| Rotwolf | ||||||||||||
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| : | Raubtiere (Carnivora) |
| : | Hundeartige (Canoidea) |
| : | Hunde (Canidae) |
| : | Echte Hunde (Canini) |
| : | Canis |
| : | Rotwolf |
Die Farbe des Fells ist nicht immer rot, genauso wenig wie der Grauwolf immer grau ist. Neben zimtroten kommen vor allem beigegraue und auch schwärzliche Rotwölfe vor. Das zuverlässigere Unterscheidungsmerkmal zum Grauwolf ist also nicht das Fell, sondern die sehr viel zierlichere Gestalt. Außerdem hat der Rotwolf eine schmalere Schnauze und proportional größere Ohren.
Durch die Bejagung ist der Rotwolf ein Bewohner unzugänglicher Sümpfe und Bergregionen geworden, denn nur hier hat er überlebt. Ursprünglich hat er aber eine Vielzahl von Habitaten bewohnt und war in Wäldern wie im Grasland heimisch.
Wegen seiner geringeren Größe jagt der Rotwolf kleinere Tiere als sein Verwandter, der Grauwolf. Waschbären, Hasen und Nagetiere sind seine Hauptbeute. Große Tiere wie Hirsche werden nur angefallen, wenn sie krank und geschwächt sind. Außerdem geht der Rotwolf auch an Aas.
Wie Grauwölfe leben Rotwölfe nachtaktiv in Rudeln. Ein Alpha-Paar führt das Rudel an und zeugt die Nachkommenschaft. In einem Wurf befinden sich normalerweise drei bis sechs, in sehr seltenen Fällen auch bis zu zwölf Welpen. Das Heulen ist weniger laut und tragend als das des Grauwolfes; es soll wie eine Mischung der Lautgebungen von Wölfen und Kojoten klingen.
Inzwischen gibt es wieder 100-150 freilebende Rotwölfe, womit die Art aber immer noch als extrem bedroht einzustufen ist. (siehe auch Auswilderung, genetischer Flaschenhals)
Genetische Untersuchungen aus dem Jahr 1991 haben zu der Entdeckung geführt, dass alle Rotwölfe Genmaterial von Wölfen (Canis lupus) und Kojoten (Canis latrans) in sich tragen. Hieraus haben manche den Schluss gezogen, dass der Rotwolf ein Hybrid aus Wölfen und Kojoten ist.
Unterstützt wird diese These durch die Tatsache, dass im Genom der Rotwölfe keine individuellen Teile gefunden worden sind, die sie als eigene Art charakterisieren würden und die nicht auch bei Wölfen oder Kojoten auftauchen würden. Um als eigene Unterart zu gelten, muss ein Tier über einzigartige genetische Merkmale verfügen. Die fehlen dem Rotwolf.
Eine andere These ist, dass der Rotwolf schon seit längerer Zeit, etwa 1930, Paarungen mit Wölfen und besonders Kojoten eingeht, vielleicht sogar noch länger und dadurch eventuell das eigene genetische Material verschwunden ist. Auf jeden Fall gehen freilebende Rotwölfe durch die extreme Gefährdung ihrer Art Paarungen mit Wölfen und Kojoten ein, weil sie keine arteigenen Paarungspartner finden. Heute gibt es keine genetisch reinen Rotwölfe mehr.
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