Rossens (FR) ist eine politische Gemeinde im District de la Sarine (deutsch: Saanebezirk) des Kantons Freiburg in der Schweiz. Der frühere deutsche Name Rossing wird heute nicht mehr verwendet.
Die Fläche des 5.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Molassehöhen zwischen den Tälern der Glâne im Westen und der Saane im Osten. Die östliche Grenze bildet der hier stark mäandrierende Flusslauf der Saane, die tief in die Molasseschichten eingeschnitten ist. Der rund 200 m breite flache Talboden ist überwiegend bewaldet. Daran schliesst sich ein über weite Strecken von Sandsteinfelsen durchzogener bis zu 100 m hoher Steilhang an, der weiter nach Westen in eine leicht gewellte Hochfläche übergeht. Diese wird teils von Wies- und Ackerland, teils von Wäldern (Le Chaney, 722 m ü. M.) eingenommen.
Im Südosten hat Rossens einen kleinen Anteil an der Seefläche des Stausees Lac de la Gruyère, der hier ebenfalls steile Uferpartien besitzt. Nach Südwesten erstreckt sich der Gemeindeboden auf die Höhe Bibou am Nordostfuss des Gibloux. Hier wird mit 762 m ü. M. der höchste Punkt von Rossens erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 16 % auf Siedlungen, 34 % auf Wald und Gehölze, 49 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 1 % war unproduktives Land.
Zu Rossens gehören der Weiler Montet (708 m ü. M.) am Nordrand des Dorfes, das Gehöft Illens (694 m ü. M.) auf dem Plateau über dem Steilabfall zum Saanetal sowie verschiedene Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Rossens sind Corpataux-Magnedens, Arconciel, Treyvaux, Pont-la-Ville, Pont-en-Ogoz und Farvagny.
Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. Infolge der guten Verkehrsanbindung entstand seit den 1970er Jahren eine Gewerbezone. In Rossens sind heute Betriebe der Elektrobranche, der Telekommunikation, des Baus von Klimaanlagen, der Uhrenindustrie, der Informatik und der Feinmechanik vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den Regionen Freiburg und Bulle arbeiten.
Seit dem 12. Jahrhundert gehörte Rossens zur Herrschaft Pont. Mit dieser kam das Dorf 1483 unter die Herrschaft von Freiburg und wurde der Vogtei Pont-Farvagny zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Rossens während der Helvetik zum Bezirk Freiburg und ab 1803 zum Bezirk Farvagny, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Saanebezirk eingegliedert wurde. Mit Wirkung auf den 1. Januar 1972 wurde das vorher eine selbständige Gemeinde bildende Illens nach Rossens eingemeindet.
Ort in der Schweiz | Ort im Kanton Freiburg | Schweizer Gemeinde
Rossens (Fribourg) | Rossens (Friburgo) | Rossens (kommun, CH-FR)
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