| Wappen
| Karte
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| Wappen saarbruecken.PNG
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Saarland
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| Landkreis: | Stadtverband Saarbrücken
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| Fläche: | 167,07 km²
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| Einwohner: | 179.000 (31. März 2005)
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| Bevölkerungsdichte: | 1.075 Einwohner je km²
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| Höhe: | 190 m ü. NN
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| Postleitzahlen: | 66001-66133 (alt: 6600)
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| Vorwahlen: | 0681, 06893, 06897, 06898, 06805
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| Geografische Lage: |
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| Kfz-Kennzeichen: | SB
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| Gemeindeschlüssel: | 10 0 41 100
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| Stadtgliederung: | 4 Stadtbezirke mit 20 Stadtteilen
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Adresse der Stadtverwaltung: | Rathaus St. Johann 66111 Saarbrücken
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| Offizielle Webseite: | www.saarbruecken.de
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| E-Mail-Adresse: | kundenberatung@saarbruecken.de
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| Politik
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| Oberbürgermeisterin: | Charlotte Britz (SPD)
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Stadtrat: (Wahl am 13. Juni 2004) | CDU 37,9% (-4,6) - 28 Sitze (-1) SPD 33,5% (-6,3) - 24 Sitze (-4) GRÜNE 9,4% (+0,8) 7 Sitze (+1) FDP 5,8% (+1,1) - 4 Sitze (+4) Andere 13,4% (+9,0) - 0 Sitze (=)
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Saarbrücken ist die Landeshauptstadt, größte Stadt und einzige
Großstadt (seit
1909) des
Saarlandes. Die Universitätsstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes.
Sie bildet das einzige
Oberzentrum des Landes und ist Sitz des
Stadtverbands Saarbrücken, eines
Kommunalverbandes besonderer Art, vergleichbar einem Landkreis.
Nächst gelegene größere Städte sind Karlsruhe (etwa 140 km östlich) und Mannheim (rund 130 km nordöstlich), außerdem Frankfurt am Main (185 km nordöstlich), Stuttgart (210 km östlich), Metz (F) (80 km westlich), Nancy (F) (120 km südwestlich), Reims (F) (250 km westlich), Troyes (F) (300 km südwestlich), und Paris (F) (400 km westlich).
Geografie
Saarbrücken liegt in einer durch die
Saar geschaffenen breiten Tal-Aue und weiten Terrassenflächen des Flusses. Der nördliche Talrand wird von einer langen Kette von Höhenvorsprüngen besäumt. Am südlichen Stadtrand ziehen sich die Höhen des
Stiftswaldes und des Roten Berges hin. Westlich liegt der
Warndt.
Nachbargemeinden
Folgende
Städte und
Gemeinden grenzen an die Stadt Saarbrücken, sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Quierschied und Sulzbach/Saar (Stadtverband Saarbrücken), St. Ingbert und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), Kleinblittersdorf (Stadtverband Saarbrücken), Alsting, Spicheren, Schoeneck, Petite-Rosselle und Forbach (Lothringen) (alle in Frankreich) sowie Völklingen, Großrosseln, Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler (alle im Stadtverband Saarbrücken)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der "Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke" in die
4 Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert, wobei der Stadtbezirk Dudweiler eine eigene Bezirksverwaltung hat. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksbeirat und einen Bezirksbürgermeister. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Bezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Saarbrücken. Die Stadtbezirke sind in
Stadtteile und diese wiederum in
Distrikte untergliedert. Diese Einteilung der Distrikte dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.
Die Stadtbezirke mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile (Siehe auch Liste der Stadtteile von Saarbrücken):
- 1 Mitte: 11 Alt-Saarbrücken - 12 Malstatt - 13 St. Johann - 14 Eschberg - 16 St. Arnual
- 2 West: 21 Gersweiler - 22 Klarenthal - 23 Altenkessel - 24 Burbach
- 3 Dudweiler: 31 Dudweiler: 32 Jägersfreude - 33 Herrensohr - 34 Scheidt
- 4 Halberg: 42 Schafbrücke - 43 Bischmisheim - 44 Ensheim - 45 Brebach-Fechingen - 46 Eschringen - 47 Güdingen - 48 Bübingen
Geschichte
Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaisers
Otto III. im Jahre
999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem
Bistum Metz geschenkt wird. An dieser Stelle war aber bereits vorher Siedlung der
Mediomatriker. Ab
1120 entsteht die
Grafschaft Saarbrücken, in welcher sich in der Umgebung der Burg durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden die Siedlung Saarbrücken entwickelt. Graf
Johann I. verleiht Saarbrücken und dem St. Johann jeweils das
Stadtrecht.
1353 fällt Saarbrücken an das
Haus Nassau (Walramische Linie). Durch Erbteilung entsteht
1355 die Linie
Nassau-Weilburg-Saarbrücken und aufgrund deren Teilung
1442 die Linie
Nassau-Saarbrücken (ältere Linie).
Ludwigskirche_bei_Nacht_Haupteingang-2.jpg | 1574 fällt die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Weilburg zurück. Dort hatte Graf Philipp III. bereits 1526 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt, die nun auch für Saarbrücken galt. Nach dem Tode Ludwigs II. entsteht durch Erbteilung 1629 die Grafschaft Nassau-Saarbrücken (jüngere Linie) neu, die aber bereits 1723 an Nassau-Ottweiler und damit 1728 an Nassau-Usingen fällt. Der 30-jährige Krieg verheert Saarbrücken fürchterlich, 1637 leben nur noch 70 Menschen in der zerstörten Stadt. Ludwig XIV. lässt im Reunionskrieg Saarbrücken niederbrennen, bis auf acht Häuser wird die gesamte Stadt zerstört. Durch Erbteilung entsteht 1735 eine Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken, so dass die Stadt wieder Grafensitz wird. Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm Heinrich im Jahr 1741 erlebt die Stadt einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlengruben werden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstehen. Ferner entsteht das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich-Joachim Stengel und zahlreiche andere Bauten. 1775 wird die Ludwigskirche, eines der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken vollendet.
1793 wird die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, das Barockschloss geplündert und niedergebrannt. Durch den Frieden von Campo Formio 1797 sowie den Friedensvertrag von Lunéville 1801 kommt die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich. Mit dem Tode von Fürst Ludwig und Erbprinz Heinrich im Exil stirbt die Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken 1797 aus und fällt an Nassau-Usingen.
Im Jahre 1815 kommt das Gebiet an das Königreich Preußen. Dieser bildet im Raum Saarbrücken die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wird Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufgeht. Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und Mitte des 19. Jahrhundert aufgrund der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom moselfränkischen zum rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt. 1856 wird das Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen.
Zwischen 1897 und 1900 wird das Rathaus St. Johann nach Plänen von Georg von Hauberrisser erbaut, welches später das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wird.
Durch Vertrag vom 5. Dezember 1908 werden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Stadt mit dem Namen "Saarbrücken" vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird künftig mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hat bei ihrer Gründung etwa 105.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig scheidet die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wird eine kreisfreie Stadt. Der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, führte zu einem im ganzen Deutschen Reich belächelten Skandal. Die Bürgermeister der beiden Städte entschieden die Namensgebung in einem Duell unter Ehrenmännern. Beide überlebten, aber Duelle wurden danach in Deutschland endgültig verboten.
Infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles im Jahr 1919 wird das Saarland und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Durch eine Volksabstimmung im Jahre 1935 entscheidet sich die Bevölkerung wieder für den Anschluss des Saarlandes an Deutschland.
Saarbrücken_Markttag.jpg
Im Zweiten Weltkrieg wird Saarbrücken durch Bombenangriffe (2. bis 4. Oktober 1944) stark zerstört. Im Mai 1945 wird die Stadt wie das gesamte Saarland unter französische Militärregierung gestellt. Zwei Jahre später wird das Saarland ein autonomer Staat mit der Hauptstadt Saarbrücken. Die Bevölkerung lehnt 1955 das Saarstatut ab. Stattdessen wird das Land 1957 zehntes Bundesland (ohne West-Berlin) der Bundesrepublik Deutschland.
