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Die Rur (nicht zu verwechseln mit der Ruhr) ist ein Nebenfluss der Maas in Westeuropa. Sie fließt durch Belgien, Deutschland und die Niederlande.
Etwa 90 % des Flusses befinden sich in Deutschland.
In ihrem Mittellauf durchfließt die Rur die Kreise Aachen, Düren und Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Dabei durchquert sie die Nord-Eifel mit dem Nationalpark Eifel.
Der Name Eifel-Rur, der manchmal verwendet wird, um den Fluss von der Ruhr mit „h“ abzugrenzen, bezieht sich auf diese geographische Lage. In älteren Karten führt die Rur auch den Namen Ruhr, also mit „h“. Zur Unterscheidung wurde etwa um 1900 das „h“ aus dem Namen gestrichen. Reste der alten Schreibweise finden sich noch in Ortsnamen wie „Erkensruhr“ und „Einruhr“. Niederländisch und Französisch wird der Fluss Roer geschrieben, aber wie im Deutschen gesprochen. In Belgien (Wallonien) wird auch Rour oder Roule geschrieben.
Am Flusskilometer 39 erreicht das Wasser der Rur den Rurstausee, der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands.
Die wichtigsten Zuflüsse der Rur sind die Wurm, die Inde und die Urft. Nach einer Gesamtlänge von ca. 170 km mündet sie bei Roermond in den Niederlanden in die Maas und hat dabei einen Höhenunterschied von 630 Metern überwunden.
Zuständig für die Rur ist der Wasserverband Eifel-Rur (WVER). Von der EU werden Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte des WVER an Inde- und Rurauen unter dem Projektnamen RIPARIA gefördert. So wurde bereits im Bereich Körrenzig ein Altarm integriert und wieder ein natürlicher Rückhalteraum hergestellt.
Die Mühlenteiche sind keine natürlichen Gewässer, sondern im 15. bis 18. Jahrhundert künstlich angelegt worden zur Belieferung der zahlreichen Wassermühlen. Es sind keine Teiche sondern Fließgewässer. Den Zufluss liefert die Rur. Indeverlauf.png
Neben dem Fluss verläuft zwischen Heimbach am Rursee und der niederländischen Grenze der Rur-Ufer-Radweg. Da die Rurtalbahn auch Fahrräder transportiert, ist vor allem die Strecke von Düren nach Linnich interessant, da man nicht zurück radeln muss.
Auch Nicht-Radfahrer können das reizvolle Rurtal zwischen Linnich - Düren - Heimbach mit der Rurtalbahn erleben.
In Jülich speist die Rur die Gräben des restaurierten, napoleonischen Brückenkopfes, der gleichzeitig Teil des Erholungsgebietes Brückenkopf-Park ist.
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