Rothenburg ist eine Gemeinde im Amt Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz und liegt in der Agglomeration Luzerns.
Geographie
Das Gemeindegebiet westlich der A2 ist zum grössten Teil Industriegebiet. Die südliche Gemeindegrenze zu Emmen verläuft auf einigen Kilometern entlang des
Hellbühler Rotbachs . Von diesem weg zum
Rothenburgerwald und entlang des
Rütibächlis , der von links in den
Waldibach einmündet. Dieser bildet in einer Linksschlaufe die Ost- und Nordgrenze bis hin zum
Burgwald, dessen südlicher Teil zu Rothenburg gehört. In diesem Wald führt die Gemeindegrenze nach Norden, dreht aber noch dort westwärts bis zum
Sandblattenwald südwestlich von Rain. Dann geht sie in Südwestrichtung zurück zum Industriegebiet an der A2.
An der Gemeindegrenze zu Neuenkirch im Nordwesten liegt der Bertiswilerwald.
Die Gemeinde besteht aus dem Dorf nördlich des Hellbühler Rotbachs und des in ihn einmündenden Butzibachs mit verschiedenen Quartieren. Das grösste davon ist Bertiswil. Daneben gibt es ausser dem Gebiet westlich der A2 nur noch Häusergruppen und Einzelgehöfte.
Vom Gemeindeareal von 1552 ha wird mehr als zwei Drittel (67,8%) landwirtschaftlich genutzt. Ein Sechstel (16,6%) sind von Wald und Gehölz bedeckt und 15,5% Siedlungsfläche.
Nachbargemeinden
Rothenburg grenzt an
Emmen ,
Eschenbach LU ,
Neuenkirch und
Rain .
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung wuchs in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts leicht an (1798-1850:+20,1%). Von
1860 bis
1888 fiel sie infolge Landflucht leicht (1860-1888:-8,3%) - allerdings fiel der Bevölkerungsrückgang wegen der Nähe zu Luzern weit mässiger aus als in vielen anderen Landgemeinden. Bis
1941 stieg sie langsam, aber stetig an (1888-1941:+50,9%). Das Wachstum setzte sich fort und intensivierte sich ab
1960 . Bald dürfte die Marke von 7'000 Einwohnern überschritten werden.
Sprachen
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr
2000 gaben 94,13% Deutsch, 1,15% Serbokroatisch und 1,01% Italienisch als Hauptsprache an.
Religionen - Konfessionen
Früher waren alle Einwohner Mitglieder der römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus. Es gibt 77,00% römisch-katholische-, 12,37% evangelisch-reformierte- und 1,46% orthodoxe Christen. Daneben findet man 4,89% Konfessionslose, 1,65% Muslime und 0,40% Angehörige anderer nichtchristlicher Bekenntnisse.
Die meisten Muslime sind Albaner; Bosniaken, Türken und Kurden bilden den Rest. Die orthodoxen Christen sind meist Serben und Montenegriner.
Herkunft - Nationalität
Von den Ende 2004 6'831 Einwohnern waren 6'338 Schweizer und 493 (=7,2%) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung waren 88,01% (einschliesslich Doppelbürger 92,13%) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Italien, Serbien-Montenegro (Albaner und Slawen), Deutschland, Sri Lanka, Kroatien und Portugal.
Verkehr
Die Gemeinde liegt an der Bahnlinie Luzern-Olten und verfügt über eine Bahnstation und eine Haltestelle. Mit dem Umland ist sie per Öffentlichen Verkehr ausserdem durch die Buslinien
Luzern-Beromünster-Rickenbach LU und
Luzern-Rain verbunden.
Rothenburg liegt an der Strasse Luzern-Beromünster. Der nächste Autobahnanschluss ist Emmen-Nord in 2 km Entfernung. Ein eigener Autobahnanschluss ist seit langem geplant und wird nächstens in Angriff genommen.
Geschichte
Die erste indirekte Erwähnung fand die Gemeinde um
1130 , als in einer Urkunde ein
Walther von Rodemburg auftaucht. Die Freiherren von Rothenburg waren eine der mächtigsten und kriegerischsten Familien der ganzen Region, die eine intensive Feindschaft zu Luzern pflegt. Um
1285 starben sie aus, geschwächt durch ständige Fehden. Die
Habsburger erbten ihren Besitz und machten Rothenburg zu einer Vogtei. Diese gaben Rothenburg im Jahr
1371 sogar Stadtrecht (als Gegenmacht zur eidgenössich gewordenen Stadt Luzern). Als der Grossteil der Burgbesatzung und der Einwohner an einer Wallfahrtsprozession einige Kilometer ausserhalb des Städtchen weilten, zerstörten die Stadtluzerner am
28. Dezember 1385 die Burg und schleiften die Stadtmauern. Ein Jahr später, nach der
Schlacht von Sempach, übernahmen die Luzerner die Macht. Sie errichteteten ein
Amt Rothenburg mit einem in der Stadt Luzern residierenden Landvogt. Doch war Rothenburg nur der Hauptort des inneren Teils des Amtes (Hochdorf der Hauptort des äusseren Teils). Seit
1803 gehört die Gemeinde zum neu geschaffenen
Amt Hochdorf .
Sonstiges
Sport
Rothenburg ist der Geburtsort der Radsportlerin
Karin Thürig und Heimort des Radballvereins RBC Rothenburg.
Sehenswürdigkeiten
- Alte Holzbrücke
- Bertiswiler Kirche
- Spycher
- Tonis Zoo
Partnerschaften
Mit
Rotenburg an der Fulda besteht eine Gemeindepartnerschaft.
Weblinks
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Rothenburg (Lucerne) | Rothenburg