Die Sportvereinigung Ried ist ein Fußballverein aus der oberösterreichischen Stadt Ried im Innkreis in Österreich und spielt derzeit (Saison 2006/07) in der österreichischen T-Mobile-Bundesliga.
Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955 unterbrochen durch die Weltkriege in der oberösterreichischen 1. und 2. Klasse. Im Jahr 1919 wurde der Verein in SV Germania Ried umbenannt. Diese Umbenennung wurde jedoch im selben Jahr rückgängig gemacht. Im Jahre 1955 gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man allerdings vier Jahre später wieder in die 1. Klasse West abstieg. Im Jahre 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, im Jahr 1970 der weitere Aufstieg in die 2. Landesliga, wo man bis zum Aufstieg in die 1. Landesliga im Jahr 1976 immer vorne mitspielte und nie schlechter als 5. wurde. Bis 1991 spielte die SV Ried in der 1. Landesliga, wurde 1986 Vizemeister sowie Innviertler-Cupsieger und Oberösterreichischer Landes-Cupsieger. In den Jahren 1988 und 1990 wurde man bereits zweimal Meister, schaffte jedoch den Aufstieg in die damalige 2. Division der Österreichischen Bundesliga in den notwendigen Qualifikationsspielen nicht. In beiden Jahren scheiterte man im Relegationsturnier am Kärntner Verein Wolfsberger AC. Im Jahre 1991 konnte die SV Ried den 3. Landesmeistertitel feiern und krönte die Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Im Relegationsturnier setzte sich die SV Ried gegen SVL Flavia Solva (Steiermark) und SVG Bleiburg (Kärnten) durch. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Klaus Roitinger, damals noch Spielertrainer, der durch spätere Erfolge und Vereinstreue zu einer Art Kulttrainer avancierte, mit 2 Toren im entscheidenden Spiel gegen Flavia Solva, welches die SV Ried vor der Rekordkulisse von 5000 Zusehern mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Nach 4 Jahren in der 2. Division gelang über die Relegation als Zweitplatzierter der 2. Division der Aufstieg in die 1. Österreichische Bundesliga. In den Medien war stets vom "Fußballwunder Ried" zu lesen. Von 1995 bis 2003 spielte die SV Ried in der 1. Bundesliga und belegte bis auf den allerletzten Spieltag 2003 nie einen Abstiegsplatz. Im Jahr 1998 wurde die SV Ried Österreichischer Pokalsieger, wobei im Finale der SK Sturm Graz mit 3:1 (2:0) bezwungen wurde. Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger konnte man MTK Budapest aus dem Wettbewerb werfen und sogar gegen Maccabi Haifa einen 2:1-Heimsieg erringen. Die Heimspiele im Europapokal wurden im Stadion der Stadt Linz ausgetragen, da das alte Rieder Stadion nicht genügend Sitzplätze besaß. Im Rückspiel unterlag die SV Ried Maccabi Haifa jedoch mit 1:4 und schied aus. Im Jahre 2003 stieg die SV Ried in einem kuriosen Finish in die Red Zac Erste Liga ab und kämpfte seither um den Wiederaufstieg. Im selben Jahr (2003), als man in die Red Zac Erste Liga abstieg, erhielt man mit dem Fill Metallbau Stadion auch ein neues bundesligataugliches Stadion welches 7.680 Zusehern Platz bietet.
Am 27. Mai 2005 erreichte die SV Ried mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen den Kapfenberger SV in der 36. und letzten Saisonrunde den Wiederaufstieg in die Österreichische T-Mobile Bundesliga. Torschützenkönig wurde Sanel Kuljic mit 34 Treffern, was einen Rekord seit Bestehen der Zehnerliga bedeutete. Darüber hinaus gelang der SV Ried ein neuer Punkterekord in der Red Zac Erste Liga mit 77 Punkten. Dieser Meistertitel ist der Erste seit dem Landesliga-Titel in der Saison 1990/91.
Mit einem Vereinsbudget von nur 3,2 Millionen Euro ist die SV Ried in der Saison 2005/06 jener Verein der T-Mobile Bundesliga, der über die gerinsten finanziellen Mittel verfügt. Trotzdem entwickelte sich die SV Ried zu einer Fußball-Großmacht im Fill Metallbau Stadion. Zwischen dem 10.09.2004 (0:2 gegen den FC Kärnten) und dem 08.04.2006 musste die SV Ried keine Heimniederlage im neuen Stadion hinnehmen (27 Pflichtspiele). Diese Serie endete am 08.04.2006 mit einer 1:2 Heimniederlage gegen den FC Superfund Pasching. Trotz Beendigung dieser Serie schaffte die SV Ried mit dem 4. Platz in der T-Mobile-Bundesliga die beste Platzierung der Vereinsgeschichte und erreichte damit die Qualifikation für den UI-Cup.