| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Rothenburg ob der Tauber.png | Lage_Rothenburg_ob_der_Tauber.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
| Landkreis: | Ansbach |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 425 m ü. NN |
| Fläche: | 41,45 km² |
| Einwohner: | 11.314 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 273 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 91541 |
| Vorwahl: | 09861 |
| Kfz-Kennzeichen: | AN |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 193 |
| Stadtgliederung: | 38 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 91541 Rothenburg |
| Website: | www.rothenburg.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@rothenburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Walter Hartl („Für Rothenburg“) |
Rothenburg ob der Tauber ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Ansbach, Franken, Bayern. Rothenburg ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter mit vielen verschachtelten Gässchen und kleinen Plätzen, umstanden von Fachwerkhäusern. Sie ist ein Anziehungspunkt für Touristen und dient als hauptsächliches Vorbild für eine "typische deutsche Stadt" (Motive werden vor allem gerne in asiatischen Filmproduktionen verwendet). Trotz der strikten Denkmalschutz-Vorschriften in der Altstadt ist Rothenburg keine reine Museumsstadt oder ein Mittelalter-Freizeitpark. Den eigentlichen Reiz macht vielmehr die Authentizität der Altstadt in Kombination mit der lebendigen, modernen Stadt hinter den Fassaden aus.
Rothenburg-o-d-T.jpg Rothenburg ob der Tauber liegt am Fluss Tauber und am Rande des Naturparks Frankenhöhe.
Rothenburg_ob_der_Tauber_um_1900.jpg Im Mittelalter war Rothenburg eine freie Reichsstadt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1631 von General Graf von Tilly eingenommen; aus diesem Anlass findet jährlich das Festspiel Der Meistertrunk statt. Glaubt man dem Stück Der Meistertrunk von Adam Hörber, dann soll sich die Geschichte folgendermaßen zugetragen haben (tatsächlich gibt es allerdings keine historischen Belege dafür, daß Tilly die eroberte Stadt überhaupt betreten hat): Tilly hatte die Ratsherren zum Tode verurteilt und wollte die Stadt brandschatzen lassen. In ihrer Not boten die Ratsherren Tilly als Willkommenstrunk Wein in einem prachtvollen bunten Glasbecher dar, der 3 1/4 Liter faßte. Tilly wurde dadurch milde gestimmt und sagte, wenn jemand diesen Becher voll Wein in einem Zuge austrinken könnte, würde er die Stadt verschonen. Altbürgermeister Nusch meldete sich freiwillig und zu jedermanns Erstaunen gelang es ihm, den Becher in einem Zuge zu leeren. Tilly war dadurch so beeindruckt, daß er die Stadt verschonte.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 ist die Stadt ein Teil Bayerns.
In der Weimarer Republik entwickelten sich Stadt und Wahlbezirk Rothenburg zu einer Hochburg der NSDAP, die 1929 dort 83 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Im Zweiten Weltkrieg wurden etwa 40 % der original erhaltenen Bausubstanz Rothenburgs durch alliierte Bomberangriffe weitgehend zerstört oder stark beschädigt. Nach dem Krieg wurden die Gebäude aber wieder originalgetreu aufgebaut bzw. saniert.
Bis ins Jahr 1972 hielt die Stadt den Status einer kreisfreien Stadt und führte deshalb ein eigenes Kfz-Kennzeichen: ROT (nur Gruppe Ia, also z.B. ROT-H 123). Mit der bayerischen Gebietsreform wurde die Stadt dem Landkreis Ansbach zugeordnet und erhielt den Status einer großen Kreisstadt.
Siehe auch:
Rothenburg1.jpg | Rothenburg1.JPG | Rothenburg2.JPG Aufgrund des Status als Große Kreisstadt ist Rothenburg auch nach dem Verlust der Kreisfreiheit berechtigt, einen Oberbürgermeister zu wählen. Bei der letzten Wahl gewann Walter Hartl, der für die parteiunabhängige Gruppierung „Für Rothenburg“ angetreten war. Hartl ist seit 2. Mai 2006 im Amt.
Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern und wählt aus seinen Mitgliedern einen weiteren Bürgermeister. Wahlen finden alle 6 Jahre statt. Die letzte Wahl war im Jahr 2002 und hatte dieses Ergebnis:
Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber eine schwebende rote Burg mit zwei Zinnentürmen, dazwischen ein spitzbedachtes rotes Häuschen.
Rothenburg ist stark touristisch geprägt, beheimatet darüber hinaus aber eine Maschinenbaufabrik (AEG) und weitere mittelständische Maschinenbaubetriebe sowie Europas zweitgrößten Produzenten für Küchenplatten.
Rothenburg o.d.T. liegt an der Autobahn A7 mit der Anschlussstelle Rothenburg ob der Tauber in geringer Entfernung zur Stadt.
Die ehemalige Bundesstraße 25 durchquert Rothenburg von Nord nach Süd, west-östlich wird die Stadt von der Burgenstraße gekreuzt.
Die Stadt ist Endpunkt der Regionalbahnlinie R82 (Steinach-Rothenburg o.d.T.) und liegt innerhalb des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg.
Rothenburg o.d.T. wird zudem von zahlreichen Radwanderwegen berührt.
Rothenburg o.d.T. bietet neben Hotels und Gasthöfen auch einen nahegelegenen Campingplatz und zwei Reisemobil-Stellplätze sowie eine Jugendherberge, die in der ehemaligen Rossmühle der Stadt untergebracht ist.
Als „Bayerisches Rothenburg“ bezeichnet man die oberbayerische Kreisstadt Landsberg am Lech aufgrund ihrer mit Rothenburg ob der Tauber vergleichbar gut erhaltenen, mittelalterlichen Bausubstanz.
Ort in Bayern | Reichsstadt | Ansbach (Landkreis)
Rothenburg ob der Tauber | Rothenburg ob der Tauber | Rothenburg_ob_der_Tauber | ローテンブルク・オプ・デア・タウバー | Rothenburg ob der Tauber | Rothenburg nad Tauber
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"Rothenburg ob der Tauber".
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