Der SC Dynamo Berlin war ein Sportclub in der DDR, der von 1954 bis 1991 existierte. Er gehörte zur Sportvereinigung Dynamo (Sportverband des Ministeriums des Innern/Polizei und des Ministeriums für Staatssicherheit) und war ein Zentrum leistungssportlicher Förderung.
Sportartenspektrum
Das Sportartenspektrum war besonders in den 50er und 60er Jahren sportpolitisch motivierten Änderungen unterworfen. In den 80er Jahren gab es im SC Dynamo Berlin die Sektionen
Handball,
Leichtathletik,
Turnen,
Radsport,
Eisschnelllauf,
Eiskunstlauf,
Eishockey,
Fechten,
Boxen und
Volleyball. Die Sektion
Fußball war in den 60er Jahren ausgegliedert worden (
Berliner FC Dynamo).
Ansiedlung
Der SC Dynamo Berlin nutzte einen großzügigen, noch heute existierenden Sportkomplex in
Berlin-Alt-Hohenschönhausen, das sogenannte
Sportforum (auch Dynamo-Sportforum) mit Leichtathletikstadion, Turnhallen, Rollschuhbahn, Eishockeyhalle, Eisschnelllaufbahn, und Radrennbahn.
Erfolge
Der SC Dynamo hat zahlreiche bekannte Sportler hervorgebracht, so
Christoph Höhne (
Leichtathletik -
Olympiasieger im
Gehen),
Ilona Slupianek-Briesenick (
Leichtathletik -
Olympiasiegerin im
Kugelstoßen),
Karin Janz (
Olympiasiegerin im
Turnen),
Axel Peschel (
Radsport - Sieger der
Friedensfahrt), die
Eishockeyspieler
Joachim Ziesche und
Dietmar Peters, die
Olympiasiegerin im
Eisschnelllauf Helga Haase und die
Olympiasiegerin im
Schwimmen,
Barbara Krause.
Grundlage des Erfolges waren einerseits die ausgefeilte Sichtung von Talenten, das umfangreiche Training auf wissenschaftlicher Grundlage schon im Nachwuchsbereich (Kinder- und Jugendsportschule) und das strikte Leistungsprinzip, andererseits ist besonders in den 1970er und 1980er Jahren der systematische Einsatz von Dopingmitteln in mehreren Sportarten belegt.
Nach der DDR
Nach dem Zusammenbruch der DDR bildeten sich aus den Sektionen des SC Dynamo Berlin verschiedene zivile Sportvereine, so der
EHC Eisbären Berlin im
Eishockey und der
SC Berlin in einigen weiteren Sportarten.
Sportverein