Agricola, Rudolf, Nordisk familjebok.png Rudolf Agricola (auch Rudolph(us) Agricola, eigentl. Roelof Huysman * 17. Februar 1444 (oder 23. August 1443) in Baflo bei Groningen, † 27. Oktober 1485 in Heidelberg) war ein frühhumanistischer Schriftsteller und Gelehrter.
Agricola studierte in Löwen, Ferrara und Pavia. Danach hielt er sich in Ferrara am Hof des Herzogs Ercole von Este auf. 1482 war er Vertreter der Stadt Groningen am Hof des Kaisers Maximilian I.. 1483 berief ihn Johann von Dalberg, der Bischof zu Worms und kurpfälzische Kanzler nach Heidelberg, wo er in der "Rheinischen Gesellschaft Vorlesungen über griechische und römische Literatur und hebräische Sprache hielt. Zu seinen Schülern zählte der spätere "poeta laureatus" Konrad Celtis.
Agricola übersetzte zahlreiche griechische Werke ins Lateinische und setzte sich für das Studium der Antike ein. Sein Hauptwerk "De inventione dialectica" ("Über die dialektische Denkmethode") erschien 1539 in drei Bänden. Im gleichen Jahr gab Alarchus von Amsterdam eine Auswahl seiner Schriften unter dem Titel "Rudolphi Agricolae lucubrationes" ("Rudolph Agricolas Nachtarbeiten") heraus.
Rudolf Agricola betätigte sich neben seiner humanistischen Arbeit als Orgelsachverständiger und Organist in Groningen und Ferrara. So wurden seine Gutachten eingeholt beim Bau einer neuen Orgel für die Martinikirche in Groningen (1479) und in Kampen (1480).
Mann | Deutscher | Humanist | Altphilologe | Gestorben 1485
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"Rudolf Agricola (Humanist)".
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