Als Rotation wird in der Medizin die Drehung von Arm, Bein, Kopf und Oberkörper (bzw. Wirbelsäule) bezeichnet.
Bei Armen und Beinen unterscheidet man noch zwischen einer Außen- und Innenrotation. Für die vielfältigen Bewegungen von Fuß und Hand gibt es u.a. die Bewegungen der Supination und Pronation.
Auch der Unterschenkel kann rotieren. Dies ist aber im wesentlichen nur bei gebeugtem Kniegelenk möglich. Im gebeugten Zustand sind die Seitenbänder des Knies erschlafft und lassen diese Bewegung zu. Bei gestrecktem Knie sind die Bänder allerdings gespannt und machen eine Bewegung unmöglich. Der Bewegungsumfang für die Rotation bei gebeugtem Knies beträgt für die Innenrotation um 10° und für die Außenrotation um 30-40°.
Die Möglichkeit der Rotationsbewegung des Beines ist beim Gehen von Bedeutung. Hierbei rotiert das Becken um die Längsachse des Körpers. Auf der Seite des Schwungbeines dreht sich das Becken nach vorne während es sich auf der Seite des Standbeines nach hinten bewegt. Mit dem Fersenauftritt wechselt sich diese Rotation. Das Becken dreht sich nun in die andere Richtung. Diese Drehungen finden bei am Boden fixierten Fuß des Standbeines statt. Das Becken dreht sich also relativ zum Fuß. Diese Rotationsbewegungen werden durch die Gelenkkette des Beines bestehend aus Hüftgelenk, Kniegelenk und Sprunggelenk ermöglicht. Fällt eines der Gelenke z.B. durch Amputation oder Versteifung weg, so müssen die anderen Gelenke der Kette diesen Verlust kompensieren. Das kann zu Schäden führen. Bei einem versteiften Hüftgelenk wird das Kniegelenk stärkeren Drehbewegungen ausgesetzt, die zu stärken Belastungen der Seitenbänder und damit zu einem Wackelknie führen.
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"Rotation (Medizin)".
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