| Ryukyu-Kaninchen | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Höhere Säugetiere (Eutheria) |
| : | Euarchontoglires |
| : | Hasenartige (Lagomorpha) |
| : | Hasen (Leporidae) |
| : | Pentalagus |
| : | Ryukyu-Kaninchen |
Die Art ist durch ein wolliges, dunkelbraunes Fell gekennzeichnet, die Ohren sind sehr kurz. Die relativ kurzen Gliedmaßen tragen auffallend lange Krallen. Ryukyu-Kaninchen erreichen eine Kopfrumpflänge von 43 bis 50 Zentimeter und ein Gewicht von zwei bis drei Kilogramm.
Diese Tiere sind nachtaktive Waldbewohner, die die menschliche Nähe meiden. Als Schlafplätze dienen ihnen selbst gegrabene, bis zu einem Meter lange Erdhöhlen. Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Eicheln, Bambusschösslingen und Beeren. Mehrmals im Jahr bringt das Weibchen zwei bis drei Junge zur Welt.
Bevor die Art 1921 durch die japanische Regierung vollständig geschützt wurde, wurde sie wegen ihres Fleisches und wegen vermuteter Heilkräfte gejagt. Heute stellen die Rodung der Wälder und die Nachstellungen durch streunende Hunde und Katzen die Hauptbedrohung für die Tiere dar. Schätzungen über die Gesamtpopulation belaufen sich auf rund 2500 bis 4000 Exemplare. Die IUCN listet die Art als bedroht.
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