Rund um Zschopau ist eine Enduroveranstaltung die in und um Zschopau seit 1955 ausgetragen wird. Aufgrund ihres anspruchsvollen Kurses und der vielmals oft schlechten Wetterbedingungen gilt die Veranstaltung als eine der schwersten Enduroveranstaltungen der Welt. Die Besucherzahlen liegen heute bei rund 30.000 bis 40.000 Zuschauern. Damit ist es nach dem Moto-GP-Rennen auf dem Sachsenring die meistbesuchte Motorsportveranstaltung in Sachsen.
Enduroveranstaltungen, damals noch Geländesport- oder Motorradleistungsprüfung genannt, fanden im Mittleren Erzgebirge bereits ab Mitte der 1920er Jahre statt. Zuerst waren es vor allem Schulungsfahrten für die einheimischen Six Days-Fahrer. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1952 unter der Bezeichnung „Rund um Chemnitz" eine DDR-Bestenprüfung statt, bei der auch Zschopau Durchfahrtsort war. Mit der Unterstützung des ortsansässigen Motorradwerkes Zschopau wurde am 16. Oktober 1955 die erste Geländefahrt „Rund um Zschopau" durchgeführt. Im darauf folgenden Jahr wurde der Wettkampf bereits als Lauf zur DDR-Meisterschaft gewertet. Ab 1957 erfolgte bis 1974 die Austragung als 2-Tage-Fahrt. Dies bedeutet, dass am zweiten Tag die Strecke in umgekehrter Richtung befahren wurde.
1968 war die Veranstaltung gleichzeitig der erste Lauf überhaupt zur Europameisterschaft im Geländesport. Weitere Europameisterschaftsläufe fanden 1969, 1970, 1971 und 1972 statt. Aufgrund politischer Entscheidungen durften ab diesem Zeitpunkt keine weiteren EM-Läufe mehr durchgeführt werden. Auch die Teilnahme von westeuropäischen Startern war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. 1979, 1981, 1984, 1987 fanden dann Läufe um den „Pokal der Freundschaft der sozialistischen Länder" als Zweitagesveranstaltungen statt. Aufgrund des Erfolges der DDR-Mannschaft bei der Internationalen Sechstagesfahrt 1987 wurde 1990 das Rennen als Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft ausgetragen. Nach der Wende fiel ab 1990 die Unterstützung des Motorradwerkes Zschopau weg. Somit konnten in den Folgejahren keine weiteren Meisterschaftsläufe ausgetragen werden. Die in der Region ansässigen Vereine und Endurosportler versuchten jedoch, den Endurosport nicht einschlafen zu lassen. So veranstaltete der EMC Witzschdorf 1992 ein so genanntes „November-Enduro". 1996 war die Veranstaltung bereits wieder soweit angewachsen, dass sie als Internationales November-Enduro veranstaltet wurde. Erneut galt bereits der nächste Lauf im Jahr 1997 als Finallauf zur deutschen Enduro-Meisterschaft. Seit 1999 wird die Veranstaltung wieder als „Rund um Zschopau" bezeichnet. Im Jahr 2004 galt der Lauf als Finallauf der Enduro-Weltmeisterschaft. Das Zuschauerinteresse war mit rund 116.000 Menschen überragend. Im Jahr 2005 war der Lauf gleichzeitig Finallauf der österreichischen Staatsmeisterschaft.
Aufgrund ihrer Anstrengungen zur Durchführung einer umweltverträglichen Veranstaltung erhielten die Organisatoren 2004 den DMSB-Umweltpreis und 2005 den FIM-Umweltpreis.
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