article

Die Strela-3 (russ. Strela = dt. 'Pfeil') oder 9M36, NATO-Bezeichnung SA-14 oder Gremlin, ist eine schultergestützte Kurzstrecken-Boden-Luft-Rakete. Sie stellt eine Weiterentwicklung der Strela-2 (SA-7 Grail) dar und wird von Bodentruppen zur Verteidigung gegen feindliche Hubschrauber und Bodenangriffsflugzeuge eingesetzt. Sie gilt unter anderem als Gegenstück zu den amerikanischen Redeye und Stinger SAM-Raketen. Die Rakete wird von zwei Soldaten bedient (Schütze, Ladeschütze) und verfolgt ihre Ziele mittels Infrarot-Wärmesuchkopf.

Entwicklung


Die 9M36 Strela-3 (SA-14) wurde in der ehemaligen Sowjetunion als Nachfolgerin der 9K32 Strela-2 (SA-7 Grail) entwickelt, von der sie sich äußerlich kaum unterscheidet. Bereits früh war klar geworden, daß die Schwachstelle der Strela-2 ihr Suchkopf und die Empfindlichkeit gegenüber Abwehrmaßnahmen sind. Ab 1972 wurde daher die Strela-3 (SA-14) entwickelt und 1978 bei der russischen Armee eingeführt.

Hauptunterschied zur SA-7 ist vor allem der neue Suchkopf, welcher eine bessere Zielerfassung und -verfolgung garantieren und die Schwachstellen des Vorgängermodells minimieren sollte. Die SA-14 stellt damit neben den Folgemodellen SA-16 und SA-18 (en) eine der größten Bedrohungen für Kampfhubschrauber und Bodenangriffsflugzeuge (wie Fairchild-Republic A-10 oder Suchoi Su-25) dar, da sie leicht transportiert und von jedem Soldaten abgefeuert werden kann, was ihre Bekämpfung erschwert.

Durch den passiven Wärmesuchkopf kann die Rakete, anders als Radar-gestützte Systeme, unvorbereitet zuschlagen, da dem Piloten bis zu einem Sichtkontakt jegliche Vorwarnung fehlt. Ein Großteil der im Irak abgeschossenen oder beschädigten US-Hubschrauber und Flugzeuge gehen auf Beschuß durch Strela-3 und verwandte Modelle zurück. Die von den Amerikanern an die Taliban gelieferte amerikanische Stinger, eine ähnlich aufgebaute Waffe, war wiederum für einen Großteil der sowjetischen Verluste von Hubschraubern in Afghanistan verantwortlich.

Technik


Bei der Strela-3 9K34 (SA-14) handelt es sich um ein schultergestütztes Flugabwehrsystem welches aus den drei folgenden Hauptkomponenten besteht:

  • 9P59 Werfer und Zielerfassungssystem (Raketenbehälter, Abschußvorrichtung)

  • 9P51 Wärmebatterie und Gasbehälter (Dienen der Energieversorgung und Kühlung des Raketensuchkopfes zwecks Zielerfassung)

  • 9M36 Rakete

Die Strela-3 ist eine passive Infrarot-Rakete: Der nitrogen-gekühlte Suchkopf der Rakete erfasst Wärmequellen wie Abgasrohre, Propellermotoren und Turbinen und lenkt den Flugkörper in die Wärmequelle und somit das Ziel. Der verbesserte Suchkopf der Strela-3 (SA-14) erlaubt Angriffe aus breiteren Winkeln als dies bei der Strela-2 der Fall war. Außerdem wurde die Empfindlichkeit des Suchkopfes gegnerischen Abwehrmaßnahmen gegenüber gesenkt, indem z. B. optische Filter eingebaut wurden, welche Flares (Täuschkörper) herausfiltern und somit eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit gewährleisten. Weitere Unterschiede zum Vorgängermodell sind das reduzierte Gewicht und der größere Gefechtskopf.

Die Strela-3 (SA-14) kann Luftziele effektiv bis auf Höhen von 3.000 Metern und Entfernungen von 4.500 Metern bekämpfen.

Daten


Typ Kurzstrecken-Flugabwehr-Rakete
-
Lenkung Passive Infrarot-Rakete mit IFF (Freund-Feind-Erkennung)
-
Originalbezeichnung 9M36, Strela-3
-
NATO-Code SA-14 "Gremlin"
-
Mindestbesatzung 1
-
Reichweite
-
Maximale Reichweite 6000 m
-
Minimale Reichweite 600m
-
Flughöhe
-
Maximale Flughöhe 6000m
-
Minimale Flughöhe 600m
-
Geschwindigkeit 600 m/s (~1,75 Mach)
-
Gewicht
-
Gesamtgewicht ~13,5kg
-
Gefechtskopf 1 kg Frag-HE (Hochexplosiv-Splitter)
-
Sonstiges
-
Weitere Varianten Igla 9M39 (NATO: SA-N-8), Marineversion
-
Verbreitung Weltweit, Hauptsächlich jedoch in Russland und den
Ostblock-Nachfolgestaaten

Flugabwehrrakete

SA-14 Gremlin

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Strela-3".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld