Der SSV Jahn 2000 Regensburg ist ein Fußballverein aus Regensburg. Er ist der mitgliederstärkste Verein in Regensburg.
In der Zeit von 1927-35 und 1937-45 war der SSV Jahn Regensburg in der Bezirksklasse bzw. der Gauliga Bayern erstklassig. Das erfolgreichste Jahr erlebte der Verein 1930, als man in der Trostrunde zur deutschen Meisterschaft den 1.FC Nürnberg mit 3:0 besiegte. Bei diesem Spiel entdeckte Reichstrainer Dr. Otto Nerz den Regensburger Torwart Hans Jakob für die Nationalmannschaft. Er bestritt bis 1939 38 Länderspiele, darunter das Spiel um den 3. Platz bei der WM 1934 gegen Österreich am 7. Juni 1934 in Neapel. Jakob ist bis heute der einzige deutsche Nationalspieler des SSV.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der SSV Jahn Regensburg in den Jahren 1949/50, 1953-58 und 1960/61 zur höchsten Spielklasse, der Oberliga Süd. Die beste Platzierung war Rang 6 im Jahr 1954. Später war die Mannschaft 1967-74 (Regionalliga Süd), 1975-77 (Zweite Bundesliga Süd) und 2003/04 (eingleisige Zweite Bundesliga) jeweils zweitklassig.
Ende Mai 2005 stand der Jahn nach dem Abstieg aus der Zweite Bundesliga vor dem Aus, da das bisherige Präsidium bei der Mitgliederversammlung nicht entlastet wurde. Ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet und es drohte der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Am 10. Juni 2005 wurde auf einer offiziellen Pressekonferenz verkündet, dass die Stadt Regensburg und ein Sponsor es ermöglichen, das fehlende Geld für eine Bürgschaft aufzubringen. Dadurch konnte der Konkurs abgewendet werden und der Verbleib in der Regionalliga gesichert werden. Im Folgenden zog das bisherige Präsidium die Konsequenzen und trat zum Großteil zurück. Es wurde damit Platz für einen neuen Vorstand geschaffen, dem unter anderem der bekannte Sportmanager Jenö Rauch angehörte. Neuer Präsident wurde der in Wirtschaftssachen erprobte Franz Nerb, sein Stellvertreter Gerhard Süß, der vor dem Insolvenzverfahren u.a. die Aktion "Rettet den Jahn" gestartet hat, um Geld für den bedrohten Sportverein einzutreiben.
Die "neue" Ära dauerte allerdings nicht lange an: schon am 7. April 2006 trat der Großteil des relativ frischen Vorstands bis auf den Präsidenten Franz Nerb zurück, nachdem es Streitigkeiten um die sportliche Kompetenz im Verein gegeben hatte. Nerb hatte unter Rücktrittsdrohungen eine sportliche Vollmacht gefordert, mit der der Vorstand jedoch nicht einverstanden war. Als Konsequenz trat fast die gesamte Führungsriege - inklusive dem Vizepräsidenten Gerhard Süß - zurück. Zugleich trennte man sich vom Trainer Dariusz Pasieka und engagierte den Ex-Bundesligaspieler Günter Güttler. Nerb baute daraufhin einen "schlanken" Vorstand auf, dem nun nur mehr der gebliebene Jenö Rauch und der der Ex-Jahnspieler Horst Eberl angehört. Nerbs Alleingang wurde äußerst kritisch bewertet: obwohl er zu Beginn seiner Amtszeit beteuert hatte, sich aufgrund mangelnder Fachtkenntnisse nicht in das sportliche Geschäft einzumischen, hatte er eine sportliche Vollmacht gefordert, die es ihm ermöglichen hätte können, bis in den alltäglichen Trainingsbetrieb einzugreifen. Auch der Abgang des beliebten Vizepräsidenten Gerhard Süß, der sich noch im Vorjahr sehr für den Verein engagiert hatte, wurde nur unwillig hingenommen. Neben der angespannten personellen Lage beim Traditionsverein wurde es auch im Sportlichen immer ernster: Nach der 0:2 Niederlage gegen den VfR Aalen am 20. Mai 2006 musste der Verein den Abstieg in die viertklassige Bayernliga hinnehmen. Da die zweite Mannschaft in ebendieser Liga spielte, wurde sie von der ersten Mannschaft in die Landesliga "gezwungen", obwohl sie eine solide Saison gespielt hatte.
Für die darauffolgende Saison wurde mit 1,2 Millionen Euro der höchste Etat in der Bayernliga veranschlagt, um den sofortigen Wiederaufstieg zu ermöglichen.
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