erst danach aus Königsberg in Ostpreußen in sein Land zurückkehren, welches 1807 auch Herzogtum wurde. Ein Grenzvertrag mit Bayern führte 1811 zu einem kleinen Gebietszuwachs u.a. mit den Orten Triebsdorf, Niederfüllbach und Großheirath. 1813 auf Seite der Alliierten kämpfend brachte der Wiener Kongress 1815 mit einem Gebiet im heutigen Rheinland-Pfalz, später auch Fürstentum Lichtenberg genannt, territorialen Zuwachs für das Herzogtum sowie die Mitgliedschaft im Deutschen Bund. Der Gründungsakte folgend erhielt das Herzogtum außerdem 1821 seine erste Verfassung.
Das Aussterben der ältesten Linie Sachsen-Gotha-Altenburg 1825 führte wieder zu Erbstreitigkeiten in der Familie der Ernestiner . Am 12. November 1826 führte der Schiedsspruch des Familienoberhaupts, König Friedrich August I. von Sachsen zur umfassenden Neugliederung der Ernestinischen Herzogtümer. Sachsen-Coburg-Saalfeld trat Sachsen-Saalfeld und das Amt Themar an Sachsen-Meiningen ab. Dafür bekam man das Herzogtum Sachsen-Gotha (ohne Altenburg, das an Sachsen-Hildburghausen kam) sowie die Ämter Königsberg und Sonnefeld.
Das neue Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha (als Personalunion der beiden Herzogtümer Sachsen-Coburg und Sachsen-Gotha) war geboren.
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