| S-Bahn Rhein-Main | |
|---|---|
| S-Bahn Rhein Main Map.png | |
| Verkehrsverbund | Rhein-Main-Verkehrsverbund |
| Linien | 9 |
| Gesamtlänge | etwa 303 km |
| Fernbahnhöfe | 7 |
| Tunnelbahnhöfe | 12 |
| Haltepunkte | 108 |
| Bewohner im Abdeckungsbereich | etwa 3.400.000 |
| Fahrgäste pro Jahr | etwa 135 Mio. |
| Höchste Taktdichte | 15 Min. |
| Linie | Strecke |
|---|---|
| Wiesbaden – Höchst – Frankfurt – Citytunnel – Offenbach Ost - Rödermark-Ober Roden | |
| Niedernhausen – Frankfurt-Höchst – Frankfurt – Citytunnel – Offenbach Ost - Dietzenbach | |
| Bad Soden am Taunus - Frankfurt-West - Frankfurt - Citytunnel - Langen - Darmstadt | |
| Kronberg – Frankfurt-West - Frankfurt - Citytunnel - Langen - (Darmstadt) | |
| Friedrichsdorf – Frankfurt-West - Frankfurt - Citytunnel - Frankfurt-Süd | |
| Friedberg – Frankfurt-West - Frankfurt - Citytunnel - Frankfurt-Süd | |
| Riedstadt-Goddelau – Groß-Gerau – Frankfurt | |
| Wiesbaden – Mainz – Flughafen – Frankfurt – Citytunnel – Offenbach Ost - Hanau | |
| Wiesbaden – Mainz-Kastel - Flughafen – Frankfurt – Citytunnel – Offenbach Ost - Hanau |
(Die Linienpaare S3/S4 und S8/S9 sind als jeweils eine Linie mit alternativen Streckenführungen zu betrachten.)
Zur genauen Linienführung siehe Liste der Linien der S-Bahn Rhein-Main.
Bereits Anfang der 1960er Jahre begannen Planungen für eine Verbindungsbahn (genannt V-Bahn) zwischen dem Hauptbahnhof und der Hauptwache, dem zentralen Verkehrsknotenpunkt der Frankfurter Innenstadt. 1962 wurde eine gemeinsame Planung von Stadt Frankfurt und der damaligen Deutschen Bundesbahn beschlossen. Die Bauarbeiten für das Projekt wurden 1969 begonnen. Gleichzeitig begann man das Netz im Umland für den S-Bahnbetrieb umzugestalten: 1972 wurde die Querspange zwischen Bad Soden am Taunus und Niederhöchstadt (Limesbahn) eröffnet. Damit entfiel das Kopfmachen in Höchst. Im gleichen Jahr wurde die Kelsterbacher Querspange zum Flughafen eröffnet. Der Flughafen Frankfurt war somit der erste Flughafen in der Bundesrepublik Deutschland mit S-Bahnanschluss. Neben den S-Bahnen hielten dort auch Fernbahnen.
Mit der ersten Lieferung der dreiteiligen Elektrotriebwagen der Baureihe 420 im Jahr 1976 begann der Vorlaufbetrieb. Die Züge der Baureihe 420 wurden als normale Nahverkehrszüge eingesetzt, um den Betrieb zu erproben und die Lokführer zu schulen.
An der Hauptwache gingen die Linien nicht linienrein über. Aufgrund der fehlenden Wendeanlage und den zwei Wendegleisen waren die Möglichkeiten noch sehr beschränkt. Als Takt wählte der FVV einen 20/40/60-Takt aus. 1980 kamen im Zuge des weiteren Ausbaus zwei neue Linien hinzu:
Abfahrtsschild_Hauptwache.jpgDie Eröffnung wurde erst durch den Bau einer neuen Mainbrücke sowie der Verlegung des Bahnhofes Niederrad nach Süden möglich. Hier wurde auch eine neue Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahn und zum Bus geschaffen. 1983 wurde die Stammstrecke 600m nach Osten zur neuen Station Konstablerwache verlängert. Nun konnte man linienrein die Umläufe planen, nur die Züge der S6 gingen auf die S14 über, die anstatt der S15 in den S-Bahntunnel fuhr.