Mit der Kreis- und Gebietsreform 1974 wird Saarbrücken um 11 umliegende Städte und Gemeinden vergrößert. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich nahezu. Gleichzeitig wird die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entsteht erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist.
Zum 1. April 2004 tritt der auch in der zweiten Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert wurde. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.
Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Saarbrücken eingegliedert wurden.
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| Jahr | Orte | Zuwachs in ha
| -
| 1896 | St. Arnual | ?
| -
| 1. April 1909
| Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach
| ?
| -
| 1. Januar 1960
| Gemarkung Eschberg der Gemeinde Scheidt
| ?
| -
| 1. Januar 1974
| Dudweiler (Stadt) sowie Altenkessel, Bischmisheim, Brebach-Fechingen (gebildet am 1. Januar 1959), Bübingen, Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen, Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt
| ?
|
Einwohnerentwicklung
Saarbruecken_Bevoelkerungsentwicklung_01_KMJ.png
1905 hatte Saarbrücken mehr als 25.000 Einwohner. Nach der Vereinigung mit den Städten Malstatt-Burbach (38.554 Einwohner 1905) und Sankt Johann (24.140 Einwohner 1905) überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 1909 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur
Großstadt wurde. Bis 1974 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Gemeinden auf 205.000 - historischer Höchststand. Ende März 2005 lebten in Saarbrücken nach offizieller Fortschreibung 179.654 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1628 | 2.732
| -
| 1637 | 70
| -
| 1769 | 2.847
| -
| 1802 | 3.110
| -
| 1818 | 2.700
| -
| 3. Dezember 1840 ¹ | 4.702
| -
| 1. Dezember 1871 ¹ | 7.680
| -
| 1. Dezember 1875 ¹ | 9.000
| -
| 1. Dezember 1880 ¹ | 9.500
| -
| 1. Dezember 1885 ¹ | 10.453
| -
| 1. Dezember 1890 ¹ | 13.812
| -
| 2. Dezember 1895 ¹ | 17.082
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1. Dezember 1900 ¹ | 23.237
| -
| 1. Dezember 1905 ¹ | 26.944
| -
| 1. Dezember 1910 ¹ | 105.089
| -
| 1. Dezember 1916 ¹ | 95.154
| -
| 5. Dezember 1917 ¹ | 96.364
| -
| 8. Oktober 1919 ¹ | 110.623
| -
| 19. Juli 1927 ¹ | 125.020
| -
| 25. Juni 1935 ¹ | 129.085
| -
| 17. Mai 1939 ¹ | 133.345
| -
| 29. Oktober 1946 ¹ | 89.709
| -
| 14. November 1951 ¹ | 111.450
| -
| 31. Dezember 1955 | 121.560
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 6. Juni 1961 ¹ | 130.705
| -
| 31. Dezember 1965 | 134.342
| -
| 27. Mai 1970 ¹ | 127.989
| -
| 31. Dezember 1975 | 205.366
| -
| 31. Dezember 1980 | 193.554
| -
| 31. Dezember 1985 | 186.229
| -
| 25. Mai 1987 ¹ | 188.702
| -
| 31. Dezember 1990 | 191.694
| -
| 31. Dezember 1995 | 187.032
| -
| 31. Dezember 2000 | 183.257
| -
| 31. März 2005 | 179.654
|
¹ Volkszählungsergebnis
Religion
Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte anfangs zum
Bistum Metz in
Lothringen bzw. zum
Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits. Im Jahre
1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die
Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem
17. Jahrhundert gab es neben lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei. Nach dem Übergang an Preußen im Jahre
1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren
Rheinprovinz. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither - sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind - zur
Evangelischen Kirche im Rheinland (Ausnahme: Stadtteil
Ensheim, der zur
Evangelischen Kirche der Pfalz gehört). Innerhalb dieser gehören sie zu den Kirchenkreisen
Saarbrücken,
Ottweiler oder
Völklingen.
Der erste katholische Gottesdienst im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens wurde erst wieder 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Die erste katholische Pfarrei wurde aber erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. In Saarbrücken selbst entstand dann erst im Jahre 1885 eine weitere katholische Kirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zum Dekanat Saarbrücken des Bistums Trier und stellten 2004 einen Anteil von 38,2% der Gesamtbevölkerung dar. 2006 wird der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken stattfinden.
