Ruud Gullit (* 1. September 1962 in Amsterdam) ist ein niederländischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.
Gullit wurde als Sohn der Niederländerin Ria Dil und des George Gullit aus Suriname geboren. Sein Vater war Fußball-Nationalspieler von Suriname. Weil sein Vater schon eine Familie hatte, wurde Ruud von seiner Mutter und ihrem Vater erzogen und ist sein offizieller Name Ruud Dil. Erst im Alter von 16, als er seinen ersten Profivertrag bekam, änderte er seinen Namen in Ruud Gullit, weil sich dieser Name seiner Meinung nach für einen Spitzenfußballer besser anhört.
Dieser Erfolg sollte sich beim AC Mailand fortsetzen. Zunächst wurde er als Spielgestalter der mailändischen Mannschaft italienischer Meister und 1989 gewann die bis dahin vielleicht spielerisch beste Mannschaft des AC Mailand Europapokal der Landesmeister. Wie bereits ein Jahr zuvor im Finale der Europameisterschaft sorgte Gullit zusammen mit Marco van Basten für die Tore - beide trugen je 2 Tore zum 4:0 Erfolg über Steaua Bukarest bei. Eine zweite Ehrung als Weltfußballer des Jahres war die Folge.
Mit der Wiederholung des Sieges im Europapokal der Landesmeister 1990 im Rücken und als amtierender Europameister fuhr Ruud Gullit zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990 nach Italien. Doch der häufig verletzte Gullit hatte seinen Zenit bereits überschritten und konnte nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Die Niederlande verloren im Achtelfinale gegen Deutschland mit 1:2.
Bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden schied die Mannschaft im Halbfinale gegen den späteren Überraschungssieger Dänemark nach Elfmeterschießen aus.
Aufgrund von Streitigkeiten mit Nationaltrainer Dick Advocaat verließ er wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 das niederländische Trainingsquartier und beendete seine Karriere in der Nationalmannschaft. Mit Ruud Gullit trat damit eine der schillerndsten Figuren des niederländischen Fußballs seit Johan Cruyff von der Fußballbühne ab. Nicht nur auf dem Platz war er ein engagierter Spieler, auch als Kämpfer gegen Rassismus ist er bis heute eine wichtige politische Stimme seines Landes.
In der Saison 2004/2005 war Gullit Trainer von Feyenoord Rotterdam. Nach einer mäßigen Spielzeit, die mit Rang vier in der Ehrendivision und 25 Punkte Rückstand auf Meister PSV Eindhoven endete, trat Ruud Gullit zurück.
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