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Rovaniemi
 

Rovaniemen kaupunki
Wappen Karte
Rovaniemi.vaakuna.svg Location of Rovaniemi.png
Basisdaten
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Staat: Finnland
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Lääni: Lappland
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Geographische Lage: 66° 78' n. Br.
25° 94' ö. L.

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Höhe: 197 m ü. NN (Stadtzentrum)
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Fläche: 8.011 km²
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Einwohner: 57.835 (31. Dezember 2005)
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Bevölkerungsdichte: 7,6 Einwohner je km²
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Sprache: Finnisch
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Website: www.rovaniemi.fi

Rovaniemi *, die Hauptstadt der nordfinnischen Provinz Lappland, liegt am Zusammenfluss von Ounasjoki und Kemijoki und in direkter Nähe des Polarkreises. Das Tor zum Norden ist nicht nur wichtiges Einkaufszentrum für die Siedlungen der Umgebung, sondern auch ein touristisch attraktives Reiseziel. Rovaniemi ist Heimat des Weihnachtsmannes, der im Weihnachtsmanndorf am Polarkreis sogar sein eigenes Postamt besitzt. Am 1. Januar 2006 wurde die Stadt mit der Landgemeinde Rovaniemi (Rovaniemen maalaiskunta) zusammengeschlossen. Sie ist seither die flächenmäßig größte und nach der Einwohnerzahl die zwölftgrößte Stadt Finnlands. Die Bezeichnung Rovaniemi wurde häufig als ein aus dem Samischen stammendes Wort gesehen „roavve“ (bewaldeter Höhenzug, geschwendete Fläche). Aus Mundarten Südlapplands ist auch „rova“ bekannt, als eine Anhäufung von Steinen oder Felsen, besonders bei Stromschnellen.

Geographie


Unweit nördlich der Stadt verläuft der Polarkreis. Vom 6. Juni bis 7. Juli kann man die Mitternachtssonne in Rovaniemi erleben. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei +0,2 °C, der Niederschlag bei 535 mm. Die niedrigste, je gemessene Temperatur liegt bei –45,3 °C, die höchste bei +30,6 °C.

Geschichte


Die Gegend von Rovaniemi wurde wohl seit der Steinzeit durchgehend besiedelt. In der Umgebung gefundene Artefakte lassen vermuten, dass Siedler um ca. 750–530 v. u. Z. aus Karelien (von Osten), Häme (aus dem Süden) und über das Nordpolarmeer gekommen sind. Auch ein im Provinzmuseum von Lappland ausgestellter hölzerner Elchkopf verweist auf eine frühe Anwesenheit von Menschen in diesen nördlichen Gebieten. Der nahe Rovaniemi, am See Lehtojärvi gefundene hölzerne Elchkopf hat wohl als Bugschmuck eines Bootes gedient; sein Alter wird auf 8400 Jahre geschätzt.

Der Marktflecken Rovaniemi wurde 1929 zur Stadtgemeinde deklariert. 1938 wurde Rovaniemi Sitz der Verwaltung Lapplands. Das nur spärlich bewohnte Petsamo gehörte zwischen 1920 und 1944 zu Finnland. In dieser Zeit gab es einen direkten Zugang zum Eismeer. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in Rovaniemi deutliche Spuren.

In der ersten Kriegsphase, im Winterkrieg, hat die Sowjetunion Finnland angegriffen. Die sowjetische Luftwaffe bombardierte mehrmals Rovaniemi, die Bodentruppen konnten aber von Osten nur bis zum Dorf Joutsijärvi in Kemijärvi und Pelkosenniemi (etwa 100 km östlich von Rovaniemi) vordringen. Der Winterkrieg dauerte vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940.

Die zweite Phase, der Fortsetzungskrieg war für Lappland, wo die Kriegsführung in deutschen Händen war, ein Teil von Hitlers Plan Barbarossa, mit dem er Russland vernichten wollte. Er dauerte von 1941 bis 1944. Rovaniemi war Zentrum für Führung und Logistik. In Rovaniemi gab es zu dieser Zeit 15.000 stationierte deutsche Soldaten (mindestens zweimal so viele wie Bürger), in ganz Lappland etwa 220.000. Die Beziehungen zwischen den deutschen Truppen und den Finnen waren sehr gut, z. B. der Flughafen von Rovaniemi wurde während des Krieges von den Deutschen gebaut.

Als am 19. September 1944 zwischen Finnland und der Sowjetunion der Waffenstillstand vereinbart wurde, kam es zum Lapplandkrieg. Die im Lande stationierte Wehrmacht zog unter der Taktik der verbrannten Erde ab. Die Stadt Rovaniemi wurde von den Deutschen planmäßig zerstört. In dem brennenden Rovaniemi explodierte auch ein mit Munition beladener Zug. 98 Prozent der Gebäude und z. B. alle Brücken in Rovaniemi wurden zerstört. Die im Gebiet des heutigen Nordfinnlands gefallenen etwa 2500 deutschen Soldaten ruhen heute im Soldatenfriedhof von Norvajärvi; eine naturschöne Halbinsel etwa 19 km nördlich vom Zentrum Rovaniemis.

