Die Saalbahn ist eine 75 km lange, elektrifizierte, zweigleisige Hauptbahn von Großheringen bzw. Abzweig Saaleck nach Saalfeld. Sie ist Teil der Nord-Süd Hauptstrecke München - Nürnberg - Halle/Leipzig - Berlin und hat heute die Kursbuchstreckennummer 560.
In Großheringen wurde 3 Monate später am 14. August 1874 auch die Bahnstrecke der Saal-Unstrut Eisenbahn-Gesellschaft über Sömmerda nach Straßfurt eröffnet. Diese Linie wurde von der Nordhausen-Erfurter Eisenbahn-Gesellschaft mitbetrieben.
Anfangs war es nur eine Strecke mit regionaler Bedeutung, welche in Großheringen die Thüringerstammbahn, von Bebra über Erfurt nach Weißenfels verlaufend, mit der Nord-Südstrecke von Weißenfels über Gera in Saalfeld verband. Aufgrund wirtschaftlicher Misserfolge und unter preußischem Druck wurde 1895 die Saal-Eisenbahn an Preußen verkauft und der Königliche Eisenbahndirektion in Erfurt zugeordnet. Erst 1899 wurde bei Großheringen die Verbindungsbahn Ost in Betrieb genommen, wodurch Großheringen umfahren werden kann. Dadurch fahren die Züge von Weißenfels kommend über die 25 km kürzere Saalbahn (als über Gera) direkt nach Saalfeld. Die Saalbahn wurde somit zusammen mit der anschließenden Frankenwaldbahn eine der wichtigen Nord-Süd-Strecken Deutschlands. Zwischen 1936 und 1939 verkehrten unter anderem die Fernschnelltriebwagen, welche Berlin mit München bzw. Stuttgart verbanden, über die Saalbahn und erreichten dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h. Von 1935 bis Mitte 1941 erfolgte die Elektrifizierung der Strecke und somit eine Verbindung des mitteldeutschen und süddeutschen Netzes. Fünf Jahre später 1946 mussten aber im Rahmen der Reparationsleistungen an die Sowjetunion sämtliche Bestandteile für den elektrischen Betrieb und zusätzlich das zweite Streckengleis demontiert werden. Aufgrund der Teilung Deutschlands verlor die Strecke in den folgenden vier Jahrzehnten ihre Bedeutung als Nord-Süd-Bahn, blieb aber wichtig für das Saaletal mit Saalfeld als bedeutendem Rangierbahnhof. Bis 1981 war die Strecke wieder zweigleisig befahrbar, zuvor war ein nördlicher Streckenabschnitt 1967 bis Camburg elektrifiziert worden. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 ist die Saalbahn wieder eine wichtige Eisenbahnfernverbindung zwischen Mitteldeutschland und Süddeutschland geworden. Sie wurde bis 1995 erneut elektrifiziert und bis 2005 saniert.
- bgcolor="#FFDEAD" | Bahnhöfe und Haltepunkte | Streckenkilometer |
|---|---|---|
| Großheringen | 0,00 | |
| Camburg (Saale) | 8,14 | 1897-1945, Abzweig nach Zeitz |
| Dornburg (Saale) | 15,23 | |
| Porstendorf | 19,61 | 1905-1969, Abzweig nach Crossen an der Elster |
| Jena-Zwätzen | 22,57 | |
| Jena (Saalbahnhof) | 25,50 | |
| Jena (Paradies) | 27,1 | seit 2000 ICE-Haltepunkt |
| Göschwitz (Saale) | 32,31 | Kreuzung Strecke Weimar-Gera (Holzlandbahn) |
| Rothenstein (Saale) | 36,23 | |
| Kahla | 41,76 | |
| Großeutersdorf | 45,3 | 1944/45, Haltepunkt und Abzweig Anschlussbahn REIMAHG |
| Orlamünde | 47,35 | Abzweig nach Pößneck (Orlabahn) |
| Zeutsch | 51,37 | |
| Uhlstädt | 55,22 | |
| Kirchhasel | 60,42 | ab 1993 aufgelassen |
| Rudolstadt | 63,0 | Güterbahnhof |
| Rudolstadt | 64,55 | |
| Rudolstadt-Schwarza | 68,74 | 1884-2000, Abzweig nach Bad Blankenburg |
| Saalfeld (Saale) | 74,83 | Nach Probstzella (Frankenwaldbahn) Abzweige Gera und Bad-Blankenburg |
Ehemalige Bahngesellschaft | Bahnstrecke in Thüringen | Saale-Holzland-Kreis | Jena | Saalfeld-Rudolstadt
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