Politik
Wappen
Innerhalb eines von Schwarz und Silber gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernen Schildhaupt - darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, links schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange - in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.
Die Stadt Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappen im Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappen als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als "Kaiserwappen" bezeichnet. Der Wappenschild allein wurde als "Siegelwappen" bezeichnet. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Stadt Saarbrücken entschied sich für die Beibehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form. Die Wappensymbole wurden aus den Wappen der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappen von St. Johann, Schlägel, Eisen und Zange entstammen dem Wappen von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.
Stadtoberhäupter
An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherr zum Teil zum "Meier" und zu "Heimburgen" ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Stadt aus. Beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Ortsvorsteher von Saarbrücken "Meier", der von St. Johann ab
1458 "Bürgermeister", deren Ämter ab dem
17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab
1689 gab es anstelle des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab
1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des
18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Stadt wurde
1799 die Munizipalverfassung eingeführt. Beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, zu dessen Kanton
1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurde. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Municipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Bezeichnung Oberbürgermeister, ab
1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde
1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte bereits seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich
1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab
1905 erneut eine Fusion, die dann zum 1. April
1909 erreicht werden konnte.
Die Stadtoberhäupter von Saarbrücken seit 1909:
|
| - 1949-1956: Peter Zimmer, Bürgermeister
- 1956-1957: Johann Ecken, Beigeordneter
- 1957-1976: Fritz Schuster, Oberbürgermeister
- 1976-1985: Oskar Lafontaine, Oberbürgermeister, SPD
- 1985-1991: Hans-Jürgen Koebnick, SPD
- 1991-2004: Hajo Hoffmann, SPD (zurückgetreten Februar 2004)
- 2004-19.09.2004: Kajo Breuer, Grüne (kommissarischer Leiter der Stadtverwaltung)
- 20.09.2004-heute: Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin, SPD
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Städtepartnerschaften
Saarbrücken unterhält mit folgenden Städten eine
Städtepartnerschaft:
Außerdem hat Dudweiler eine Partnerschaft mit
Saint-Avold,
Frankreich, und Altenkessel mit
Coucy-le-Chateau-Auffrique,
Frankreich.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Saarbrücken beginnen folgende
Bundesautobahnen: in Richtung Osten die
A 6 (nach
Waidhaus), in Richtung Nordwesten die
A 623 (zum Dreieck
Friedrichsthal) und die
A 1 (nach
Oldenburg in Holstein). Darüber hinaus kann man von Saarbrücken aus gut die
A 8 erreichen.
Saar_unter.jpg
Ein Problem stellt die
Bundesautobahn A 620 dar, welche die Stadt entlang der
Saar durchschneidet: Neben einer starken Lärmbelastung kommt es regelmäßig zu ihrer
Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des
Individualverkehrs nach sich zieht.
Von Saarbrücken fahren RegionalExpress-Züge nach Frankfurt am Main und über Trier nach Koblenz. Hinzu kommt der S-Bahn-ähnliche Nahverkehr der Citybahn Saar-Westpfalz nach Trier, St. Wendel und St. Ingbert - Homburg (Saar) - Kaiserslautern.
Auf dem Wasserweg kann Saarbrücken die sehr gute Wasseranbindung der Saar zur Mosel und nach Frankreich nutzen.
Den öffentlichen Nahverkehr versorgen eine Stadtbahnlinie der Saarbahn und mehrere Buslinien der Saarbahn GmbH, welche 1997 als Schienenverkehrsunternehmen gegründet wurde. Seit 2002 führt sie auch die Geschäfte der bisherigen "Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal" weiter.
Weiterhin hat Saarbrücken mit dem beim Stadtteil Ensheim angesiedelten Flughafen Saarbrücken einen internationalen Verkehrsflughafen.
Ortsansässige Unternehmen
In Saarbrücken sitzt ein großes
Callcenter von
AOL, eines vom Heine-Versand sowie das Kundenservice Center der DaimlerChrysler Bank. Außerdem ist dort das juristische Informationssystem
Juris beheimatet.
