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Sabine Christiansen, geb. Frahm, (* 20. September 1957 in Preetz) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und ehemalige Nachrichtensprecherin.

Leben


Sabine Christiansen wuchs in Schellhorn bei Preetz in Schleswig-Holstein auf. Nach Sprachenausbildung und Auslandsaufenthalt (1975-1976) war sie von 1976-1983 bei der Lufthansa als Flugbegleiterin tätig. Ihre journalistische Ausbildung bekam sie 1983-1985 beim NDR in Hamburg.

Christiansen war über einen kurzen Zeitraum außerdem Mitglied der Jungen Union, der Jugendorganisation der CDU. Daher wird ihr bis heute eine gewisse Nähe zu den Christdemokraten nachgesagt.

1985 war sie freie Mitarbeiterin für Hörfunk und Fernsehen (Nachrichten, Fernsehdokumentationen, Fernseh-Diskussionssendungen). Von 1985 bis 1987 war sie Redakteurin und Moderatorin im Landesfunkhaus Hamburg, in den Redaktionen Landespolitik/Wirtschaft, Nachrichten und Fernsehdokumentation. Von 1987 bis 1997 war sie Redakteurin bei ARD-aktuell und Moderatorin der Tagesthemen.

Sabine Christiansen ist kinderlos. Anlässlich ihrer Scheidung im Januar 2003 geriet sie in die Schlagzeilen der Klatschpresse: Nach siebenjähriger Ehe hatte sie ihr zweiter Mann, der Fernsehproduzent Theo Baltz, wegen der Moderatorin Ulla Kock am Brink verlassen. Christiansen ist inzwischen mit dem französischen Modeunternehmer Norbert Medus ("Redwood") liiert.

Arbeit


Seit dem 4. Januar 1998 moderiert sie in der ARD die politische Talkshow Sabine Christiansen, die sich zur bekanntesten Talk-Sendung im deutschen Fernsehen entwickelte. Seit 2002 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin der TV 21 GmbH und Produzentin dieser Talkshow (zweiter Geschäftsführer Dr. Michael Heiks).

Bereits zweimal moderierte Christiansen ein Kanzlerduell: 2002 zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber, 2005 zwischen Schröder und der späteren Kanzlerin Angela Merkel.

Seit Februar 2006 moderiert sie die englischsprachige Talkshow Global Players with Sabine Christiansen im Börsensender CNBC Europe. Die Sendung wird an verschiedenen Orten mit Gästen aus der internationalen Politik und Wirtschaft produziert und ist zunächst auf zwölf Sendungen ausgelegt.

Im Mai 2006 führte sie das erste Interview mit dem US-Präsidenten George W. Bush im deutschen Fernsehen. Es war zugleich auch das längste Interview des US-Präsidenten mit einem einzelnen Journalisten. Das Gespräch handelte von der innen- wie außenpolitischen Bilanz Bushs.

Am 23. Juni 2006 gab Sabine Christiansen bekannt, dass Sie im Sommer 2007 die Moderation ihrer gleichnamigen Talkshow in der ARD beenden werde. Sie wolle ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagern und sich mehr auf das weltweite CNBC-Format Global Players konzentrieren.

Kritik


Sabine Christiansen ist zum Teil heftiger Kritik ausgesetzt. Zahlreiche Kommentatoren bemängeln vor allem ihre Diskussions- und Gesprächsführung: Anstatt nachzuhaken, Meinungsäußerungen kritisch zu kommentieren und ihre Gäste zu gegebener Zeit zu unterbrechen, lasse sie das Gespräch angeblich allzu oft laufen und fungiere lediglich als Stichwortgeberin. Dadurch gebe sie vor allem Politikern die Möglichkeit, eingeübte Marketing-Phrasen zu verwenden und sich hinter rhetorischen Allgemeinplätzen und ausufernden, gegenseitigen Schuldzuweisungen zu verschanzen.

So kritisierte Spiegel-Autor Matthias Matussek Christiansens seiner Auffassung nach unkritische Moderation eines Interviews mit Oskar Lafontaine im Jahre 2000 und zog Parallelen zwischen ihrer Talkshow und der "Sendung mit der Maus". TV-Satiriker Harald Schmidt erlaubte sich in seiner Late-Night-Show eine Abfolge von Parodien, in der er die Moderatorin als wenig vorteilhafte Kettenraucherin persiflieren ließ und damit auf eine ihr nachgesagte Suchterkrankung anspielte.

1999 wurde Sabine Christiansen für ihre angeblich zu geringe Beachtung frauenbezogener Aspekte in der politischen Debatte mit dem feministischen Medienpreis Saure Gurke ausgezeichnet.

Im November 2004 versuchte sie, eine einstweilige Verfügung gegen die Aufführung des Theaterstücks Die Weber von Gerhart Hauptmann am Dresdener Staatsschauspiel zu erwirken, da die dort gezeigte Bearbeitung ihrer Meinung nach einen Aufruf zum Mord an ihr enthielt. Das Landgericht Dresden wies die Klage am 9. Dezember 2004 ab.

Als Christiansen bekannt gab, ihre Sendung beenden zu wollen, kommentierte Spiegel-Online diese „Medien-Sensation“ mit den Worten: „Wenn ein unerbetener Rat erlaubt wäre: Sabine Christiansen sollte gleich aufhören, hier und jetzt. Es wäre ein Segen für alle Beteiligten.“

Literatur


  • Christiansen, Sabine: Sympathie contra Kompetenz: Das Duell, das polarisierte, in: Balzer, Axel; Geilich, Marvin; Rafat, Shamim (Hrsg.): Politik als Marke - Politikvermittlung zwischen Kommunikation und Inszenierung, Lit-Verlag, Münster 2005, S. 261-266.
  • van Rossum, Walter: Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen' - Wie das Palaver uns regiert (2004) ISBN 3462033948
  • Bergmann, Knut: Transparenz statt „Vier-Augen-Gesellschaft“, in: Impulse, Ausgabe November 2004

Weblinks


Frau | Deutscher | Journalist | Fernsehmoderator | Geboren 1957 | CDU-Mitglied

 

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