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Die Swiss International Air Lines AG ist die grösste Schweizer Fluggesellschaft und de facto ein Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa. Der Heimatflughafen und Hub des Unternehmens ist der Flughafen Zürich, der Firmensitz befindet sich jedoch in Basel. Swiss beförderte im Jahr 2005 knapp 9,4 Millionen Passagiere und betreibt eine Flotte von 43 Flugzeugen vom Hersteller Airbus. Weitere 26 Flugzeuge der Regionalflotte – von den Herstellern Avro (British Aerospace) und Embraer – wurden in das im Herbst 2005 gegründete Tochterunternehmen Swiss European Air Lines ausgelagert.

Swiss logo.png Aus rechtlichen Gründen gehört die Swiss allerdings nur zu 49% der Lufthansa. Die restlichen 51% gehören vorläufig der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schweizer Stiftung Almea. Almea und Lufthansa sind in diesem Verhältnis (51:49) Eigentümer der Firma AirTrust AG, der wiederum die Swiss eigentlich gehört. In diesem Zustand gilt die Swiss als Schweizer Firma und kann so die vorhandenen Landerechte in den Ländern ausserhalb der Europäischen Union beibehalten. Verhandlungen über den Übertrag dieser Rechte auf eine "deutsche" Swiss sind mit den betroffenen Staaten teilweise abgeschlossen, teilweise aber noch im Gange (April 2006). Erst wenn sämtliche Verhandlungen abgeschlossen sind, kann die Lufthansa die Swiss vollständig übernehmen. An der Schweizer Börse SWX wurde die Swiss Aktie am 27. Januar 2006 dekotiert.

Geschichte


Gründung

Swiss wurde in Folge der Insolvenz der damaligen nationalen Fluggesellschaft Swissair im Oktober 2001 per März 2002 gegründet.

In der Zeit zwischen dem Grounding der Swissair am 02. Oktober 2001 um ca. 12:00 und dem Start der Swiss am 01. März 2002 wurde die Swissair mit Liquidität vom Staat unterstützt um den Flugbetrieb aufrecht erhalten zu können und die Gründung der Swiss zu ermöglichen.

Grundlage bildete die Basler Regionalfluggesellschaft Crossair, deren Strukturen mit massgeblicher finanzieller Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, einiger Kantone und der Schweizer Wirtschaft (namentlich der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse) für den Aufbau einer neuen international tätigen Schweizer Fluggesellschaft genutzt wurde. Die Crossair änderte ihren Namen in Swiss und übernahm je 26 Lang- und Kurzstreckenflugzeuge der ehemaligen Swissair sowie zu einem grossen Teil deren Flugverbindungen. Das Projekt trug den Namen "Phönix+".

Swiss führt neben den erwähnten Linienflügen auch Charterflüge an Ferienziele in Europa und Nordafrika durch. Bis einschließlich Sommerflugplan 2004 wurden die Charterflüge unter der Marke Swiss Sun durchgeführt.

Die Swiss übernimmt den Unterhalt ihrer Regionalflotte. Ihre Airbusflotte lässt Swiss durch SR Technics Switzerland warten.

Im Oktober 2005 teilte die Führung der Swiss mit, dass man die Regionalflotte in eine neue Gesellschaft Swiss European Airlines AG auslagern werde. Diese Tochtergesellschaft der Swiss erhielt ihre Betriebsgenehmigung zum Winterflugplan 2005, und konnte am 1. November 2005 mit zwei gleichzeitig startenden Flügen auf der Strecke Zürich-Kloten - Genf-Cointrin vv. an den Start gehen.

Übernahmeverhandlungen

Nachdem frühere Übernahmebegehren der Lufthansa seitens der Schweizer scheiterten, einigte sich die Swiss im Herbst 2003 mit der Oneworld-Allianz unter der Führung von British Airways auf eine baldige Mitgliedschaft. Anfang Juni 2004 wurden die Beitrittsverhandlungen jedoch abgebrochen, so dass Swiss nicht der Allianz beitrat.

Die Chefetagen von Swiss und Lufthansa führten monatelange geheime Verhandlungen über eine Übernahme. Im März 2005 einigte sich die Lufthansa mit den Swiss-Grossaktionären, zu welchen unter anderem Credit Suisse, UBS, die Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Kanton Zürich gehören. Ergebnis ist eine schrittweise Übernahme der Swiss durch die Lufthansa, der Bestand der Swiss als eigenständige Marke und der Erhalt des Hubs Zürich neben den Lufthansa-Hubs Frankfurt am Main und München. Somit wurde die Swiss ein Mitglied der Star Alliance.

Bereits im Herbst 2005 wurden alle Flugverbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz von Lufthansa und Swiss im Codesharing, d. h. alle Flüge haben sowohl eine Lufthansa- wie auch eine Swiss-Flugnummer, betrieben. Des Weiteren ist eine Erweiterung auf interkontinentale Strecken geplant.

