Rumantsch Grischun ist die 1982 von Heinrich Schmid im Auftrag der Lia Rumantscha entwickelte gemeinsame Schriftsprache der Rätoromanen Graubündens.
Rumantsch Grischun wurde auf Grundlage der drei vitalsten Idiome Unterengadinisch (Vallader), Surmeirisch (Surmiran) und Surselvisch (Sursilvan) vom Sprachwissenschaftler Heinrich Schmid in Zürich geschaffen. Er suchte dabei stets nach der größten Gemeinsamkeit zwischen den drei Dialekten; regionale bzw. lokale lautliche und grammatikalische Besonderheiten wurden folglich nicht miteinbezogen. So gibt es im Rumantsch Grischun keine ö- und ü-Laute, weil diese nur im Unter- und Oberengadinischen üblich sind; aber auch viele Eigenheiten des Surselvischen fehlen. Insgesamt ist Rumantsch Grischun so weit einfacher zu erlernen als die fünf bisherigen Idiome.
Bei der Orthographie versuchte Schmid möglichst an die Lesegewohnheiten der Bündnerromanen anzuknüpfen, um die Akzeptanz seines neuen Standards zu erleichtern: Der dem deutschen
Alles in allem ist die Orthographie des Rumantsch Grischun ein Kompromiss zwischen romanischer (Italienisch, Französisch) und deutscher Rechtschreibung.
Seit 1982 ist Rumantsch Grischun die offizielle Sprachform für den Schriftverkehr mit der rumantschsprachigen Bevölkerung.
Siehe auch: Bündnerromanisch
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