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Die SAP-Arena in Mannheim ist mit bis zu 15.000 Plätzen eine der größten und modernsten Veranstaltungshallen Deutschlands. Die Halle wurde im September 2005 eröffnet, Baubeginn war im November 2002. Sie ist benannt nach dem Hauptsponsor SAP. Während der Planungsphase trug sie den Namen Mannheim-Arena.

Nutzung


Die Arena ist Heimspielstätte für den Eishockeyverein Adler Mannheim sowie den Handballverein SG Kronau/Östringen, auch bekannt als Rhein-Neckar-Löwen. Sie kann aber auch für andere Sportveranstaltungen genutzt werden. Als moderne Multifunktionsarena ist sie darüber hinaus auch Bühne für weitere Veranstaltungsarten wie Konzerte, Shows und Versammlungen.

Eröffnung


Die festliche Eröffnung fand am 2. September und 3. September 2005 statt. Die erste Show in der SAP-Arena bestritt Ronan Keating vor ca. 4000 Zuschauern. Am zweiten Tag der Eröffnungsfeier trat der Mannheimer Sänger Rolf Stahlhofen mit seinem Mann`em soul orchestra auf.Dafür erhielt der Sänger den ersten "Sold Out Award".

Die Adler hatten am 21. August und die SG am 24. August jeweils ein Testspiel in der neuen Halle, bei denen die Plätze des Oberrangs noch nicht genutzt werden konnten. Deshalb konnten nur 5.000 (Eishockey) bzw. 6.000 Besucher (Handball) eingelassen werden.

Am 6. September fand das Eröffnungsspiel der Adler Mannheim statt. Sie spielten gegen das DEL Dream Team. Vor dem Spiel wurden noch feierlich die Gesperrten Rückennummern (Trikot-Nummern erfolgreicher Spieler in Mannheim) und die Meisterwimpel unter das Hallendach gehängt. Das Eishockeyspiel endete 9:5 für die Adler Mannheim.

Am 8. September wurde die DEL-Saison 2005/06 mit dem Spiel der Adler Mannheim gegen die DEG Metro Stars eröffnet, das die Adler mit 6:5 nach Penaltyschießen gewannen.

Highlights


Saparena-boxen.jpg Am 21. Januar 2006 fand das letzte Testspiel der dt. Handballnationalmannschaft der Männer vor der EM in der Schweiz vor 13200 Zuschauern statt. Es war die größte Zuschauerkulisse der deutschen Handballnationalmannschaft aller Zeiten. Das Spiel endete 30:26.

Der Mannheimer Xavier Naidoo schafft es im Frühjahr 2006 bei seinen "Heimspielen" als erster Künstler, dass die Arena 3x komplett ausverkauft ist.

Am 22. April 2006 trafen Wladimir Klitschko und der US-Amerikaner Chris Byrd im Duell um die IBF und IBO Weltmeisterschaft im Schwergewicht aufeinander. Der Gewinner des Kampfes war Wladimir Klitschko nach technischem KO in der 7. Runde. Laut Aussage des Stadion-TVs der SAP Arena war es der am schnellsten ausverkaufte Boxkampf aller Zeiten. Nach 48 Stunden waren alle 14.000 Karten verkauft. Die ARD übertrug den Kampf ab 22:40 Uhr live und erreichte mit einer Einschaltqoute von 47,8% (10,17 Millionen Zuschauer) einen neuen Quotenrekord beim Boxen. Erstmals wurde mit dieser Übertragung ein Boxkampf aus Deutschland live in den USA gesendet (Ortszeit Ostküste 16:40; Westküste 13:40). In über 100 weiteren Ländern auf der gesamten Welt war der Kampf ebenfalls zu sehen.

Vom 24. Januar 2007 bis 28. Januar 2007 finden an 4 Spieltagen die Gruppenspiele der Hauptrunden-Gruppe 2 der Handball-Weltmeisterschaft 2007 * in der SAP-Arena statt.

Im Jahr 2010 wird die Eishockey-WM * in Köln in der Kölnarena und in Mannheim in der SAP-Arena ausgetragen.

Der Komplex SAP-Arena


Zur Arena gehören noch zwei Trainingshallen für den Eissport, die bei besonderen Anlässen zu Bankettsälen umfunktioniert werden können.

Weiterhin entstanden im Umfeld mehrere Großparkplätze mit insgesamt 7000 Stellplätzen und zwei Stadtbahnhaltestellen, wovon auch die größte Verbrauchermesse Deutschlands, der Mannheimer Maimarkt, profitiert.

