Die Strela-3 (russ. Strela = dt. 'Pfeil') oder 9M36, NATO-Bezeichnung SA-14 oder Gremlin, ist eine schultergestützte Kurzstrecken-Boden-Luft-Rakete. Sie stellt eine Weiterentwicklung der Strela-2 (SA-7 Grail) dar und wird von Bodentruppen zur Verteidigung gegen feindliche Hubschrauber und Bodenangriffsflugzeuge eingesetzt. Sie gilt unter anderem als Gegenstück zu den amerikanischen Redeye und Stinger SAM-Raketen. Die Rakete wird von zwei Soldaten bedient (Schütze, Ladeschütze) und verfolgt ihre Ziele mittels Infrarot-Wärmesuchkopf.
Hauptunterschied zur SA-7 ist vor allem der neue Suchkopf, welcher eine bessere Zielerfassung und -verfolgung garantieren und die Schwachstellen des Vorgängermodells minimieren sollte. Die SA-14 stellt damit neben den Folgemodellen SA-16 und SA-18 (en) eine der größten Bedrohungen für Kampfhubschrauber und Bodenangriffsflugzeuge (wie Fairchild-Republic A-10 oder Suchoi Su-25) dar, da sie leicht transportiert und von jedem Soldaten abgefeuert werden kann, was ihre Bekämpfung erschwert.
Durch den passiven Wärmesuchkopf kann die Rakete, anders als Radar-gestützte Systeme, unvorbereitet zuschlagen, da dem Piloten bis zu einem Sichtkontakt jegliche Vorwarnung fehlt. Ein Großteil der im Irak abgeschossenen oder beschädigten US-Hubschrauber und Flugzeuge gehen auf Beschuß durch Strela-3 und verwandte Modelle zurück. Die von den Amerikanern an die Taliban gelieferte amerikanische Stinger, eine ähnlich aufgebaute Waffe, war wiederum für einen Großteil der sowjetischen Verluste von Hubschraubern in Afghanistan verantwortlich.
Die Strela-3 ist eine passive Infrarot-Rakete: Der nitrogen-gekühlte Suchkopf der Rakete erfasst Wärmequellen wie Abgasrohre, Propellermotoren und Turbinen und lenkt den Flugkörper in die Wärmequelle und somit das Ziel. Der verbesserte Suchkopf der Strela-3 (SA-14) erlaubt Angriffe aus breiteren Winkeln als dies bei der Strela-2 der Fall war. Außerdem wurde die Empfindlichkeit des Suchkopfes gegnerischen Abwehrmaßnahmen gegenüber gesenkt, indem z. B. optische Filter eingebaut wurden, welche Flares (Täuschkörper) herausfiltern und somit eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit gewährleisten. Weitere Unterschiede zum Vorgängermodell sind das reduzierte Gewicht und der größere Gefechtskopf.
Die Strela-3 (SA-14) kann Luftziele effektiv bis auf Höhen von 3.000 Metern und Entfernungen von 4.500 Metern bekämpfen.
| Typ | Kurzstrecken-Flugabwehr-Rakete | - | Lenkung | Passive Infrarot-Rakete mit IFF (Freund-Feind-Erkennung) | - | Originalbezeichnung | 9M36, Strela-3 | - | NATO-Code | SA-14 "Gremlin" | - | Mindestbesatzung | 1 | - | Reichweite | - | Maximale Reichweite | 6000 m | - | Minimale Reichweite | 600m | - | Flughöhe | - | Maximale Flughöhe | 6000m | - | Minimale Flughöhe | 600m | - | Geschwindigkeit | 600 m/s (~1,75 Mach) | - | Gewicht | - | Gesamtgewicht | ~13,5kg | - | Gefechtskopf | 1 kg Frag-HE (Hochexplosiv-Splitter) | - | Sonstiges | - | Weitere Varianten | Igla 9M39 (NATO: SA-N-8), Marineversion | - | Verbreitung | Weltweit, Hauptsächlich jedoch in Russland und den Ostblock-Nachfolgestaaten |
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