Rudolf Hickel (* 17. Januar 1942 in Nürnberg) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er ist Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Bremen und seit 2001 Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW).
Hickel studierte in den Jahren 1962 bis 1967 Wirtschaftswissenschaft an der Universität Tübingen. 1971 wurde er Professor für Politische Ökonomie an der Universität Bremen.
Als Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ist er Mitherausgeber des jeweils am 1. Mai erscheinenden Gegengutachtens zum Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR). Er ist auch Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac und gilt als Vertreter einer neokeynesianischen Wirtschaftspolitik.
Vor allem seine Forderung einer Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich werden z.B. seitens des liberalen Ökonomen wie Hans-Werner Sinn, Präsident des IFO-Instituts, scharf kritisiert. Dieser verwirft ebenfalls Hickels Annahme, Deutschlands hohe Arbeitslosigkeit sei ein konjunkturelles Problem, sondern formuliert das diese sich 35 Jahre lang aufgebaut habe und nur zu einem Siebtel durch nachfragestützende Elemente abgebaut werden könne.
Mann | Deutscher | Hochschullehrer | Ökonom (20. Jh.) | Ökonom (21. Jh.) | Globalisierungskritik
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