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Als Ruhrsandstein wird ein entlang der Ruhr in Nordrhein-Westfalen, Deutschland vorkommender Sandstein bezeichnet, der als Baumaterial vielfältige Verwendung findet.

Vorkommen


Nachtigall-flöz.jpg]] Oberflächennahe Gesteinsvorkommen des Ruhrsandsteins befinden sich grundsätzlich nördlich der Ruhr im Ardeygebirge bei Dortmund sowie westlich davon auf beiden Seiten des Ruhrtals bis nach Mülheim. Geologen bezeichnen im engeren Sinne nur den Sandstein der "(Unteren und Oberen) Sprockhöveler Schichten" als Ruhrsandstein.

Entstehung


Der Ruhrsandstein entstand aus Fluss-Sedimenten vor etwa 290 Millionen im so genannten "Namur C", einem Zeitabschnitt des Oberkarbon. Bei den Bewegungen der Erdkruste wurde die Schichten des Karbon gefaltet und verdichtet (Variskische Faltung). Aus diesen Bewegungen heraus entstanden Klüfte im Gestein (Risse quer zur Streichrichtung der Bänke).

Eigenschaften


Bahnhof Hattingen01a.jpg aus Ruhrsandstein]] Der Ruhrsandstein zeichnet sich - im Gegensatz zu den meisten anderen in Mitteleuropa gewonnenen Sandsteinen - durch geringe Wasseraufnahme, sehr hohe Druckfestigkeit, Abriebfestigkeit und Verwitterungsbeständigkeit aus. Er hat graue, gelbliche, rötliche und bräunliche Farbtöne. Die Eintönungen entstehen insbesondere durch Oxidationsprozesse (Eisenhydroxid, Limonit). Die glänzenden Partikel im Ruhrsandstein stammen zumeist vom Muskovit-Glimmer. Einige Schichten enthalten auch Knollen aus Eisenerz. Gelegentlich findet man im Ruhrsandstein Versteinerungen von Pflanzen (Schuppenbäume, Farne und so weiter) als Treibgut.

Verwendung


Viele sakrale und profane Bauten im Ruhrgebiet wurden mit Ruhrsandstein errichtet. Er wird auch heute (Stand 2004) noch in sechs Steinbrüchen abgebaut.

Weblinks


Sandstein

 

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