article

Southeast_asia.jpg (Malaiische- & Indochinesische Halbinsel) und Indonesischem Archipel]] Südostasien ist ein Teil des asiatischen Kontinents und umfasst etwa die Hinterindische Halbinsel und den Indonesischen Archipel.

Geographie


Im Norden grenzt Südostasien, welches das Australasiatische Mittelmeer enthält, an China, im Osten an den Pazifischen Ozean (mit Polynesien und Melanesien), im Südosten an Australien, Süden und Westen an den Indischen Ozean (mit der Andamanensee und dem Golf von Bengalen) und im Westen an Indien.

Teilgebiete und Abgrenzung


Südostasien besteht – unter anderem – aus der Hinterindischen Halbinsel und Chinas Südküste, beides Bereiche des asiatischen Festlands, sowie aus dem Indonesischen Archipel.

(Hinterindische Halbinsel:

Meere


An Südostasien grenzen folgende Meere:
alphabetisch sortiert

Inselwelt


Siehe: Australasiatisches Mittelmeer

Geschichte


Unmittelbar nach ihrer Unabhängigkeit in den 1950er Jahren verfolgten die südostasiatischen Staaten einen nationalistisch inspirierten Alleingang. Wirtschaftspolitisch verschrieben sie sich mit Ausnahme Singapurs bis in die siebziger Jahre dem Konzept der Importsubstitution (des Ersetzens von Einfuhren). Äußere Einflüsse – die kommunistische Bedrohung durch China und die Sowjetunion, vor allem der Korea-Krieg 1950-1953 und die Indochinakriege – zeigten auf sicherheitspolitischem Gebiet die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit der westlich orientierten Staaten. Erste Gehversuche regionaler Kooperation, vor allem die SEATO, scheiterten jedoch rasch. Der traditionelle bilaterale Ansatz Washingtons in Südostasien erschwerte die regionale Kooperation zusätzlich, die anfangs ganz unter dem Motto stand, die bilateralen regionalen Konflikte einzudämmen, um sich ungestört entwickeln zu können. Regionale Kooperation als solche hatte keinen Wert an sich.

Die Politik hinkte daher der Regionalisierung, die in den siebziger Jahren verstärkt einsetzte – vorangetrieben von den Marktkräften, namentlich japanischen Konzernen und auslandschinesischen Firmennetzwerken – lange Zeit hinterher. Erst Anfang der neunziger Jahre begannen die in der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) verbundenen Regierungen, den Integrationsprozess mit der Schaffung einer Freihandelszone (AFTA) aktiv zu steuern. Zu diesem Zeitpunkt hatten alle Mitglieder einen marktwirtschaftlichen, exportorientierten Pfad eingeschlagen. – Seit den 1990er Jahren versteht es ASEAN zudem, ökonomische und sicherheitspolitische Institutionen zu etablieren und damit Brücken zwischen Südost- und Ostasien zu schlagen, wobei auch die USA geschickt einbezogen wurde. Vor allem der nach der Asien-Krise 1997 entstandene Koordinationsmechanismus ASEAN+3, der ASEAN mit China, Japan und Südkorea verbindet, scheint ausbaufähig. Insgesamt gilt ASEAN, der mit Ausnahme Osttimors alle zehn südostasiatischen Nationen angehören, als das erfolgreichste Regionalbündnis nach der EU. Bis 2020 soll gar eine Asiatische Gemeinschaft mit einer ökonomischen, kulturellen und sicherheitspolitischen Säule entstehen (siehe: Soziale Dreigliederung); eine supranationale Zusammenarbeit ist indes nicht geplant. Am aktivsten vorangetrieben wird das Integrationsprojekt von Singapur und Thailand, wogegen die ökonomisch weniger entwickelten Staaten, speziell Vietnam, eher bremsen.

Multilaterale Zusammenarbeit wird notwendig sein, um im Kampf gegen den Terrorismus zu reüssieren. Obwohl in der Region über 200 Millionen Muslime leben (wovon 95 Prozent in Indonesien und Malaysia), spielt der Islam erst seit den religiös inspirierten Aufständen in den siebziger Jahren in Indonesien und den Philippinen politisch eine Rolle. Traditionell ist der Islam in Südostasien synkretistisch und gemäßigt; aufgrund der globalen Islam-Renaissance sowie politischer und sozialer Repression gewannen Fundamentalisten zuletzt aber an Zulauf. Am berüchtigtsten ist die indonesische Jemaah Islamiah (JI), die mit terroristischen Mitteln das Ziel eines südostasiatischen Kalifats verfolgt.

Staaten


alphabetisch sortiert

Religionen


In Südostasien leben etwa 600 Mio. Menschen. Buddhismus (240 Mio.) und Islam (230 Mio.) sind die Hauptreligionen in diesem Teil Asiens. Auch leben hier 130 Mio. Christen, die meisten davon auf den Philippinen (rund 80 Mio.), in Indonesien (30 Mio.) und in Vietnam (etwa 7-8 Mio.) Der Islam spielt erst seit den religiös inspirierten Aufständen in den siebziger Jahren in Indonesien und auf den Philippinen politisch eine größere Rolle. Traditionell ist er in Südostasien synkretistisch und gemäßigt. Er kam ab dem 13. Jahrhundert über Indien. Aufgrund der globalen Islam-Renaissance sowie politischer und sozialer Repression gewannen islamistische Fundamentalisten in den letzten Jahren aber an Zulauf. Am meisten ist die indonesische Jemaah Islamiah (JI) berüchtigt, die mit Terror das Ziel eines südostasiatischen Kalifats durchzusetzen versucht und über enge Kontakte zur al Kaida verfügen soll.

Siehe auch


Ostindien-Kompanie, Indochina

Literatur


  • Reginald le May: Südostasien. Das Erbe Indiens. Zürich 1967

Südostasien

جنوب شرق آسيا | Southeast Asia | Sud-Orienta Azio | Sureste Asiático | Kaakkois-Aasia | Asie du Sud-Est | Sueste asiático | דרום-מזרח אסיה | Jugoistočna Azija | Asia Tenggara | Suðaustur-Asía | Sud-est asiatico | 東南アジア | სამხრეთ-აღმოსავლეთი აზია | 동남아시아 | Asia Tenggara | Zuidoost-Azië | Sørøst-Asia | Azja Południowo-Wschodnia | Sueste asiático | Юго-Восточная Азия | Southeast Asia | Sydostasien | เอเชียตะวันออกเฉียงใต้ | Timog-silangang Asya | Güneydoğu Asya | Đông Nam Á | 东南亚 | Tang-lâm-a | 東南亞

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Südostasien".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld