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Der Ruhrschifffahrtskanal verbindet die Duisburg-Ruhrorter Häfen mit dem Hafen von Mülheim an der Ruhr.

Der Kanal wurde 1927 erbaut und sichert im Unterlauf der Ruhr die Schiffbarkeit des Flusses. Das Gefälle der Staustufe ist so groß, dass es zur Energiegewinnung genutzt wird.

Geschichte


So genannte „Ruhraaken“ transportierten die Kohle der Mülheimer Zechen ab dem 17. Jahrhundert nach Duisburg. Zu dieser Zeit war die Ruhr der wichtigste Transportweg für die Kohle. 1780 war die Ruhr bis Langschede befahrbar.

Ab 1847 übernahm die Eisenbahn immer mehr Transporte, so dass die Ruhrschifffahrt an Bedeutung verlor und 1889 eingestellt wurde.

Zur Steigerung ihrer Wirtschaftskraft beschloss die Stadt Mülheim einen Hafen anzulegen und eine direkte Verbindung zum Duisburger Hafen zu schaffen. Dazu erhielt die Ruhr zwischen den Häfen ein neues Bett, da die ursprüngliche Ruhrführung für die großen Rheinschiffe ungeeignet war.

Die Bauzeit betrug zwölf Jahre. Das Gefälle von rund zehn Metern zwischen den Städten wurde durch zwei neue Schleusen ausgeglichen.

Ruhrschleuse Duisburg


Duisburg-Ruhrschleusen.jpg Die Ruhr ist oberhalb des Ruhrwehres Duisburg durch einen Kanal mit dem Rhein-Herne-Kanal verbunden. Deshalb dient die Ruhrschleuse Duisburg () mit einer Kapazität von 9.000 Schiffen pro Jahr nicht nur dem Schiffsverkehr zwischen Rhein und Ruhrschifffahrtskanal, sondern auch dem zwischen Rhein und Rhein-Herne-Kanal. Die Schleuse im Rhein-Herne-Kanal ist schneller und moderner, sie schleust ca. 16.000 Schiffe pro Jahr. Beide Schleusen ergänzen sich heute. Gäbe es die Ruhrschleuse nicht, wäre die Rhein-Herne-Kanal-Schleuse mit zwei Kammern ausgestattet worden.

Kanal in Deutschland | Mülheim an der Ruhr | Duisburg | Route der Industriekultur

 

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