Rudolf Lebius (* 4. Januar 1868 in Tilsit; † 4. April 1946 in Berlin) war ein deutscher Journalist, Gewerkschafter und Politiker.
Lebius war Inhaber der Dresdner Sonntagszeitung „Sachsenstimme“, die chronisch unter Geldmangel litt. Er versuchte 1904, den deutschen Abenteuerschriftsteller Karl May zur Mitarbeit zu bewegen und als Geldgeber zu gewinnen und erhielt eine Absage. Lebius erfuhr durch Indiskretionen von Karl Mays Vorstrafen und versuchte mit Erpressung, May zur Umstimmung zu bewegen. Als auch das erfolglos blieb, startete Lebius eine Pressekampagne mit Diffamierungen gegen Karl May, um dadurch die Auflage seiner Zeitung zu steigern. Karl May strengte in der Folge mehr als zwei Dutzend Prozesse wegen Beleidigung u.a. an, die bis zu seinem Tod anhielten.
Durch die neue Popularität seines Namens wurde Lebius 1906 Vorsitzender des „Gelben Arbeiterbundes“. Lebius ehrte Karl May nach dessen Tod 1912 dennoch mit einem Nachruf in seiner Berliner Zeitung „Der Nationaldemokrat“.
Karl May | Mann | Deutscher | Geboren 1868 | Gestorben 1946
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