Der Rupertiwinkel ist eine Landschaft im äußersten Südosten Bayerns. Die geographische Ausdehnung des Rupertiwinkels reicht
Somit erstreckt sich der Rupertiwinkel über zwei Landkreise. Im Südosten der Landkreis Berchtesgadener Land und im Nordwesten der Landkreis Traunstein. Er deckte sich zu großen Teilen mit dem durch die Gebietsreform 1972 aufgelösten Landkreis Laufen.
Der Name erinnert an den Heiligen Rupert (um 650-718), dem ersten Bischof von Salzburg und "Apostel der Baiern".
Das Land Salzburg kam 1810 zusammen mit der Fürstprobstei Berchtesgaden zum Königreich Bayern. Beim endgültigen Anschluss von Salzburg an Österreich im Jahr 1816 verblieb der Rupertiwinkel bei Bayern, da Metternich in den Verhandlungen auf dem Wiener Kongress auf ihn verzichtete. Nach 1816 kam dann allmählich der Name "Rupertiwinkel" für dieses ehemals Salzburgische Gebiet in Gebrauch.
Kulturell ist der Rupertiwinkel auch heute noch sehr mit dem Salzburger Land verbunden. Als Beispiele sind unter anderem zu nennen das Aperschnalzen und die Bauform des "Salzburger Flachgauhofs". Sprachwissenschaftler orteten die letzten Reste des alten Salzburger Dialekts im Gebiet des Rupertiwinkels. (Die heute in Salzburg gesprochene Mundart hat sich mittlerweile sehr stark dem Österreichischen/Wienerischen angeglichen.)
Der landschaftlich reizvolle, am Rand der Chiemgauer Alpen gelegene Rupertiwinkel besitzt zwei beliebte Badegewässer, den großen Waginger See und den Abtsdorfer See.
Sehenswerte Städte sind Laufen mit der größten gotischen Hallenkirche Süddeutschlands und Tittmoning mit Burg und großem prächtigem Stadtplatz. Die Bürgerhäuser dieser ehemals reichen Salzhandelsstädte sind schöne Beispiele des sogenannten "Inn-Salzach-Baustils". Kunsthistorisch bedeutende Sakralbauten besitzt der Rupertiwinkel mit den Kirchen von St. Leonhard am Wonneberg bei Waging, Weildorf bei Teisendorf, St. Johann in Fridolfing und St. Coloman bei Tengling. Dazu gehören auch die St.-Laurentius-Kirche in Piding-Mauthausen, die St.-Johannes-Kirche auf dem Johanneshögl bei Piding (mit herrlicher Aussicht) und vor allem das romantisch im See gelegene Kloster Höglwörth bei Anger.
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