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Prof._Dr._Rudolph_A._Marcus.jpg Rudolph Arthur Marcus (* 21. Juli 1923 in Montréal, Kanada) ist ein US-amerikanischer Chemiker. Er erhielt 1992 den Nobelpreis für Chemie für seine Beiträge zur Theorie der Elektronenüberführung in chemischen Systemen

Biographie


Rudolph Arthur Marcus wurde in Montreal in Kanada geboren und studierte dort an der McGill University, wo er 1946 auch seine Promotion abschloß. 1958 ging er an das Polytechnic Institute in Brooklyn als Professor für Chemie. 1964 wechselte er an die University of Illinois in Urbana und 1978 an das California Institute of Technology in Pasadena.

Werk


Rudolph A. Marcus arbeitete von 1956 bis 1965 vor allem an der Übertragung von Elektronen zwischen zwei Molekülen, die mit Veränderungen des Energieniveaus verbunden sind. Mit Hilfe einfacher mathematischer Gleichungen konnte er diesen Prozess erklären und beschreiben, wodurch eine Grundlage für die experimentellen Arbeiten der Chemie geschaffen wurde und ein Erklärungsmodell für chemische Prozesse gefunden war. Ein wesentlches Ergebnis war die Erkenntnis, dass ein Elektronenübergang nur dann erfolgen konnte, wenn sich beide Moleküle auf dem gleichen Energielevel befanden, ein Zustand, der nur erreicht werden konnte wenn dieses bei beiden zunahm. In der Folge konnte er seine Theorien auch auf komplexere Moleküle ausdehnen.

Eine weitere wesentliche Arbeit betraf die Betrachtung von chemischen Reaktionen in Lösungen und an Oberflächen. Er fand heraus, dass kein wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Formen bestand und konnte damit ein Modell für den Transfer von Elektronen an Halbleitern und Metallelektroden entwickeln.

Literatur


  • Bernhard Kupfer: Lexikon der Nobelpreisträger, Patmos Verlag Düsseldorf 2001 (ISBN 3-491-72451-1)
  • Brockhaus Nobelpreise - Chronik herausragender Leistungen, Brockhaus, Mannheim 2004 (ISBN 3-7653-0492-1)

Weblinks


Nobelpreisträger für Chemie | Chemiker | Hochschullehrer | Wissenschaftler | Mann | Kanadier | US-Amerikaner | Geboren 1923

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