Die SLUB (Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) entstand 1996 aus dem Zusammenschluss der Bibliothek der TU Dresden und der Sächsischen Landesbibliothek (SLB).
Die SLUB bezog 2002 einen großen Neubau am Zelleschen Weg, womit die Bestände zusammengeführt wurden. Sie gehört mit circa sieben Millionen Bestandseinheiten zu den größten Bibliotheken in Deutschland und besitzt als Landesbibliothek das Pflichtexemplarrecht für Sachsen.
Innerhalb der SLUB ist die Deutsche Fotothek hervorzuheben. Ihr Bildbestand von über zwei Millionen Bilddokumenten beruht auf einer über 80-jährigen Sammlungsgeschichte. Die ältesten Bilder um 1850 gehen auf den Fotografen Hermann Krone zurück. Außerdem ist im Buchmuseum eine auf circa 1200 n. Chr. datierte Abschrift einer Maya Handschrift („Codex Dresdensis“) zu sehen.
1788 wird die Bibliothek dort der Öffentlichkeit zugänglich. Damit erfolgte die öffentliche Präsentation der kurfürstlichen Büchersammlung etwa 50 Jahre später, als die der Schatzkammer im Grünen Gewölbe. Mit der Gründung des Königreichs Sachsen erfolgt 1806 die Benennung in Königliche Öffentliche Bibliothek. Ende des 19. Jahrhunderts wird die Bibliothek um kartografische und musikalische Sammlungen erweitert.
Durch die Einrichtung des Freistaates Sachsen erhielt die Bibliothek 1918 erstmal den Namen Sächsische Landesbibliothek, den sie so durchgängig bis in die Gegenwart trägt. 1935 wurde das Buchmuseum eröffnet, nach dem der Standort im Japanischen Palais noch einmal modernisiert wurde.
1945 wurde die Bibliothek bei den Luftangriffen auf Dresden getroffen und zerstört. Auch in Folge von Kriegsbeute der Sowjetunion halbiert sich der Bestand. Nach dem Krieg wurde die Bibliothek in die Albertstadt verlegt und ab 1949 wieder zugänglich. 1966 kam die Bibliothek durch einen Zusammenschluss an die sehr große Sammlung, stenografischer Schriften. Auch 1983 wurde die Bibliothek noch einmal erweitert, in dem ihr die Deutsche Fotothek zugeordnet wurde.
1945 wurde auch die Universitätsbibliothek zerstört und der Bestand reduziert. Es erfolgte die Verlegung der Bibliothek in eine Villa auf dem gegenwärtigen Campus der Universität, in dem jetzt das Rektorat der Technischen Universität Dresden sitzt. Die Umbenennung in Technische Universität erfolgte 1961 womit sich auch die Bezeichnung als Universitätsbibliothek ergab. Seit 1977 werden die Ausleihen in den Sektions- bzw. heutigen Zweigbibliotheken zentral gesteuert.
Nach 1990 wurde die TU Dresden zur Volluniversität ausgebaut und so die Bibliothek um Zweigbibliotheken der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ergänzt. 1992 erfolgte die Zusammenführung von TU und der Hochschule für Verkehrswesen und damit auch die Übernahme deren Bibliothek. Auch 1993 wurde die Universitätsbibliothek noch einmal um eine Zweigbibliothek erweitert, als die Medizinischen Akademie der TU zugeordnet wurde.
Mit dem Zusammenschluss mit der Landesbibliothek begann 1999 der Neubau des Zentralgebäudes im Campus der TU Dresden. Dieser bietet vor allem durch den großen Lesesaal und die Carrels gute Arbeitsbedingungen.
Die beiden aufragenden Riegel besitzen sehr wenige Fenster und sind mit hellem Stein verkleidet. Im südlichen Riegel befinden sich Büros der Verwaltung während sich im anderen Teil öffentliche Teile wie das Buchmuseum, eine Cafeteria und Veranstaltungssäale befinden.
Da die meisten Teile der Bibliothek aber unterirdisch liegen, ist die Größe der Bibliothek von außen kaum erkennbar. Insgesamt zwei Stockwerke befinden sich unter der ebenerdigen ersten Etage.
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