Um den Fluggästen das Umsteigen zu erleichtern, wurden ab diesem Zeitpunkt die Flüge in den selben Terminals der Flughäfen Frankfurt, München und Zürich abgefertigt.

Zum Beginn des Winterflugplans 2005 traten auch Kooperationsvereinbarungen mit Austrian, TAP, United Airlines und Air Canada, als Vorbereitung des Beitritts der Swiss zur Star Alliance, in Kraft.

Am 2. Juni 2005 hat die Star Alliance, der auch die Lufthansa angehört, beschlossen, die Swiss im Jahr 2006 aufzunehmen. Der Beitritt erfolgte am 1. April 2006.

Flotte


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Swiss International

Mit Ausnahme der A330 mit Triebwerken von Pratt & Whitney ist die gesamte Airbus-Flotte mit der CFM56-Triebwerksfamile von CFM International ausgerüstet.

Ab Mitte November 2006 stösst die erste von zwei zusätzlichen Airbus A330-200 (in einer Zwei-Klassen-Konfiguration) zur Flotte welche die zurzeit eingemietete Airbus A300 ersetzen soll. Anfangs Dezember 2006 wechselt eine zweite Maschine von Lufthansa zur Swiss.

Swiss European

Nachdem bereits im Herbst 2005 (noch vor der Gründung und Auslagerung zu Swiss European) sämtliche verbliebenen Saab 2000 ausgemustert wurden, werden bis zum Sommerplugplan 2006 auch alle ERJ 145 ausgemustert und die Flotte auf Avro RJ85/100 vereinheitlicht. Von Januar bis April 2006 wurden hierfür sechs gebrauchte RJ100 übernommen und in Dienst gestellt.

Wann und ob die noch zu Zeiten der Crossair (als Erstbestellerin dieser Flugzeugfamilie) getätigte Bestellung der Flugzeuge Embraer 170 und Embraer 195 ausgeliefert wird, ist ungewiss.

Finanzielles


Für 2003 wies Swiss einen Verlust von -687 Millionen Franken (Vorjahr -980 Millionen Franken) bei einem Umsatz von 4,126 Milliarden Franken (Vorjahr 4,395 Milliarden Franken) aus. Für 2004 hatte Swiss ursprünglich ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert, musste aber im Juni 2004 bereits wieder einen Verlust ankündigen, der mit hohen Treibstoffkosten begründet wurde. Im Februar 2005 raportierte der im April 2004 ernannte, neue Swiss-Konzernchef, der Deutsche Christoph Franz, ein früherer Lufthansa- und Deutsche Bahn-Manager, einen Nettoverlust von 140 Millionen Franken.

Der konsolidierte Betriebsertrag im Geschäftsjahr 2005 stieg auf CHF 3 732Mio. (Vorjahr: CHF 3 642Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten verbesserte sich auf CHF -14 Mio. (Vorjahr: CHF -122 Mio.). Aufgrund von währungsbedingten Wertanpassungen in Höhe von CHF 65 Mio. (cash-neutral) auf Verbindlichkeiten in US-Dollar sowie Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 41 Mio. resultierte ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegener Nettoverlust von CHF -178 Mio. (Vorjahr: CHF -140 Mio.). Die nach wie vor rekordhohen Treibstoffpreise hatten das Ergebnis erheblich belastetet.

Vielfliegerprogramm


Das Vielfliegerprogramm der Swiss, Swiss Travel Club (ehem. Qualiflyer), wurde am 1. April 2006 in das Miles & More-Programm überführt, zu dem u.a. auch die Lufthansa und die AUA gehören.

So wurden aus den "regulären" TravelClub Konten Miles & More-Konten; TC Silber wird zu M&M Frequent Traveller; TC Gold wird zu M&M Senator.

Nicht zufrieden sein dürften die Mitglieder der höchsten Klasse bei der Swiss, des Swiss Circles. Um seinerzeit in den Swiss Circle aufgenommen zu werden, waren 200'000 Meilen notwendig, davon 150'000 im ersten Jahr der Mitgliedschaft (Aufnahme erfolgte nur auf Empfehlung durch das Swiss Management). Bei der Lufthansa sind für den HON Circle allerdings 600'000 Meilen notwendig; es werden die strengeren Bedingungen der Lufthansa auch auf ehemalige Swiss Circle-Mitglieder angewandt.

Fangemeinde


Swiss International Air Lines AG unterhält seit der Gründung enge Beziehungen mit Fans und Interessierten der Fluggesellschaft.

Swiss Virtual Air Lines ist ein mit unterstützung von SWISS geführtes Projekt. Dabei trifft eine Gemeinschaft von über 400 Simulations-Piloten zusammen, die den Flugbetrieb von Swiss am Flugsimulator nachzuahmen versucht. Nicht selten trifft man auf echte Piloten.

Siehe auch


Weblinks


Fluggesellschaft (Schweiz)

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