Die Ruine Falkenburg ist eine Burgruine im südöstlichen Teutoburger Wald im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Zu erreichen ist die Ruine Falkenburg, von der man eine schöne Aussicht genießen kann, über die Landesstraße L 937, die über die Passhöhe Gausköte führend Detmold im Norden mit Schlangen im Süden verbindet.
Im Jahr 1405 ging der Besitz auf Graf Simon zur Lippe über. Mitte des 15. Jahrhunderts zerstörte ein Brand die bereits große Anlage, die aus einer Haupt- und einer Vorburg bestand. Unter der Fürstin Pauline zur Lippe wurden Teile der Burg zum Ausbau der Gauseköte verwendet, außerdem nutzten die Bewohner des Detmolder Ortsteils Berlebeck viele Steine der Burg zur Errichtung der Fundamente ihrer Häuser. Die Ruine ist heute im Besitz von Stephan zur Lippe, einem direkten Nachfahren der Erbauer. Ende 2004 gründete sich auf private Initiative hin der Förderverein Die Falkenburg e.V. zum Erhalt und zur Sanierung der Burg, seit 2005 finden archäologische Grabungen an der Ruine statt. Im Gegensatz zu anderen Burgen soll die Falkenburg nicht wieder aufgebaut werden, es soll lediglich das vorhandene Mauerwerk für die kommenden Generationen erhalten und gesichert werden. Ergänzend sind nach Abschluss der Grabungen historische Veranstaltungen und Konzerte geplant, um die Wiege der lippischen Geschichte erlebbar zu machen.
Die Falkenburg, die als Bodendenkmal unter Denkmalschutz steht, wird seit April 2005 von einem archäologischen Grabungsteam bearbeitet, schon im ersten halben Jahr der Grabungen, in denen der gesamte Bergkegel um zweieinhalb Meter abgetragen wurde, konnte im Erdreich aufragendes Mauerwerk von 2,50 bis 2,80 Metern ans Tageslicht gebracht werden, außerdem wurden Teile einer mittelalterlichen Kapelle (inkl. Altarstein) ausgegraben. Für das Jahr 2006 steht auf der Agenda von Grabungsteam und Förderverein die Sanierung des Bergfrieds, der bis Ende der Grabungssaison im Oktober statisch gesichert und wieder begehbar sein soll. In der Höhe von rund vier Metern soll eine Aussichtsplattform errichtet werden. Da das ausgegrabene Mauerwerk nach Jahrhunderten im Erdreich instabil ist und einstürzen kann, ist der Besuch der Grabungsstätte bis zum Abschluss der Arbeiten (voraussichtlich 2009) nur unter fachkundiger Leitung durch das Grabungsteam oder den Förderverein erlaubt, der Führungen auf seiner Homepage anbietet.
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