Die russisch-orthodoxe Allerheiligen-Kirche im Bad Homburger Kurpark wird gemeinhin als Russische Kapelle bezeichnet. Am 16. Oktober 1896 wurde in Anwesenheit des russischen Zarenpaars Nikolaus II. und Alexandra Fjodorowna (geborene Alexandra von Hessen-Darmstadt) der Grundstein gelegt. Die Einweihung fand – ohne das Zarenpaar – am 22. September 1899 statt.
Die Kapelle wurde von dem Petersburger Architekten Louis N. Benois (eigentlich Leontij Nikolajewitsch Nebnois), einem Großvater Peter Ustinovs, im Stil einer russischen Kirche des 16. Jahrhunderts erbaut. Als Architekt „vor Ort" fungierte Baurat Louis Jacobi (1836–1910), der von 1898–1907 den Wiederaufbau des Kastell Saalburg leitete.
Die Kapelle schmückt sich mit vielen Elementen des Backstein-Klinkerbaus und mit ihrer vergoldeten Kuppel im Kurpark von Bad Homburg vor der Höhe, an der eindrucksvollen Kaiser-Friedrich-Promenade gelegen.
Die Kirchengemeinde der Allerheiligen-Kirche gehörte anfangs zur russischen orthodoxen Diözese von Sankt Petersburg, heute zur Diözese von Berlin und Deutschland. Die Allerheiligen-Kirche befindet sich im Eigentum der Stadt Bad Homburg. Die heutige Kirchengemeinde wird seit 1974 geleitet von Erzpriester Dimitri Graf Ignatiew.
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"Russische Kapelle (Bad Homburg)".
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