Rudolf (Rudi) Völler (Spitzname: Tante Käthe) (* 13. April 1960 in Hanau) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Vom 2. Juli 2000 bis zum 24. Juni 2004 war er Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft. Derzeit bekleidet er das Amt des Sportdirektors beim Bundesligisten Bayer Leverkusen.
Sein größter Erfolg als Spieler war der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien.
Ursprünglich sollte Völler den Posten ein Jahr lang (bis 2001) inne haben, bis Christoph Daums Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen auslief und dieser den Posten übernehmen konnte. Als Daum auf Grund von Vorwürfen wegen Drogenmissbrauchs nicht mehr für das Amt des Bundestrainers berücksichtigt werden konnte, wurde Völler unbefristet eingestellt.
Seinen größten Erfolg erzielte Völler im Jahr 2002. Entgegen vielen skeptischer Prognosen von Experten, die ein frühes Aus prophezeiht hatten, wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2002 in Südkorea und Japan Vizeweltmeister.
Am 6. September 2003 bekam Völler nach einem EM-Qualifikationsspiel auf Island (0:0) einen Wutausbruch vor laufender Kamera, da seine Mannschaft vom ARD-Moderator Gerhard Delling und Ex-Nationalspieler Günter Netzer scharf kritisiert worden war. Am 11. Oktober 2003 schaffte die von Völler trainierte Mannschaft die Qualifikation für die EM 2004 in Portugal. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2004 bereits in der Vorrunde ausschied, erklärte Völler am 24. Juni 2004 seinen Rücktritt als Teamchef der deutschen Nationalelf.
Am 31. August 2004 wurde Völler neuer Teamchef beim italienischen Fußballverein AS Rom. Bereits am 25. September 2004 trat er wegen der ausbleibenden sportlichen Erfolge wieder zurück.
Seit dem 18. Januar 2005 fungiert Völler erneut als Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen. Am 16. September 2005 wurde er als Nachfolger von Klaus Augenthaler Übergangstrainer für drei Bundesligaspiele. Am 9. Oktober 2005 gab er das Traineramt an Michael Skibbe ab und arbeitet seitdem wieder als Sportdirektor.
2006 ist Rudi Völler mit dem bronzenen Löwen des Vereins „Leverkusen - ein starkes Stück Rheinland“ ausgezeichnet worden. Mit diesem erstmals vergebenen Preis wollten die Initiatoren Völlers Leistungen für das Ansehen der Stadt im In- und Ausland würdigen. Der bronzene Löwe ist von dem Leverkusener Bildhauer Kurt Arentz gestaltet worden.
In seiner aktiven Zeit erhielt Völler wegen seiner Frisur den Spitznamen Tante Käthe. Legendär waren auch die langgezogenen Ruuuuuuuuudi-Rufe in deutschen Fußballstadien sowie (während und nach dem Überraschungserfolg bei der Weltmeisterschaft 2002) das Lied "Es gibt nur ein' Rudi Völler" zur Melodie von Guantanamera.
Bei einer "Wetten dass..?"-Sendung wurde er mit oben genannten Hymnen empfangen und gilt aufgrund seiner pragmatischen Art als Volksheld der Deutschen.
Rudi Völler ist einer der Botschafter der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung, die 2006 in Deutschland stattfand.
Mann | Deutscher | Fußballspieler (Deutschland) | Fußballtrainer | Fußballweltmeister | Ehrenbürger | Geboren 1960 | Hanau
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