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Flag of Sabah.png Sabah (arab. as-sabah „der Morgen“) ist der kleinere der beiden Teilstaaten von Malaysia auf der Pazifik-Insel Borneo (der andere ist Sarawak). Sabah wurde früher, aufgrund seiner Lage unterhalb des Taifungürtels auch "Land unter dem Wind" genannt.

Geographie


Sabah liegt im nordöstlichen Teil der Insel Borneo, nördlich des Äquators, welcher durch Borneo verläuft.

  • Gesamtfläche: 73.619 km²
  • Einwohner: 2,8 Mio. (2004)
  • Hauptstadt: Kota Kinabalu (400 Tsd.Ew.)
  • Höchster Berg: Kinabalu (4.095,2 Meter) (zugleich höchster Berg Südostasiens)
  • Größter Fluss: Kinabatangan (360 km)

Geschichte


Vor 5.000 Jahren wurde das Gebiet von Austronesiern besiedelt. Im 9. Jahrhundert entwickelte sich eine Handelstätigkeit mit dem Kaiserreich China. In Sabah leben heute 32 verschiedene Ethnien, vor allem Malaien und Chinesen.

Ab dem 15. Jahrhundert islamisiert (daher wohl auch der arabische Name, denn im Osten, da wo es auf der Insel liegt, geht am Morgen (sabah) die Sonne auf), wurde es 1521 zusammen mit den Philippinen von Spanien durch Ferdinand Magellans Entdeckungsreise für Europa entdeckt und beansprucht und bildete so nach dem Vertrag von Saragossa 1529 die westliche Grenze von Spaniens Interessens-Hemisphäre auf der Erdkugel (von Amerika bis zum Pazifik gesehen), die es sich mit Portugal ausgehandelt hat. Dann gehörte es bald ab dem 17. Jahrhundert zum Sultanat Brunei, dem heute noch existierenden (und seit 1984 auch wieder souveränen) Nachbarstaat von Sabah auf Borneo.

1881 wurde das Gebiet von der British North Borneo Company übernommen und so das britische Protektorat Britisch-Nordborneo, bis es 1946 unter gleichem Namen in eine britische Kronkolonie umgewandelt und 1963 als Sabah zusammen mit Sarawak und Singapur in die seit 1957 unabhängige Föderation Malaya eingegliedert wurde, die damit zu Malaysia wurde (Singapur trat aber schon 1965 wieder aus). Die Eingliederung Sabahs in Malaysia führte zu Spannungen mit den Philippinen, die Sabah für sich beanspruchten. Dabei wurden sie von Indonesien unterstützt, welches aber schließlich den Status Quo anerkannte.

Wirtschaft


Der Regenwald wurde trotz dem grossen Einsatz von Bruno Manser und anderen Umweltschützern zu einem grossen Teil abgeholzt und durch Oelpalm Plantagen zur Gewinnung von Palmöl ersetzt. Sabah hat(-te) touristische Attraktivität; im Südosten bei Sandakan finden sich Auswilderungsstationen für Orang Utans, die „Menschen des Waldes“. Der höchste Berg Mt. Kinabalu ist ein beliebtes Ziel von ausländischen Bergsteigern. Sabah ist vor einiger Zeit auch in Europa unrühmlich bekannt geworden, als auf der Ferien-Insel Sipadan vor der Küste Sabahs ein Überfall der Terroristengruppe Abu Sayyaf aus Jolo, Philippinen stattfand und unter anderem die Göttinger Familie Wallert zur Lösegelderpressung nach Jolo entführt wurde.

Verwaltungseinheit Malaysias | Borneo

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