Cirrus Airlines sitzt am
Flughafen Saarbrücken.
IDS Scheer AG hat ihren Sitz in Saarbrücken-Burbach.
ZF Getriebe GmbH an der "Goldenen Bremm", einem ginsterreichen ("goldenen") Tal im Süden der Stadt, fertigt mit weit über 5.000 Beschäftigten Automatik-Getriebe für nahezu alle europäischen Automobilhersteller.
Halberg-Guss GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, vor allem Kurbelgehäuse und Kurbelwellen für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Saint-Gobain Gussrohr erzeugt Rohre und Kanalguss-Produkte aus Gusseisen. Die Kanalisation von Ankara (Türkei) stammt beispielsweise von hier. Beide Unternehmen sind aus der 1756 gegründeten Halbergerhütte hervor gegangen.
Die SAARSTAHL AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach Draht für den europäischen Markt.
Medien
Der Saarbrücker Halberg ist Sitz des
Saarländischen Rundfunks (SR), eine der kleinsten
Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit dem
Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Daneben sendet auch der private Rundfunksender
Radio Salü aus der Landeshauptstadt.
Als privater Fernsehsender speist Saar TV fünf Stunden täglich sein Programm von Saarbrücken aus in das Kabelnetz des Saarlandes ein.
Als Tageszeitung erscheint aus der Verlagsgruppe Holtzbrinck die "Saarbrücker Zeitung" und seit Ende 2004 erscheint vierzehntäglich eine Ausgabe des Jugendmagazins Potato.
Als Wochenzeitung wird der "Wochenspiegel Saarbrücken" kostenlos an alle Haushalte verteilt.
Seit 1995 findet man alle Events der Stadt im kostenlosen Veranstaltungskalender SAARTERMIN.
Als kostenlose Stadtillustrierte hat sich das LIVE MAGAZIN etabliert.
Die Saarbrücker Zeitung begann Ende März 2005 mit der Herausgabe einer täglichen Zeitung im Tabloid-Format: 20 cent. Die Axel Springer AG bringt seitdem mit der "Bild Saarland" und der Welt Kompakt Blätter, die Regionalberichterstattung enthalten.
Behörden
Neben den zahlreichen Dienststellen der Landesministerien, des Stadtverbandes und der Stadt bestehen in Saarbrücken unter anderem noch folgende Behörden:
Gerichte
Saarbrücken ist Sitz des
Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes. Neben dem Saarländischen
Oberlandesgericht gibt es in der Stadt auch ein
Land- und ein
Amtsgericht. Das Arbeits- und Landesarbeitsgericht, Sozial- und Landessozialgericht sowie das Finanzgericht des Saarlandes befinden sich ebenfalls in der Landeshauptstadt.
Gefängnis
In Saarbrücken befindet sich die
Justizvollzugsanstalt Lerchesflur.
Bildung und Forschung
uni-sb.jpg
- Universität des Saarlandes, gegründet 1948 von der französischen Militärverwaltung
- Hochschule der Bildenden Künste Saar; gegründet 1989 in Trägerschaft des Saarlandes.
- Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes; gegründet 1971 durch Zusammenschluss der Höheren Wirtschaftsschule, der Staatlichen Ingenieurschule und der Staatlichen Werkkunstschule, erhielt sie 1991 ihren heutigen Namen.
- Deutsch-Französische Hochschule, gegründet 1999 Bietet Studiengänge an, die mit einem Doppeldiplom abschließen
- Hochschule für Musik Saar; gegründet 1947 als Staatliches Konservatorium. Dann wurde ein Institut für Katholische Kirchenmusik und ein Institut für Schulmusik errichtet, welche 1957 in eine Staatliche Hochschule für Musik umgewandelt und 1971 in die Trägerschaft des Saarlandes überführt wurden.
- Fachhochschule für Bergbau; gegründet 1807 unter napoleonischer Besetzung, wurde sie 1816 in Königlich-preußische Bergschule umbenannt. Später hieß sie lediglich Bergschule zu Saarbrücken, dann Bergingenieurschule und 1990 erhielt sie schließlich ihre heutige Bezeichnung
- Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes (FHSV) in Dudweiler
- Katholische Hochschule für Soziale Arbeit; gegründet 1971 in Trägerschaft des Bistums Trier
- Max-Planck-Institut für Informatik, gegründet 1990.
- Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, gegründet 2004.
- Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
- Korean Institute of Science and Technology, 1996 gegründeter europäischer Ableger eines der größten koreanischen Forschungsinistitute.
- Arbeitsstelle für Österreichische Literatur und Kultur/Robert-Musil-Forschung und wissenschaftliche Österreich-Bibliothek Robert Musil Österreich-Schwerpunkt innerhalb der Germanistik an der Universität des Saarlandes. Sie verfügt über eine eigene Bibliothek (über 12.000 Bände mit Österreich-Bezug) und ein Archiv (mehrere Nachlässe). Der von Prof. Dr. Pierre Béhar geleiteten Forschungseinrichtung wurde im Jahre 2004 durch die Republik Österreich der Titel einer 'Wissenschaftlichen Österreich-Bibliothek Robert Musil' verliehen, gegründet 1970
Darüber hinaus verfügt Saarbrücken als Großstadt über alle vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen. Dazu zählt mit dem Ludwigsgymnasium auch das älteste Gymnasium des Saarlandes.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regime stiftete die Spielstätte als "Belohnung" für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Abschnitt Geschichte) Das Gebäude diente an der Grenze des Deutschen Reiches als Bollwerk gegen den kapitalistischen Westen. Der prachtvolle Haupteingang ist daher auch Richtung Paris ausgerichtet. Hitler selbst war jedoch nie da, sondern schickte bei der Eröffnung den Reichspropagandaminister. Die faschistische Theaterideologie war in Saarbrücken jedoch nicht von langer Dauer. In den Kriegsjahren wurden große Teile des Gebäudes zerstört, jedoch blieben große Teile der Technik erhalten und sind bis heute noch Bestandteile einer der technisch flexibelsten Staatstheaterbühnen Deutschlands. Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar ein markanter Teil des Stadtbildes und das Ensemble genießt einen guten Ruf.
Aufgrund von Sparmaßnahmen der Landesregierung muss das Theater in den nächsten Jahren mit weniger Subventionen auskommen. Da die Stadt ebenfalls im Kulturhaushalt sparen muß, wird das Theater mit weniger Zuschüssen der öffentlichen Hand auskommen. Das Theater versucht zur Erhöhung der Einnahmen durch Erhebung eines sogenannten "Theatereuros" die finanzielle Lage zu verbessern.
- Theater überzwerg
- Studio-Theater
- Kleines Theater im Rathaus
- Theater im Viertel
Orchester und Chöre
- Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken - Das Orchester wurde 1936 gegründet und musste nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet werden. Es zählt heutzutage zu den führenden Rundfunkorchestern in Deutschland.
- Gemischter Saarbrücker Damenchor wurde im September 1992 gegründet und besteht 2005 aus fünfzig Damen, die von Arbeit, Liebe und Politik singen.
Museen
- Abenteuer-Museum von Heinz Rox-Schulz
- Arzneipflanzenmuseum
- Geologisches Museum
- Heimatmuseum St. Arnual
- Historisches Museum
- Moderne Galerie
- Saarland Museum
- Stadtgalerie
- Museum für Vor- und Frühgeschichte
Gedenkstätte
- Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm
Bauwerke
Bedeutende Kirchen
Sonstige Sehenswürdigkeiten
Gesellschafliches Leben
Im Vergleich zu Großstädten ähnlicher Größe beherbergt Saarbrücken eine ungewöhnlich große homosexuelle Szene von überregionalem Ruf. Zahlreiche Veranstaltungen wie beispielsweise der Cristopher-Street-Day erreichen regelmäßig hohe Besucherzahlen.
