Die schottische Insel Rousay gehört zu den nördlichen Orkney-Inseln. Sie ist durch den nur 2-4 km breiten Eynhallow Sound, der nach der unbewohnten Insel Eynhallow benannt ist, von der Hauptinsel Mainland getrennt. Die nur etwa 10 km lange und bis zu 8,5 km breite Insel hat eine Größe von 48,4 km². Ihre höchste Erhebung beträgt 250 Meter. Die meisten der gut 210 Einwohner leben auf den über die Insel versteut liegenden Farmen, einen richtigen "Hauptort" gibt es nicht. Haupterwerbszweige sind wie auf den meisten der kleineren Orkney Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.
Auf Rousay gibt es große Natur- und Vogelschutzgebiete mit Hochmooren und Seen, die auf gekennzeichneten Wegen erkundet werden können.
Man findet eine Vielzahl von Bauwerken aus der Jungsteinzeit. Zu erwähnen ist hier besonders das einzige gut erhaltene doppelstöckige Passage tomb der Inselgruppe Taversoe Tuick im Süden aus dem 3. Jt v. Chr. In der Nähe liegen die Kammergräber Blackhammer und Knowe of Yarso. Im Westen am Eingang des Eynhallow Sounds liegt unter einer schützenden Halle das 23 m sehr lange Kammergrab (Stalled Cairn) von Midhowe. Direkt daneben, an den flachen Klippen der heute immerhin noch 4,5 m aufragende Midhowe Broch, wohl einer der besser erhaltenen eisenzeitlichen Wohntürme der Orkney.
Neben weiteren stein- und bronzezeitlichen Überresten zeugen auf Rousay von der jüngeren Geschichte unter anderem die Ruine der Kirche St. Mary´s Curch sowie die stattlichen Herrenhäuser Trumland House und Westness House.
Vom Pier im Südwesten bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Tingwall auf Mainland, sowie zu den kleineren Nachbarinseln Wyre und Egilsay. Für Besucher, die länger als nur einen Tag bleiben wollen, stehen Gästebetten zur Verfügung. Alle Sehenswürdigkeiten liegen nahe der meist an der Küste entlang führenden etwa 30 km langen Rundstraße.