Als Säureattentat bezeichnet man einen Angriff auf Personen oder Sachen mit Säuren oder anderen verätzenden Substanzen.
Diese Form der Körperverletzung ist in Europa sehr selten und geht meist auf vereinzelte psychologisch kranke Täter zurück. In anderen Kulturen, vor allem in muslimischen Gesellschaften Südasiens, ist sie verbreitet. Am häufigsten kommt sie im muslimischen Teil der indischen Bevölkerung und in Bangladesch vor. Sie stellt dort eine Form der Misshandlung von Frauen dar, die über 80% der Opfer sind. Ursachen sind:
Die Opfer werden verstümmelt und leiden ihr Leben lang darunter. Sie haben in der Regel keine Chance, einen (anderen) Ehepartner zu finden. Depressionen und erhöhte Suizidalität sind statistisch erwiesen.
In Bangladesch kann das Säureattentat seit 2002 mit der Einführung des „Acid Crime Control Act“ als Verbrechen mit dem Tode bestraft werden, es kommt jedoch selten zu Anklagen, weil die Opfer sich vor einer Anzeige scheuen, die Täter untertauchen oder bei familiären Streitigkeiten gedeckt werden. Die Zahl der bekannt gewordenen Attentate lag 1997 bei etwa 80, 2002 bei 487. Nach einem zwischenzeitlichen deutlichen Rückgang hat sie sich 2005 wieder auf 267 dokumentierte Fälle erhöht.
Siehe auch: Monira Rahman, Acid Survivors Foundation (Bangladesch)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Säureattentat".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world