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Regelmäßige Veranstaltungen
- Januar/Februar: Max-Ophüls-Preis, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
- Rosenmontag: Fastnachtzug in Burbach
- März bis Oktober: jeden zweiten Samstag im Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
- Mai: Fest am Schloss
- Mai/Juni: Maifest in Burbach
- Mai: Perspectives du Théâtre
- Juni: "Licht und Blumen"
- Anfang Juni/Ende August: "Sonntags ans Schloss"
- 11.00 Uhr - Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm 'n' Blues
- 15.00 Uhr - Kultur für Kids: Kinderprogramm
- 18.00 Uhr - Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
- Juli/August: Altstadtfest in St. Johann
- Juli/August: Nauwieserfest in St. Johann
- Juli/August: Christopher-Street-Day
- August: "Saarspektakel"
- September: Deutsch-französischer Weinmarkt
- September: Fest um die Ludwigskirche
- Oktober: "Intermarionett" (Marionettentheater-Festival)
- November: "Electricity"-Festival
- 1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
- November/Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt
Sport
Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der
1. FC Saarbrücken. Er spielte insgesamt fünf Spielzeiten in der
Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1992/93. Austragungsort der Heimspiele ist das
Ludwigsparkstadion.
Der ATSV Saarbrücken spielte in den 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre in den Tischtennis-Bundesligen der Damen und Herren und wurde mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister.
Die Saarland Hurricanes spielen seit 2000 in der 1. Bundesliga der German Football League (GFL).
Der Saarländische Fußballverband ist ebenso wie der Saarländische Turnerbund und viele weitere Sportfachverbände in Saarbrücken in der Hermann-Neuberger-Sportschule angesiedelt. Diese wird vom Landessportverband für das Saarland betrieben.
In Saarbrücken befindet sich auch der Olympiastützpunkt Triathlon.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Saarbrücken bzw. die heute zu Saarbrücken gehörigen ehemaligen Städte und Gemeinden haben folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihung):
- 1790: August Wilhelm Iffland, Schauspieler
- 1885: Otto von Bismarck, Reichskanzler (ab 1895 auch Ehrenbürger von St. Johann und Malstatt-Burbach)
- 1890: Julius Kiefer, Kaufmann
- 1893: Ernst Wagner, Glasfabrikant (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1896: Eduard von Pestel, Generalmajor (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken und St. Johann)
- 1897: Gustav Samuel Daniel Bruch, Bierbrauer (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1897: Emil Haldy, Unternehmer (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1897: Ferdinand Riotte, Anwalt (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1904: Gustav Leopold Ilse, evangelischer Pfarrer (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1906: Theodor Cormann, Landgerichtspräsident (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken)
- 1907: Friedrich Wilhelm Feldmann, Bauingenieur und Bürgermeister (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken)
- 1910: Eduard Adt, Fabrikant und Bürgermeister (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1913: Dr. Constanz von Baltz, Regierungspräsident
- 1930: Prof. Dr. Oscar Orth, Arzt (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1934: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1952: Adolf Wilhelm, Lehrer (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1952: Dr. h. c. Karl Lohmeyer, Kunsthistoriker und Volkskundler
- 1954: Jakob Michels, Bergmann und Bürgermeister (Ehrenbürger von Altenkessel)
- 1958: Andreas Kremp, Lehrer (Ehrenbürger von Eschringen)
- 1959: Ludwig Glaser, Werkmeister und Bürgermeister (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1959: Wilhelm Huppert, Former und Ortsvorsteher (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1959: Richard Becker, Großkaufmann und Politiker
- 1961: Franz-Josef Bungarten, katholischer Pfarrer
- 1961: Karl Franz, katholischer Pfarrer
- 1965: Wilhelm Kehr, katholischer Pfarrer (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1966: Schwester Gottfrieda, alias Ida Hartmann, Ordensfrau und Krankenschwester (Ehrenbürgerin von Ensheim)
- 1966: Carl August Hertel, evangelischer Pfarrer (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1966: Peter Weber, katholischer Pfarrer (Ehrenbürger von Klarenthal)
- 1967: Heinrich Jenewein, Fabrikant (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1969: Dr. Walter Lutz, Arzt (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1969: Johanna Wendel, Diakonieschwester (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1970: Emil Schäfer, Rundfunkmoderator und Bürgermeister (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1971: Roger Bigot, Bürgermeister (Ehrenbürger von Altenkessel)
- 1973: Reinhold Schweig, Kaufmann und Bürgermeister (Ehrenbürger von Schafbrücke)
- 1987: M. Jean Porhiel, *9. Juli 1907 † 22. Februar 1991, Journalist und Begründer der Städtepartnerschaft mit Nantes
- 2003 postum: Willi Graf, Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Mitglied der Weißen Rose, *2. Januar 1918 in Kuchenheim bei Euskirchen, wuchs in Saarbrücken auf, † 12. Oktober 1943 (hingerichtet)
Wie in anderen Städten übblich wurde auf Beschluss des Stadtrats vom 3. April 2001 diverse Regierungsangehörige und Politiker des Nationalsozialismus von der Liste der Ehrenbürger gestrichen.
