Der SS-Ehrenring, im Volksmund kurz Totenkopfring genannt, war ursprünglich eine private Auszeichnung Heinrich Himmlers an SS-Angehörige, die eine Mitgliedsnummer bis 5.000 hatten. Später wurde der Ring generell an alle SS-Angehörigen verliehen, die die „SS-Führerschule“ (später SS-Junkerschule) erfolgreich abgeschlossen hatten.
Der Ring wurde durch den späteren SS Gruppenführer Karl Maria Wiligut im Auftrag von Heinrich Himmler entworfen, aus Silber gearbeitet und trägt auf seiner Stirnseite einen Totenkopf mit gekreuzten Knochen. Ferner waren zahlreiche Runenzeichen angebracht, die dem Träger die sogenannten „Germanischen Tugenden“ stärken sollten. Auf der Innenseite war eingraviert: Meinem lieben... (es folgte der Name des Trägers) H. Himmler und das Verleihungsdatum. Der Ring hat keine Silberpunzen oder ähnliches.
Obwohl keine offizielle Parteiauszeichnung, war der Totenkopfring bei Angehörigen der SS äußerst begehrt. Im Zweiten Weltkrieg war, durch eine zusehends inflationäre Vergabe, das gesamte SS-Führerkorps einschließlich der Offiziere der Waffen-SS und der Gestapo Träger des Ringes.
Als sich die Kriegsniederlage näherte, ließ Himmler alle noch existierenden Ringe in eine Kammer nahe der Wewelsburg einschließen. Ringe von gestorbenen Trägern wurden bis zum Januar 1945 an Himmler zurückgesendet, danach häufig mit dem Träger begraben.
Von den 14.500 ursprünglich hergestellten Ringen existieren heute noch etwa 3.500. Ihr heutiger Marktpreis kann bis zu 4.500 Britische Pfund betragen. Neben geschichts- und militärbegeisterten Sammlern sind vor allem Rechtsradikale und Neonazis am Erwerb der Ringe interessiert.
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