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Die Strecke der SBB über den Gotthard stellt, mit ihren Rampen von 27 Promille Steigung, insbesondere an den Güter- und schweren Reisezugbetrieb hohe Ansprüche. Die SBB waren in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts dabei mit dem Problem konfrontiert, dass die Leistung und das Reibungsgewicht der anfahrenden Lokomotiven auf den Rampen nicht mehr genügte und so aufwändige Doppeltraktionen oder Zugteilungen durchgeführt werden mussten. Die sogenannte Vielfachsteuerung, also mehrere Lokomotiven duch einen Lokomotivführer steuern zu lassen, war damals noch nicht ausgereift. Man glaubte deshalb, mit sogenannten Doppellokomotiven von rund 250 Tonnen Gewicht und 8 Triebachsen das Problem lösen zu können.

Die Ae 8/14 gab es in drei Ausführungen, nämlich mit den Betriebsnummern 11801, 11851 und 11852. Allen gemeinsam war, dass sie zwei Kasten, jeweils acht Trieb- und sechs Laufachsen hatten. Die Loks 11851 und 11852 waren zu Beginn mit einem sogenannten "Adhäsionsvermehrer" ausgestattet, welcher es erlaubte, die Laufachsen zu entlasten und so das Reibungsgewicht der Triebachsen zu erhöhen. Diese Adhäsionsvermehrer wurden in den 50er Jahren ausgebaut repsektive stillgelegt.

11801


Die 1931 gebaute Nr. 11801 besitzt pro Achse einen Buchli-Antrieb, welche auf der einen Lokhälfte links, auf der anderen Lokseite rechts angeordnet sind, hat 5'408 kW / 7'350 PS und ist 34 Metern lang. Sie gehört heute zu den betriebsfähigen historischen Triebfahrzeugen der SBB.

11851


Ein Jahr später wurde die 11851 gebaut. Obschon optisch eine gewisse Ähnlichkeit zur 11801 herrschte, war die 11851 im Gegensatz zur 11801 mit einen SLM-Universalantrieb ausgerüstet. Sie hatte eine Leistung von 6'070 kW / 8'250 PS und wurde 1976, nach einer optisch unglücklichen Modernisierung im Jahre 1961, ausrangiert und abgebrochen.

11852


Die Nr. 11852 hatte ein zur damaligen Zeit futuristisches Design und wurde von den SBB an der Landesausstellung 1939 ausgestellt, wodurch sie den Spitznamen Landi-Lok erhielt. Mit 8'170 kW / 11'100 PS war die mit dem SLM-Universalantrieb ausgestattete «stärkste Lokomotive der Welt» bis heute die leistungsstärkste Lokomotive bei den SBB. Die 11852 geriet 1971, während einer Fahrt durch den Gotthardtunnel, in Brand und wurde dabei so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht in Frage kam. Die Lok wurde zwar optisch wieder hergerichtet, ist aber nicht betriebsfähig. Sie gehört der Stiftung SBB Historic.

Triebfahrzeug (Schweiz)

 

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