Nach den ersten Großveranstaltungen stellte sich heraus, dass der DB-Haltepunkt Rangierbahnhof dem Ansturm der Besucher nach Veranstaltungsende nicht gewachsen ist und ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Frühestens 2008 wird der Haltepunkt Richtung Osten zur neuen Stadtbahnendstelle verlegt.

Nachdem es bei der Findung eines Geländes für ein Bundesligastadion in Heidelberg und Umgebung Ende April 2006 zu Rückschlägen kam, ist der Standort Bösfeld neben der SAP-Arena wieder im Gespräch. Vorteil des Standortes sind die perfekte Erschließung des Geländes für PKW als auch des öffentlichen Personennahverkehrs.

Lage und Anfahrt


Die Arena steht im Bösfeld im Osten der Stadt Mannheim in der Nähe des Stadtteils Neuostheim-Neuhermsheim direkt an der B 38a in der Nähe des Autobahnkreuzes Mannheim.

An der nahegelegenen Haltestelle Mannheim Rangierbahnhof halten alle Züge der S-Bahn RheinNeckar sowie einige Regionalbahnen.

Zur Erschließung der Arena im Nahverkehr wird außerdem die Stadtbahn-Linie 6 um zwei neue Streckenabschnitte erweitert. Der nördliche Arm (Neuostheim–Maimarktgelände–SAP-Arena–Rangierbahnhof) wurde bereits mit Eröffnung der Arena in Betrieb genommen. Ab Dezember 2006 soll die Arena dann auch über den südlichen Arm über die Route (Planetarium–Neuhermsheim–Rangierbahnhof) per Straßenbahn erreichbar sein. Die Linie 6 kann dann als Ringlinie verkehren, wird im Regelverkehr jedoch am Planetarium geteilt.

Bei allen Veranstaltungen mit Eintrittskarte (also Konzerten, Sportveranstaltungen u.a.) gilt diese gleichzeitig als Kombi-Ticket, das die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Gebiet des Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) ermöglicht.

Geschichte


Schon lange wurde in Mannheim über einen Hallenneubau als Ersatz für das marode Eisstadion am Friedrichpark diskutiert. In den 1980ern war als Standort der neue Messplatz im Gespräch. Aufgrund der Erfolge der Adler wurde das Thema Ende der 1990er wieder aktuell, doch die Stadt Mannheim sah sich finanziell außerstande zu einem solchen Vorhaben.

Realisiert wurde die Arena durch ein Modell, bei dem SAP-Mitbegründer und Adler-Sponsor Dietmar Hopp den Bau zinslos vorfinanziert und die Halle mit einer eigenen Gesellschaft während der ersten 30 Jahre auf eigenes Risiko betreiben wird. Die Stadt Mannheim zahlt die Baukosten in Höhe von 70 Millionen Euro während dieser Zeit in Raten zurück. Nach Ablauf der 30 Jahre geht die Arena in das Eigentum der Stadt über. Die beiden Trainingshallen wurden als Stiftung von Dietmar Hopp selbst finanziert.

In die Verkehrsinfrastruktur um die Arena (Parkplätze, Straßenzubringer, ÖPNV) wurden mehr als 50 Millionen Euro investiert, die zu etwa 80 Prozent durch den Bund und das Land übernommen wurden. Die Restfinanzierung trug die Stadt Mannheim, die ihre Investionsplanung für dieses Vorhaben neu ausrichten musste, was in der Lokalpolitik für heftige Kontroversen sorgte.

Technische Daten


Umbauter Raum Bruttorauminhalt: 403.000 m³ ARENA: 333.000 m³ Trainingshallen: 70.000 m³

  • Kapazität:
    • bei Sportveranstaltungen:
      • Eishockey: 13.600 (3.666 Stehplätze; 9.934 Sitzplätze)
      • Handball: 13.200
    • bei Konzerten:
      • Centerstage, unbestuhlter Innenraum: 15.000
      • Endstage, unbestuhlter Innenraum: 11.500
      • Endstage, bestuhlter Innenraum: 10.800
    • davon:
      • Rollstuhlplätze inkl. Begleitpersonen: 56
      • Business Seats:648
      • VIP Logen:42 Stück à 10 Personen

  • Parkplätze
    • bis 7.000

  • Konferenzräume:
    • für bis zu 120 Personen

  • Service im Gastronomiebereich:
    • Logen: 420
    • Business Club: 430
    • Sky Lounge: 188
    • Friedrichspark: 300
    • Rosso: 70

Baubeginn 11/2002 - Bauende: 09/2005

Architekt: Hentrich - Petschnigg, Düsseldorf.

Weblinks


Eishockeystadion (Deutschland) | Sport (Mannheim) | Gebäude (Mannheim) | Veranstaltungszentrum | Halle

SAP Arena

 

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