Die Rossbreiten liegen zwischen den Passatgebieten und den Westwindgebieten der Nord- und der Südhalbkugel inmitten von subtropischen Hochdruckgebieten. Sie treten damit in etwa jeweils zwischen 30° und 35° nördlicher sowie südlicher Breite auf.
Ursache ist die im Bereich der innerhalb der Innertropische Konvergenzzone aufgestiegene, kalt- und trocken gewordene Luft, welche in etwa 15km Höhe vom Äquator wegfliesst. Diese sinkt in den Rossbreiten wieder Richtung Erdboden, wobei sie sich wieder erwärmt und extrem trocken wird.
Die Rossbreiten verdanken ihren Namen Seeleuten, die auf ihren Segelschiffen Pferde aus Spanien transportierten. Da es sich bei den Rossbreiten charakteristisch um nahezu windlose Gebiete handelt, saßen die Schiffe oft wochenlang in der Flaute fest. Die wegen des Futtermangels verendeten Pferde wurden über Bord geworfen, wodurch das Meer mit Pferdekadavern übersät war.
Eine weitere nahezu windlose Zone, ist der äquatorial gelegene Kalmengürtel. Im Gegensatz zu den Rossbreiten handelt es sich bei diesem jedoch um eine nahezu windstille Tiefdruckbreite.
Siehe auch: Winde und Windsysteme, Wind und Luftdruckgürtel, Roaring Forties
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