Die Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Alvar Aalto neu aufgebaut, wobei der Stadtgrundriss in Form eines Rentiergeweihes entstand. Das Stadtrecht erhielt Rovaniemi 1960.

Geschichliche Entwicklung der Einwohnerzahl

(seit dem Jahr 1983 gilt der 31. Dezember):

Städtepartnerschaften


Partnerstädte in Deutschland sind Neustrelitz und seit 1972 Kassel. Ungarische Partnerstadt ist Veszprém.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Rovaniemi1.jpg

Der berühmte finnische Architekt Alvar Aalto hat in Rovaniemi deutliche Spuren hinterlassen. Am bekanntesten ist das Zentrum für Kultur und Administration. Die zu dem Komplex gehörenden drei Gebäude umfassen das Stadthaus von Rovaniemi (1988), die Bücherei (1965) und das Lappiahaus.

Das von Alvar Aalto entworfene Lappiahaus (1975) dient als Theater, Konzertsaal und als Kongresszentrum. Weiterhin sind im Lappiahaus eine Musikhochschule und ein Radiosender untergebracht.

Bauwerke

Sehenswert ist die 1989 fertiggestellte Jätkänkynttiläbrücke (Holzfällerkerzenbrücke) im Nordwesten von Rovaniemi.

Museen

Das am Ufer des Flusses Ounasjoki gelegene und am 6. Dezember 1992 eröffnete Museum Arktikum ist ein Zentrum der Wissenschaft. Das Arktikum besteht tatsächlich aus zwei Institutionen, dem Provinzmuseum von Lappland und dem Arktischen Zentrum. In der Ausstellung Wege des Nordens wird über Menschen in Finnisch-Lappland, über die Samen und deren Lebensraum berichtet, sowie von der Natur Finnisch-Lapplands. Gezeigt werden auch Trachten der Samen und Exponate, die sich mit dem traditionellen Leben der Samen, der Rentierzucht, befassen. Die Samen betrachtet man als die indigene Bevölkerung Lapplands. Die Ausstellungen im Arktischen Zentrum berichten aus Gebieten der gesamten Arktis. Die Ausstellungen vermitteln ein Bild der Interaktion zwischen Mensch und Natur und von den Jahreszeiten in arktischen Gebieten. Polarlichter, Aurora borealis werden in einer Multivisionsshows gezeigt. Das Arktische Zentrum ist Teil der Universität von Lappland, die ebenfalls in Rovaniemi angesiedelt ist.

Kirchen

In Rovaniemi gibt es eine Lutherische Kirche (1950) und eine Orthodoxe Kirche (1957).

Sitz des Weihnachtsmanns

Weihnachtsmanndorf_Rovaniemi.jpgDie Legende, der Weihnachtsmann wohne in Finnland, geht auf den in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts populären finnischen Rundfunkprecher Markus Rautio zurück. Nach seinem Weihnachtsmärchen wohnt der Weihnachtsmann in dem Berg Korvatunturi im Norden Finnlands, geformt wie ein Ohr, in dem er die Wünsche der Kinder aller Welt hören kann. Da der Berg an der russischen Grenze zu weit abgelegen war, wurde der Einfachheit halber Rovaniemi zum zweiten Wohnsitz des Weihnachtsmann erklärt.

Wenige Kilometer nördlich der Stadt befindet sich seit 1985 das Weihnachtsmanndorf, eine Touristenattraktion, in der (nicht nur) Kinder ganzjährig den leibhaftigen Weihnachtsmann begrüßen können. Angeschlossen ist ein „Weihnachtsmann-Postamt“, das Briefe von Kindern aus aller Welt an den Weihnachtsmann bearbeitet und beantwortet. Eine weitere Attraktion dieses Santa Claus Village ist der am Boden eingezeichnete Polarkreis. Der tatsächliche Polarkreis befindet sich aber inzwischen schon ca. 120 Meter weiter nördlich des Weihnachtsmanndorfes.

Wirtschaft und Infrastruktur


Polarkreis Finnland 1975.jpg an der E 4 bei Rovaniemi 1975]]

Der Flughafen Rovaniemi liegt in nur 8 km Entfernung vom Stadtzentrum an der E 4 Richtung Ivalo und Inari.

Rovaniemi ist seit 1909 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Es verkehren Fernzüge (Tag und Nachtzüge) bis nach Helsinki und Turku, teilweise sogar mit Autotransportmöglichkeit.

Söhne und Töchter der Stadt


  • Antti Hyvärinen, finnischer Skispringer und Schanzenkonstrukteur
  • Hannu Manninen, Nordischer Kombinierer
  • Tanja Poutiainen, alpine Skirennläuferin
  • Pirjo Manninen, finnische Skilangläuferin
  • Jouko Törmänen, ehemaliger finnischer Skispringer
  • Antti Tuisku, finnischer Popsänger
  • Lordi (Tomi Putaansuu) Sänger und Gründer der nach ihm benannten Band und erster Sieger für Finnland im Eurovision Song Contest, ein Ereignis auf das die Finnen sehnsüchtig gewartet hatten

Weblinks


Ort in Finnland

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