1990 wurden die neuen Stationen Ostendstraße, Lokalbahnhof, Südbahnhof und kurze Zeit später auch die Station Stresemannallee eröffnet. Nun stand neben dem Außenbahnhof eine zweite große Abstellanlage im Stadtgebiet bereit. Die 4 Gleise des Südbahnhofes boten viel Platz zum Wenden. Mit der Station Mühlberg wurde 1992 die erste Station in Richtung Offenbach eröffnet. Hierbei handelt es sich um die erste S-Bahnstation in Frankfurt, die ohne Stützen und Säulen erbaut wurde, um den Reisenden ein erhöhtes Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Die Linien S1 und S2 fuhren von nun an zum Mühlberg. Im Jahr 1995 wurde der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eingeführt. Dies brachte eine Umstellung des 20/40/60-Taktes auf den immer noch gültigen 15/30/60-Takt mit sich. Im Stadtgebiet Offenbach konnte die unterirdische City-Trasse eröffnet werden, die den Offenbacher Hauptbahnhof nicht mehr berührt, sondern mitten durch die Stadt führt. Die S14 wurde zur S8 und gleichzeitig nach Hanau verlängert. Die S2 fuhr wieder zum Südbahnhof, die S1 weiter nach Offenbach Ost. 1997 wurde die S3 nach Darmstadt und die S4 nach Langen verlängert. Die S8-Kurzpendel wurden 1999 nach Rüsselsheim zur S9 umbenannt und fuhren gleichzeitig über die Kostheimer Spange und Mainz-Kastel nach Wiesbaden. Nun kann man mit 3 Linien auf 3 verschiedenen Wegen nach Wiesbaden fahren. Im selben Jahr wurde die S-Bahn-Station Messe zwischen Westbahnhof und Galluswarte eröffnet. Sie liegt direkt im Messegelände und bietet so den Besuchern einen optimalen Zugang.
Die S7 als neue S-Bahn-Linie zwischen F-Hauptbahnhof und Riedstadt-Goddelau wurde 2002 eingeführt – diese erreicht jedoch die Innenstadt wegen des Kapazitätsmangels des Frankfurter S-Bahntunnels sowie wegen fehlender Weichenverbindung nicht. 2006 soll mit dem Bau eines Überführungsbauwerkes an der Station "Stadion" (ehemals "Sportfeld") begonnen werden, damit die S7 auf den S-Bahn-Gleisen den Hauptbahnhof erreicht. Seit dem Fahrplanwechsel Dezember 2004 fahren die S7-Züge in einem 28/32 Minuten Rhythmus.
Nach langer Planungszeit gingen 2003 die Strecken der Rodgaubahn nach Dietzenbach (S2) und Rödermark-Ober-Roden (S1) in Betrieb. Von nun an herrscht ein fast reiner 5-Minuten-Takt bis Offenbach Ost und ein reiner 5-Minuten-Takt zum Südbahnhof. Anfangs gab es auf diese beiden Strecken große Verspätungen, die durch nicht völlig einwandfrei funktionierende Signale begründet waren. Aufgrund des Kapazitätmangels in der Stammstrecke enden die Kurzpendel der S2-Ost vorläufig am Offenbacher Hauptbahnhof. Nach Umbau der Signaltechnik auf der Stammstrecke sollen auch die Kurzpendel durchgängig gemacht werden.
Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau fordern einen durchgehenden 15-Minuten-Takt auf der nordmainischen S-Bahnlinie, der wahrscheinlich auch genehmigt wird. Es müssen zudem alle Bahnhöfe, außer Frankfurt-Fechenheim, neu gestaltet werden und die Gleisanlagen der Bahnhöfe wird ebenfalls auf die genutzten reduziert.
