image40.jpg Rudolf Goclenius der Jüngere (Rudolph Göckel) (* 22. August 1572 in Wittenberg; † 3. März 1621 in Marburg) war ein deutscher Arzt und Professor für Physik (1608), Medizin (1611), Mathematik (1613) an der Universität Marburg, der sich neben Astronomie und Astrologie besonders mit der Untersuchung magnetischer Phänomene befasste.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden eine Reihe der abstrusesten Verfahren vorgeschlagen, um den Längengrad auf See zu bestimmen. In einer Ausgabe des Flugblattes Curious Enquiries von 1687 wird die Anwendung des Pulvers der Sympathie diskutiert: Ein Schiff sollte einen Hund mitnehmen, dem man eine Wunde beigebracht hatte. Jeweils um 12 Uhr Mittags sollte ein Daheimgebliebener das Sympathetische Pulver auf die Waffe aufbringen, woraufhin der Hund vor Schmerz bellen sollte.
As8-13-2225.jpg Zu alledem sollte man nicht vergessen, dass viele der Anhänger der Waffensalbe im Gegensatz zur damaligen Schulmedizin darauf bestanden, die Wunden mit sauberem Wasser zu waschen und mit sauberen Verbänden zu versorgen, die auch täglich gewechselt werden sollten. Berichte über Erfolge dieser Heilmethode sind daher durchaus glaubwürdig, auch wenn sie nicht auf der „natürlichen Magie“ des Paracelsus beruhen.
Der Mondkrater Goclenius wurde schon 1651 von den Jesuiten Riccioli/Grimaldi auf Grund seiner astronomischen und astrologischen Arbeiten nach ihm benannt. Im Laufe der Zeit verblasste sein Ruhm und er trat in den Schatten seines Vaters.
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