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Die Firma The SCO Group, Inc. (Santa Cruz Operation) ist ein Anbieter von Computer-Betriebssystemen und Programmen, früher unter dem Namen Caldera und als Vertreiber eines gleichnamigen Linux-Derivats. Heute bietet sie die Unix-Derivate UnixWare und OpenServer an. Die SCO Group übernahm den Markennamen von der Firma The Santa Cruz Operation (SCO), die früher mit ihrem Produkt SCO Unix erfolgreich war. Die ursprüngliche SCO firmiert heute unter dem Namen Tarantella, Inc. und gehört zu Sun Microsystems.

Die SCO Group behauptet, mit dem Kauf von Unix-Rechten von der Santa Cruz Operation (noch als Caldera Inc.) sämtliche Rechte an den Methoden und Konzepten des Betriebssystems UNIX sowie einen Anspruch auf Geheimhaltung des Codes aller auf Unix basierenden Projekten der Unix-Lizenznehmer von AT&T zu besitzen. Sie hat deshalb die Firmen IBM, Novell, AutoZone und DaimlerChrysler verklagt. Der Softwarehersteller Red Hat hat seinerseits die SCO Group wegen übler Nachrede verklagt.

Firmengeschichte


Caldera entwickelte sich als Projekt innerhalb von Novell. Kurz darauf wurde Caldera Systems selbst 1994 von Bryan Sparks (CEO) mit finanzieller Hilfe von Ray Noorda von Novell ins Leben gerufen. Der Sitz war in Utah, USA. Das erste Produkt war der auf Red Hat Linux basierende Caldera Network Desktop, später Caldera OpenLinux. Zielgruppe für dieses System waren kommerzielle Anwender, der Markterfolg war jedoch mäßig. 1998 verließ Bryan Sparks Caldera und Ransom Love wurde nachfolgender CEO bis Ende 2002. Mit dem Kauf der Server-Softwareabteilung von SCO benannte sich Caldera Systems im August 2001 in Caldera International um. Im August 2002 benannte sich Caldera International in The SCO Group um. Damit sollte die Verbindung mit dem Unix Traditionshaus SCO verdeutlicht werden. Im Sommer 2002 verließ Ransom Love Caldera International und wurde durch Darl McBride ersetzt. Der Name SCO wurde wieder aktiviert und die Umbenennung in The SCO Group, Inc. erfolgte im August 2002.

Im März 2003 erhob SCO (laufendes Verfahren) Vorwürfe gegen die Linux-Gemeinde, dass Teile des Quellcodes des Linux-Kernels dem originalen Unix-Quellcode entnommen seien. Siehe dazu auch: SCO gegen Linux.

Der Weg von SCO und Caldera

Ein Grund für den Kauf von SCO-Unix-Produkten des Linux-Unternehmens Caldera war der SCO-eigene Bestand von über 15 000 weltweiten "value-added" (Mehrwert-)Wiederverkäufern (VARs), die Softwarelösungen für Kunden anboten. Benötigte etwa eine Arztpraxis einen Computer, mehrere Terminals, sowie Buchführungs- und medizinische Software, so boten diese Wiederverkäufer das Betriebssystem SCO-Unix auf Intel-PCs und die benötigten Anwenderprogramme an. Der größte Kunde von SCO war etwa die Schnellrestaurantkette McDonalds, der SCO-Unix in seinen Kassensystemen einsetzte. Die Kosten des Betriebssystems waren vernachlässigbar klein, während die Gewinne der Verkäufer an den Zusatzartikeln hoch waren. Caldera erhoffte sich von SCOs VAR-Vertriebsweg die Förderung ihrer Linuxversion für Geschäftskunden. Die Wiederverkäufer erkannten jedoch schnell, dass sie Linux auch selbst vertreiben konnten und nicht bei SCO verbleiben mussten.

OpenLinux und OpenUnix

Die Bezeichnungen „OpenServer“, „OpenUnix“ oder auch „OpenLinux“ für die Caldera-Produkte suggerieren, dass es sich im Gegensatz etwa zu Konkurrenzprodukten speziell um Open Source-Software handelt. (Korrektur: Open steht hier für Open Standards, ein Begriff der schon lange in der Computer Industrie verwendet wird. Er hat im Zusammenhang mit SCO Openserver und dem nicht mehr verfügbaren SCO OpenUNIX NICHTS mit dem Begriff OpenSource zu tun)In Anbetracht der Tatsache, dass Calderas Linux-Distribution fast ausschließlich proprietäre Software enthält, führte dies schon in den 1990er Jahren zu Unmut in der Linux-Gemeinde. Das Linux-Betriebssystem selbst ist Open Source-Software und die meisten anderen Distributionen enthalten nur wenig proprietäre Software.

Sonstiges

The SCO Group gehörte bis März 2005 zur Canopy Group. Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet und ist im Zusammenhang mit "SCO gegen Linux" interessant.

Versionen


Caldera OpenLinux / SCO Linux

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Version Datum
1.0 5. Februar 1996
1.1 4. Mai 1997
1.2 23. Februar 1998
1.3 28. September 1998
2.2 19. April 1999
2.3 13. September 1999
2.4 21. Februar 2000
3.1 2. Juli 2001
3.1.1 30. Januar 2002
4.0 19. November 2002

Am 15. Mai 2003 wurde die Entwicklung von SCO Linux eingestellt.

Weblinks


Softwarehersteller | Betriebssystem | Unternehmen (USA)

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