Seitens der Fahrgastverbände kamen jedoch starke Bedenken gegen die S-Bahnlinie auf, da sie in weitem Abstand an der Bebauung der Städte Maintal und Hanau vorbeifährt, damit wird die Linie nicht viel attraktiver werden als der bisherige Regionalverkehr, und das trotz ihrer hohen Kosten von fast 300 Millionen Euro. Hierzu haben die Fahrgastverbände eine günstigere und besser erschließende Alternative entwickelt: Eine Zweisystemstadtbahn nach Karlsruher Modell, könnte die bisherige Straßenbahnstrecke in Frankfurt mitbenutzen und am Ostbahnhof auf die Regionalbahntrasse übergehen. Einerseits lässt sich so ein Schnellbahnverkehr über Hanau hinaus ins bayrische Aschaffenburg oder über Bruchköbel und Nidderau bis nach Friedberg kostengünstig realisieren, der auf den tatsächlichen Bedarf besser angepasst werden kann, andererseits ist auch eine innerstädtische Erschließung in Maintal und in Hanau möglich. Dieses RegioTram-Netz hätte eine bedeutend größere Erschließungswirkung bei etwa gleichen Kosten wie die S-Bahn.
Eine Kosten-Nutzen-Untersuchung ergab im September 2004, dass die klassische S-Bahn den höchsten Kosten-Nutzen-Faktor erzielte (und damit die besten Chancen auf Förderung durch den Bund besitzt). Untersuchte Alternativen waren eine Verlängerung der Frankfurter Stadtbahnlinie U6 als eine Zweisystem-Stadtbahn. Jedoch ist dieses Gutachten schon vor seiner Veröffentlichung sehr umstritten.
Daneben sind an den bestehenden Linien zusätzliche Haltepunkte in Planung, um bisher nicht erschlossene bestehende, bzw. in den letzten Jahrzehnten neu entstandenen Siedlungsschwerpunkte an das S-Bahn-Netz anzuschließen. Es sind z.B. neue Haltestellen zu bauen;
Die zeitweise von der bedienten Sodener Bahn (Bad Soden – Frankfurt-Höchst) wird heute ebenfalls von der FKE betrieben. Sie ist allerdings elektrifiziert.
Betroffen hiervon waren die Triebfahrzeuge 420 205, 420 208 und 420 210. Der letztere wurde komplett ausgemustert, die restlichen beiden fahren immer noch. 420 208 fährt mit dem Endwagen von 420 210 herum.
Die S-Bahn Rhein-Main hatte den ersten komplett verkehrsroten Fahrzeugpark der Deutschen Bahn AG. Diesen Status behielt sie bis Ende 2003. Stuttgart gab seine orange-weißen und orange-kieselgrauen Einheiten nach Frankfurt ab, nun ist Stuttgart komplett verkehrsrot. Nach etwas mehr als einem Jahr ist nun die S-Bahn Rhein-Main auch wieder ausschließlich verkehrsrot. Die letzte orange-kieselgraue Einheit 420 376 wurde Anfang 2005 z-gestellt und schon bald darauf zur Verschrottung gebracht. Dieser Triebzug war die letzte, sich im Dienst befindliche orange-kieselgraue Einheit überhaupt.
Zurzeit fahren 76 Triebzüge der Baureihe 423 (3. Bauserie: 301-305, 325-334, 372-434) in Frankfurt am Main, monatlich werden es immer mehr. Seit Dezember 2005 fahren die Linien S1, S4 und S6 komplett mit dem ET423. Außerdem werden auch wieder fast alle Kurse auf der S5 mit S-Bahn Zügen der neuen Generation gefahren. Die Kurzpendel der S8 und S9 vom Hauptbahnhof zum Frankfurter Flughafen werden teilweise auch mit dem ET423 gefahren.
Insgesamt wurden 100 Einheiten bestellt, es werden also noch 24 Einheiten geliefert. Laut einer Pressemitteilung der SPD-Kreis-Offenbach sollen ab Dezember 2006 die neuen Züge auf allen Linien zum Einsatz kommen. Dies soll so geregelt werden, dass auf allen Linien der Grundtakt mit ET423 gefahren werden soll, die Verstärkerzüge in der HVZ sollen mit den restlichen ET420 gefahren werden.
Offiziell:
Privat:
S-Bahn | Verkehr in Frankfurt am Main | Verkehr (Hessen) | Verkehr (Rhein-Main)
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