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Unter einer Roten Liste versteht man die von der Internationale Naturschutzunion (IUCN, International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) alle zwei Jahre veröffentlichte Liste weltweit gefährdeter Tier- und Pflanzenarten wie auch die von einzelnen Staaten und Bundesländern herausgegebenen entsprechenden Listen.

Die 2006 veröffentlichte Ausgabe der IUCN umfasst 16.119 Arten, 530 mehr als zwei Jahre zuvor.

Vom Bundesamt für Naturschutz wird auch eine Rote Liste gefährdeter Biotope herausgegeben. Diese enthält etwa 69% aller Biotoptypen in Deutschland.

Die Gefährdung von Arten wird durch die Einstufung in Rote-Liste-Kategorien wiedergegeben. Dabei bedeuten (nach der "Roten Liste gefährdeter Pflanzen Deutschlands" des Bundesamtes für Naturschutz 1996):

0: ausgestorben oder verschollen
1: vom Aussterben bedroht
2: stark gefährdet
3: gefährdet
4: potenziell gefährdet (nur bei Roten Listen der Länder; soll künftig durch R ersetzt werden)
R: extrem selten (entspricht 4 bei den Roten Listen der Länder; s.o.)
G: Gefährdung anzunehmen
D: Daten mangelhaft
V: Vorwarnliste (noch ungefährdet, verschiedene Faktoren könnten eine Gefährdung in den nächsten zehn Jahren herbeiführen)
+: regional stärker gefährdet
-: regional schwächer gefährdet

Zusätzlich wird in den Roten Listen der Bundesländer ein Status angegeben:

*: vorkommend (indigen oder Archaeophyt) und ungefährdet
n: Neophyt; im jeweiligen Bundesland neueingebürgerte (nach 1492) Art
u: unbeständige Art; im jeweiligen Bundesland nicht fest eingebürgert
#: evtl. zu erwarten, aber bislang nicht nachgewiesen
-: im jeweiligen Gebiet nicht vorkommend

Siehe auch


Weblinks


Ökologie | Naturschutz | Vereinte Nationen

Červený seznam IUCN | Rødliste | IUCN Red List | Liste rouge de l'IUCN | レッドリスト | IUCN Rode Lijst | IUCN raudliste | Nasjonal rødliste | Czerwona Księga Gatunków Zagrożonych | Красная книга | Rödlistning | IUCN Kırmızı Liste | Червона книга | Sách đỏ | IUCN Âng Miâ-toaⁿ

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Rote Liste gefährdeter Arten".

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