Söhne und Töchter der Stadt
- 1836, 30. März, Carl Ferdinand Freiherr von Stumm-Halberg (bis 1888: Carl Ferdinand Stumm), † 8. März 1901 in Halberg, Montanindustrieller, freikonservativer Politiker und Reichstagsabgeordneter
- 1889, 21. Mai, in Altenkessel, Michael Schulien, Missionar, Völkerkundler, Vatikanmitarbeiter, 1948-1956 Päpstlicher Apostolischer Visitator für das Saargebiet, † 4. Mai 1968 in Rom
- 1899, 12. August, Peter Altmeier, † 1977 in Koblenz, Politiker (Zentrum, CDU), MdL (Rheinland-Pfalz), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1947-1969)
- 1902, 6. Mai, Max Ophüls, † 26. März 1957 in Hamburg, Regisseur ("Lola Montez", "Der Reigen")
- 1906, 9. Oktober, Wolfgang Staudte, † 19. Januar 1984 in Zigarski/Jugoslawien, Regisseur
- 1907, 22. Februar, Heinrich Schneider, † 12. Januar 1974, Politiker (FDP/DPS), MdB, MdL (Saarland)
- 1908, 24. September, Egon Reinert, † 23. April 1959 in Saarbrücken, Politiker (CDU), MdL (Saarland), Ministerpräsident des Saarlandes (1957-1959)
- 1910, 11. September, Gerhard Schröder, † 31. Dezember 1989 in Kampen/Sylt, Politiker (CDU), MdB, Bundesinnenminister (1953-1961), Bundesaußenminister (1961-1966), Bundesverteidigungsminister (1966-1969)
- 1915, 12. Juli, Otto Steinert, † 3. März 1978 in Essen, Fotograf
- 1923, 23. November, Frederic Vester, 2. November 2003 in München, Biochemiker und Umweltexperte
- 1924, 8. April, Frédéric Back, kanadischer Film-Animator
- 1927, Tzvi Avni, israelischer Komponist
- 1929, 4. Oktober, Marianne Schultz-Hector, deutsche Politikerin (Kultusministerin Baden-Württembergs 1991-1995)
- 1938, 3. August, Ingrid Caven, Schauspielerin
- 1942, 25. September, Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger
- 1943, 19. Juli, Ursula Seiler-Albring, FDP-Politikerin und Botschafterin
- 1952, 7. März, Peter Dörr, Komponist, Produzent
- 1954, 19. Januar, Joachim Deckarm, Handballspieler
- 1960, 17. April,in Altenkessel, Jörg Michael Peters seit 2003 katholischer Weihbischof im Bistum Trier
- 1962, 18. Mai, Sandra Cretu, Popsängerin ("Sandra")
- 1963, 11. September, Claudia Kohde-Kilsch, deutsche Tennisspielerin
Sonstige Persönlichkeiten:
- Katharina Weißgerber, genannt Schultze Katrin, geboren in Schwarzenholz/Saar, Samariterin der Schlacht auf den Spicherer Höhen bei Saarbrücken 1870
Quellen
Literatur
- Preußens Städte - Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808; hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Prof. Dr. Heinrich Silbergleit, Berlin, 1908
- Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland; Band IV 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1964
- Geschichte der Stadt Saarbrücken, hrsg. von Rolf Wittenbrock, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-41-2, 2 Bände, zusammen ca. 1.450 Seiten; Band 1: Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Band 2: Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart
Weblinks
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